1.-Liga-Eishockey
Ein Playoff-Sturm fegt über den Thurgau: Der EHC Frauenfeld gewinnt 6:0, die Pikes Oberthurgau scheiden aus

Der EHC Frauenfeld legt in der Viertelfinalserie gegen den SC Herisau nach der dritten Begegnung erstmals vor. Der 6:0-Heimsieg der Mannschaft von Trainer Andy Küng war ziemlich beeindruckend. Für die Pikes Oberthurgau endet die Best-of-five-Serie gegen die GDT Bellinzona mit drei Niederlagen. Damit ist für den Qualifikationssieger aus Romanshorn die Saison bereits zu Ende.

Matthias Hafen
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Die Frauenfelder Torschützen Konstantin Schmidt (Mitte) und Oskar Lattner (links) setzen Herisau-Goalie Valentin Bauer unter Druck.

Die Frauenfelder Torschützen Konstantin Schmidt (Mitte) und Oskar Lattner (links) setzen Herisau-Goalie Valentin Bauer unter Druck.

Bild: Mario Gaccioli

Die Playoff-Spiele zwischen dem EHC Frauenfeld und dem SC Herisau werden immer einseitiger. Nach der knappen 0:2-Niederlage zum Auftakt und dem 6:3-Auswärtssieg am Samstag liess der Aufstiegsanwärter aus dem Thurgau am Dienstagabend einen überzeugenden 6:0-Heimsieg folgen. Die Frauenfelder hatten die Partie von Anfang an im Griff, schienen durch ihren Trainer Andy Küng besser auf diese dritte Begegnung der Best-of-five-Serie eingestellt worden zu sein als die Herisauer von ihrem Coach René Stüssi.

Jedenfalls fanden die Frauenfelder Stürmer von Anfang an Lücken in Herisaus Defensive. Pascal Gemperli nutzte eine solche in der siebten Minute zum 1:0. Mit weiteren Toren tat sich das Heimteam zunächst schwer. Doch schnell wurde klar, dass es hinten wenig bis nichts zulassen wird an diesem Abend.

Eric Geiser an insgesamt vier Treffern beteiligt

So kam Frauenfeld-Goalie Daniel Styger mit einer starken Leitung und viel Support von seinen Vorderleuten zu einem verdienten Shut-out. Das zu Null hing in der 57. Minute am seidenen Faden, als James Bommeli für Herisau nur den Pfosten traf. Näher kamen die Gäste nicht an einen Treffer. Die Frauenfelder hingegen führten zu diesem Zeitpunkt bereits 6:0. Eric Geiser, der an diesem Abend an vier Treffern beteiligt war, Gemperli mit seinem zweiten Tor des Abends (oder war es doch ein Ablenker von Mario Haldenstein?), Konstantin Schmidt und Oskar Lattner hatten in regelmässigen Abständen für den EHC Frauenfeld getroffen. Die Thurgauer spielten ihre Routine an diesem Abend voll aus. Sie hatten deutlich mehr Spielanteile – und das vermutlich mit deutlich weniger Laufmetern in den Beinen als der Gegner aus dem Appenzellerland.

Das deutliche Resultat kann aber auch trügerisch sein. Nach dem 6:0 fehlt den Thurgauern zwar nur noch ein Sieg zum Einzug in die Playoff-Halbfinals. Doch ein zweites Mal wird sich Herisau wohl nicht dermassen dominieren lassen. Schon gar nicht vor eigenem Publikum am Donnerstag um 20.00 Uhr im Sportzentrum.

Für Michell Speranzino und die Pikes Oberthurgau endet die Saison 2021/22 enttäuschend früh.

Für Michell Speranzino und die Pikes Oberthurgau endet die Saison 2021/22 enttäuschend früh.

Bild: Ralph Ribi (Herisau, 29. Januar 2022)

Qualisieger Pikes scheidet aus dem Playoff aus

Für die Pikes Oberthurgau endete das diesjährige Playoff-Abenteuer auf schnellstmöglichem Weg. Der Qualifikationssieger musste sich auch im dritten Vergleich mit dem Tabellenachten Bellinzona geschlagen geben – zum zweiten Mal in der Verlängerung. In allen drei Begegnungen lautete das Resultat 3:2. Und auch wenn Bellinzona ein äusserst unangenehmer Gegner ist, so bedeutet das Saisonende in dieser Form eine grosse Enttäuschung für die Oberthurgauer 1.-Liga-Eishockeyaner.

Pikes Oberthurgau – Bellinzona 2:3 n. V. (1:1, 1:1, 0:0)

EZO, Romanshorn – 157 Zuschauer.
Tore: 17. (16:34) Spinedi (Lachmatow, Leone) 0:1. 18. (17:03) Araujo (Noser) 1:1. 30. Araujo (Jeitziner, Noser/Ausschluss Maier!) 2:1. 36. Guidotti (Leone) 2:2. 67. Guidotti (Gaeta) 2:3.
Strafen: 6-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Maier) gegen die Pikes Oberthurgau, 7-mal 2 Minuten gegen Bellinzona.

Frauenfeld – Herisau 6:0 (1:0, 3:0, 2:0)

Kunsteisbahn – 267 Zuschauer.
Tore: 7. Gemperli (Andrej Schläppi) 1:0. 22. Geiser (Suter, Gemperli/Ausschluss Koller) 2:0. 34. Gemperli 3:0. 38. Schmidt (Geiser, Spillmann) 4:0. 43. Lattner (Geiser, Schmidt) 5:0. 49. Geiser (Lattner, Fehr/Ausschluss Pace) 6:0.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Frauenfeld, 5-mal 2 Minuten gegen Herisau.