Romanshorn
Gartenwettbewerb, Wohnmobilstellplätze und eine Bootsliegeplatz-App: Diese Ideen aus der Bevölkerung zur Entwicklung der Hafenstadt will der Stadtrat weiterverfolgen

Die Stadt Romanshorn hat den Einwohnerinnen und Einwohnern während knapp dreier Monate eine Online-Plattform zur Verfügung gestellt. Das Ziel: sie in die Stadtentwicklung einbeziehen. Der Rücklauf war mit rund 140 Meldungen hoch. Jetzt geht es darum, die Machbarkeit von spezifischeren Meldungen abzuklären.

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Das Romanshorner Bahnhofsareal soll autofrei werden.

Das Romanshorner Bahnhofsareal soll autofrei werden.

Donato Caspari

Die Stadt Romanshorn will acht Ideen der Bevölkerung aus dem Forschungsprojekt «Zukunft Hafenstadt» weiterverfolgen. Darunter fallen ein Gartenwettbewerb, Wohnmobilstellplätze oder eine Bootsliegeplatz-App. Idee der «Zukunft Hafenstadt» war es, den Einwohnerinnen und Einwohnern während knapp dreier Monate eine Online-Plattform zur Verfügung zu stellen, um sie aktiv in die Entwicklung von Romanshorn miteinzubeziehen. Die Verantwortlichen haben Bedürfnisse gesammelt, der Rücklauf war mit 140 Meldungen hoch.

Die Wetter-Webcam geht bald online

Einige davon hat man bereits umgesetzt, die sich unkompliziert realisieren liessen. So geht voraussichtlich im Herbst eine Webcam online, die das Seebecken der Hafenstadt samt Wetter öffentlich zeigt. Die rund 140 gesammelten Inputs hat der Stadtrat zu vier Themenbereichen verdichtet: «Grüneres Romanshorn durch Aktivitäten von Einwohnenden», «Attraktivität Wirtschaftsstandort», «Littering und Sauberkeit» und «Konstruktive Kultur des Ermöglichens und des Miteinanders».

Dazu hat die Stadt die Bevölkerung wieder eingeladen. Rund vierzig Ideen gingen ein, der Stadtrat hat jetzt deren acht zur Weiterverfolgung ausgewählt. So will sie eine Wettbewerbsausschreibung für die Gestaltung von naturnahen und biodiversen Privatgärten prüfen und die Einrichtung von Wohnmobilstellplätzen für Touristinnen und Touristen in Seenähe, wovon auch die Gastronomie und der Detailhandel profitieren würden, sowie die Einführung einer App als Vermittlungs-Plattform für die kurzfristige Nutzung von Bootsliegeplätzen in den gemeindeeigenen Häfen.

Separater Veloweg gewünscht

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fussgängerinnen und Fussgänger wünschen sich die Romanshornerinnen und Romanshorner an der Bahnhofstrasse einen separaten Veloweg. Das Bahnhofsareal soll autofrei werden, die Stadt soll klimafreundliche Geschäftsmodelle unterstützen und das Pflanzen von Bäumen bei Neubauten sowie auf Arealen von Grossverteilern fördern.

In der jetzigen Phase prüfen die städtischen Verantwortlichen die ausgewählten Ideen auf ihre Machbarkeit. So in Kommissionen, in der die Verwaltung und in der Exekutive. Je nach Idee kann der Fahrplan für eine allfällige Umsetzung variieren oder er hängt von übergeordneten Projekten wie dem Gesamtverkehrskonzept, der Umgestaltung des Bahnhofplatzes oder der Raumplanung ab.

Die Stadt informiert wieder

Sobald die Abklärungen zur Machbarkeit in einer weiteren Phase sind, will die Stadt wieder informieren. Die Onlineplattform «Zukunft Hafenstadt» ist Teil eines Forschungsprojektes der Ostschweizer Fachhochschule und der Stadt Romanshorn mit dem Ziel, die Bedürfnisse und Ideen der Einwohnenden systematisch aufzunehmen und die Weiterverarbeitung der Inputs in Politik und Verwaltung transparent aufzuzeigen. Der Stadtrat entscheidet später, ob er die Plattform weiterführt oder diese mit Ende des Forschungsprojekts ausläuft. (red)