Bauprojekt
Ran ans Geleise: Mit der Verschiebung der Seeblickstrasse geht es voran

Die Planauflage läuft und nach deren Abschluss soll im Frühling 2023 Baubeginn sein. Die bestehende Seeblickstrasse kann dann teilweise zurückgebaut werden.

Kurt Peter
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Die Stadt will die Seeblickstrasse ans Bahngeleise verlegen.

Die Stadt will die Seeblickstrasse ans Bahngeleise verlegen.

Bild: Kurt Peter

«Die Seeblickstrasse ist in einem desolaten Zustand und muss ohnehin neu gebaut werden», erklärt der zuständige Stadtrat Ernst Zülle. Nach den nun aufliegenden Plänen wird die Strasse ab Bahnhof Bernrain nach Süden an die Geleise verschoben und mündet beim Bahnübergang in die Bernrainstrasse. Der bestehende Fussgängerübergang Bernrainstrasse wird ein wenig nach Norden versetzt und bekommt eine Schutzinsel. «Dieses Projekt ist aber nicht Teil der Planauflage Seeblickstrasse», erklärt Sandro Nöthiger, Leiter Tiefbau der Bauverwaltung.

Durchgehendes Trottoir

Ein Teil der bestehenden Seeblickstrasse wird auf einer Länge von rund 45 Meter zurückgebaut, der Rest dient als Erschliessung für die Liegenschaften und kann bis auf weiteres auch als Fuss- und Radweg benutzt werden. «Was mit diesem Strassenabschnitt passiert, wird erst entschieden, wenn die Zukunft der städtischen Parzelle zwischen Bahn und Seeblickstrasse geklärt ist», sagt Ernst Zülle. Überlegungen dazu gebe es in alle Richtungen. Nach neuer Ortsplanung handle es sich um eine Wohn- und Arbeitszone.

Die neue Seeblickstrasse wird 230 Meter lang und mit der bestehenden, nicht zurückgebauten Strasse verbunden. Die Bushaltestelle beim Bahnhof wird neu gestaltet und gemäss den gesetzlichen Anforderungen, inklusive neuen Wartehäuschens im Norden, gebaut. Das zwei Meter breite Trottoir wird in gesamter Länge auf der Nordseite realisiert. Zudem werden im Zuge der Arbeiten auch die Werkleitungen neu erstellt. «Die Strasse ist zwar ein Teil aus dem Agglomerationsprogramm, in dem der Velo- und Fussweg von Tägerwilen nach Lengwil beitragsberechtigt ist», sagt Zülle, «für die Verlegung der Seeblickstrasse aber greifen wir nicht in den Topf, da es sich vorwiegend um eine Strassensanierung handelt und wir die Bundesgelder für die Verlegung der Berneggstrasse sowie die Überführung der Bergstrasse verwenden.»

Fortsetzung folgt

Für die Verlegung und den teilweisen Rückbau der Strasse werden 900'000 Franken investiert. Nach der Planauflage und deren Genehmigung folgten die Ausschreibungen der Arbeiten, erklärt Sandro Nöthiger. «Mit Baubeginn rechnen wir erst im Frühling 2023.» Die bisherigen Erfahrungen mit Strassensanierungen hätten gezeigt, dass die Firmen derzeit volle Auftragsbücher hätten. Vorwärtsgehen soll es dann anschliessend auch mit der Fortsetzung des Fuss- und Veloweges entlang der Seeblickstrasse Richtung Osten. Eine neue Konstruktion auf Höhe der Bahngeleise wird bis und auf das Viadukt der Bergstrasse erstellt. Das Projekt sei planerisch angepasst worden, sodass demnächst die Vernehmlassung bei den SBB erfolgen könne. Das brauche erfahrungsgemäss Zeit, «unser Wunsch ist es, die Planauflage noch dieses Jahr durchführen zu können, eine Ausführung könnte allenfalls im Herbst 2023 erfolgen».