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«Die Liegenschaft eignet sich gut»: Kreuzlinger Zivilschutz will in den Werkhof in Siegershausen einziehen

Mit dem Kauf des Werkhofs in Siegershausen durch die Gemeinde Kemmental kann die Zivilschutzorganisation Kreuzlingen neue Räume beziehen, die Feuerwehren Kreuzlingen und Kemmental die Platznot beseitigen und der Werkhof Kemmental verlegt werden.

Kurt Peter
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Die Zivilschutzorganisation Kreuzlingen will in den Werkhof in Siegershausen einziehen.

Die Zivilschutzorganisation Kreuzlingen will in den Werkhof in Siegershausen einziehen.

Bild: Reto Martin
(29. November 2021)

An der Gemeindeversammlung vom 29. November 2021 wurde der Antrag des Kemmentaler Gemeinderates, den Werkhof in Siegershausen für 2,45 Millionen Franken dem Kanton abzukaufen, einstimmig angenommen. Das 1980 erbaute Gebäude diente als Nationalstrassenwerkhof des kantonalen Tiefbauamtes und ist gegenwärtig an das Astra vermietet. Die Gebietseinheit VI. wird 2023 für den Unterhalt der A7 den neuen Werkhof in Müllheim beziehen. Der Kauf der Liegenschaft ist inzwischen über die Bühne gegangen.

Zivilschutz muss Feuerwehr Platz machen

An der Gemeindeversammlung 2021 wurde argumentiert, dass durch den Kauf des Werkhofs die Feuerwehr die Liegenschaft Ellighauserstrasse vollumfänglich nutzen könne. Der Werkhof könnte damit wieder an einen gut erreichbaren Ort verlegt werden. Damals sprach sich auch der Kreuzlinger Stadtrat und Präsident der Zivilschutzkommission, Thomas Beringer, klar für einen Standort in Siegershausen aus. Er sagte:

«Die Feuerwehr Kreuzlingen hat Eigenbedarf beim Depot Ost angemeldet. Aktuell ist hier der Zivilschutz untergebracht.»
Thomas Beringer, Kreuzlinger Stadtrat.

Thomas Beringer, Kreuzlinger Stadtrat.

Bild: Mario Testa

Die Feuerwehr habe dem Zivilschutz eine Gnadenfrist gewährt, doch eine erste Umfrage für einen neuen Standort in den Mitgliedsgemeinden habe vorerst keine Lösung gebracht. Schliesslich habe die Gemeinde Kemmental die Variante mit dem Werkhof in Siegershausen auf den Tisch gelegt. Eine Besichtigung habe ergeben, dass sich die Liegenschaft gut für den Zivilschutz eigne.

Die Kosten für den Umbau trägt die Gemeinde Kemmental

«Es ist vorgesehen, dass die Zivilschutzorganisation Kreuzlingen im Obergeschoss der Liegenschaft einen Schulungsraum einrichten wird», sagt Beringer. Im Erdgeschoss sollen zwei Boxen ebenfalls dem Zivilschutz zur Verfügung gestellt werden, ebenso das gesamte Untergeschoss. «Für Fahrzeuge, Anhänger und Material werden zirka 400 Quadratmeter Lagerfläche benötigt.» Im Obergeschoss müssten noch Umbau- und Sanierungsarbeiten für den Schulungsraum durchgeführt werden, für die Kosten komme die Gemeinde Kemmental auf.

Die Zivilschutzkommission stehe hinter dem Projekt und habe daher eine mündliche Mietzusage abgegeben. Nun müsse die Gemeinde Kemmental die Umbaukosten ermitteln, damit die Miete für den Zivilschutz definiert werden könne. Beringer sagt:

«Dieser Preis muss dann auch von den Mitgliedsgemeinden abgesegnet werden.»

Ein Kreditantrag für den Umbau werde an der kommenden Kemmentaler Gemeindeversammlung gestellt, bestätigt Gemeindepräsidentin Christina Pagnoncini. Ein Bezug der Räumlichkeiten durch den Zivilschutz wäre bei Annahme Anfang 2024 möglich. «Damit wäre das Depot Ost in Kreuzlingen für die Feuerwehr frei, Investitionen sind hier keine nötig», sagt Thomas Beringer.