Abstimmungen
In Kreuzlingen purzeln die Steuerfüsse

Die Stadt Kreuzlingen sowie die beiden Schulgemeinden senken ihre Steuerfüsse. Ein Landgeschäft kommt gut durch und die Kirchenvorsteherschaft ist wieder komplett.

Urs Brüschweiler
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Die Kirchgemeinde brauchte die Schafwiese nicht mehr. Die Schule verwendet sie nun als Spielwiese und Landreserve.

Die Kirchgemeinde brauchte die Schafwiese nicht mehr. Die Schule verwendet sie nun als Spielwiese und Landreserve.

Bild: Kurt Peter

Ein ruhiger Wahl- und Abstimmungssonntag war den Kreuzlingerinnen und Kreuzlingern beschieden. Wenn die Steuern gesenkt werden, sind die Budgets der öffentlichen Hand erwartungsgemäss unbestritten. Der Voranschlag der Stadt erhielt knapp 90 Prozent Zustimmung bei einer Stimmbeteiligung von 27,7 Prozent. Es sieht ein Defizit von 1,1 Millionen Franken vor und einen um zwei Prozentpunkte reduzierten Steuerfuss von neu 64 Prozent. «Im Namen des Stadtrats danke ich der Stimmbevölkerung für die überaus deutliche Annahme des Budgets», lässt sich Stadtpräsident Thomas Niederberger zitieren. Der Stadtrat beurteile das erfreuliche Resultat als Vertrauensbeweis in die geplante Stadtentwicklung. Die aktuelle Finanzlage erlaube es, die geplanten Projekte mit Zuversicht anzugehen, auch wenn in der kommenden Legislaturperiode überdurchschnittlich hohe finanzielle Mittel für die geplanten Investitionen gebunden würden. Gerade deshalb werde der Stadtrat auch in Zukunft eine ausgeglichene Gesamtrechnung anstreben, heisst es abschliessend.

Jeweils über 90 Prozent Zustimmung

Die Budgets 2023 der Primar- und Sekundarschule Kreuzlingen wurden ebenfalls klar angenommen. Die Abstimmungsergebnisse vom 27. November zeigten ein erfreuliches Ergebnis, heisst es in einer Mitteilung. Das Budget der Primarschule und die damit verbundene Steuersenkung um ein Prozentpunkt auf 46 Prozent wurde mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 93,7 Prozent angenommen. Das Budget der Sekundarschule und die damit verbundene Steuersenkung um zwei Prozentpunkte auf 22 Prozent wurde mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 94,6 Prozent angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei beiden Schulgemeinden bei 28 Prozent. Beide Behörden und die Schulpräsidentin bedankten sich herzlich für die Zustimmung und für das damit verbundene Vertrauen.

Keine Probleme hatte auch das Landgeschäft in Kurzrickenbach, bei welchem die Primarschule und evangelische Kirchgemeinde beteiligt sind. Mit der klaren Zustimmung von 83,5 Prozent unterstützten die Stimmberechtigten der Primarschule das Ziel, die notwendigen Landreserven für anstehende Schulraumerweiterungen zu schaffen und gleichzeitig, die für die Kinder wichtigen Grünflächen zu erhalten. Für 557'600 Franken (Bruttokredit) erwirbt die Primarschulgemeinde 1768 Quadratmeter Land nahe der Kirche und dem Schulhaus Seetal. Auch die Verkäuferin, die evangelische Kirchgemeinde, sagte Ja zum Geschäft. 455 Kirchbürgerinnen und Kirchbürger stimmten mit Ja, 57 mit Nein. Die Kirchenvorsteherschaft freue sich, dass der Landverkauf zugunsten der Schulgemeinde Kreuzlingen klar angenommen wurde, teilte sie mit. Ebenfalls ohne Probleme ging ein kleiner Landabtausch mit der Stadt an der Bleichestrasse durch: 473 Ja standen 40 Nein-Stimmen gegenüber.

Ehrenvolle Wahl von zwei Kirchenvorsteherinnen

Katharina Schieke und Evelyn Schulz wurden ehrenvoll in die Kirchenvorsteherschaft gewählt. Katharine Schieke erhielt 464 Stimmen, Evelyn Schulz 471 Stimmen. Damit ist die Vorsteherschaft wieder vollzählig mit neun Personen besetzt.

Die Kirchenvorsteherschaft ist komplett: Evelyn Schulz und Katharina Schieke mit Präsidentin Susanne Dschulnigg (mitte).

Die Kirchenvorsteherschaft ist komplett: Evelyn Schulz und Katharina Schieke mit Präsidentin Susanne Dschulnigg (mitte).

Bild: PD