Gemeindeversammlung
«Das kann man besser machen»: Lengwiler Bürger passt eine geplante Strassensanierung nicht

Die Rechnung 2021 der Gemeinde Lengwil gab wenig zu reden. Mehr zu diskutieren gab die Sanierung der Lanzendornstrasse. Nach einem erfolgreichen Antrag muss der Gemeinderat in spätestens einem Jahr eine neue Variante vorlegen.

Kurt Peter
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Gemeinderat Ralph Huber und Gemeindepräsident Ciril Schmidiger.

Gemeinderat Ralph Huber und Gemeindepräsident Ciril Schmidiger.

Bild: Inka Grabowsky (Dezember 2021)

Die Kontroverse kam ganz zum Schluss: Die 65 Stimmberechtigten an der der Lengwiler Gemeindeversammlung hatten über einen Antrag von Werner Rüegger zu befinden. Er bemängelte die vom Gemeinderat beschlossene Sanierung der Lanzendornstrasse. Diese müsse zurückgestellt werden, «das kann man besser machen», meinte er. Der Antrag wurde schliesslich mit 27 Ja- gegen 24-Nein-Stimmen als erheblich erklärt. Der Gemeinderat muss nun innerhalb eines Jahres einen Vorschlag vorlegen.

Gemeinderat Ralph Huber stellte zuvor die Rechnung 2021 vor. Diese schloss mit einem Gewinn von 95’200 Franken. Davon werden für zusätzliche Abschreibungen auf Strassen und Verkehrswege 75’000 Franken verwendet, der Rest dem Eigenkapital gutgeschrieben. Huber erklärte: «Der Gewinn lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen.»

Weniger Ausgaben als budgetiert gab es in den Bereichen Soziale Sicherheit, Gesundheit oder Umweltschutz und Raumordnung. Die Allgemeinen Steuern seien gegenüber dem Budget um 100’000 Franken geringer als budgetiert ausgefallen. Dagegen seien 106’000 Franken mehr aus der Grundstückgewinnsteuer eingegangen. Anhand des Finanzplans machte Ralph Huber klar, dass:

«Der Trend zeigt nach unten, aber die rege Bautätigkeit stimmt optimistisch.»

Die Rechnung und die Gewinnverwendung wurden mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung bewilligt.

Das erste Kita-Jahr war harzig

Gemeinderätin Daniela Willner informierte anschliessend über die Kita Lengwil GmbH. Nach der Zustimmung zum Kredit an der Gemeindeversammlung 2019 sei das Pilotprojekt 2020 gestartet. «Dieses erste Jahr war harzig», sagte sie zurückblickend. Es seien 90’000 Franken brutto ausgegeben worden. «Die Auslastung ist ein wichtiges Kriterium, aktuell werden im Hort 20 und in der Kita 22 Kinder betreut, die Prognose ist positiv.» An der Gemeindeversammlung im Dezember werde sie wieder über die Kita informieren.

Gemeindepräsident Ciril Schmidiger gab über den Stand der Erschliessung Mobilfunk Illighausen Auskunft:

«Die Swisscom hat verschiedene Abklärungen getroffen und ist an der Planung des Projektes, ein Baugesuch folgt.»

Als zuständiger Gemeinderat musste er eine wenig erfreuliche Prognose betreffend der Strompreise melden. Seien diese 2022 noch angenehm, «müssen wir in den kommenden Jahren mit einem massiven Anstieg rechnen, den wir dank der finanziellen Polster vorerst noch abfedern können».

Die Teilrevision der Ortsplanung schreite voran, am 30. August werde ein Informationsanlass durchgeführt, erklärte Schmidiger weiter. Nach der Mitwirkungsphase folge die Auflage vor den Sommerferien 2023.