Horn
Zeit für etwas Neues: Der Umbau für die Neugestaltung des Seebades Horn hat begonnen

Über 60 Jahre lang war das Seebad in Horn nahezu unverändert, doch das ändert sich jetzt. Ende September haben die Umbauarbeiten gestartet. Laut Gemeinderätin Vera Tettamanti soll die Umgestaltung bis zum Saisonstart 2023 fertig sein.

Ambra Elia
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Der Umbau im Seebad Horn hat begonnen. Es entstehen ein neues Badigebäude und zwei neue Kinderbassins.

Der Umbau im Seebad Horn hat begonnen. Es entstehen ein neues Badigebäude und zwei neue Kinderbassins.

Ambra Elia

Am Seeufer in Horn sind die Bagger aufgefahren und haben das 60 Jahre alte Badigebäude abgerissen. Geplant ist eine neue und zeitgemässe Infrastruktur auf dem Gelände des Seebades. Zuständig für die Neugestaltung ist das Arboner Architekturbüro Morgenegg Gervasi AG. Das Projekt soll bis zum Start der Badesaison im Mai 2023 fertig sein.

Moderneres Badigebäude und Naturbäder für die Kinder

Das L-förmige Badigebäude wurde bereits abgerissen. Laut der Horner Gemeinderätin Vera Tettamanti konnte gleich eine Woche nach Ende der Badisaison 2022 mit dem Abriss begonnen werden: «Bisher läuft alles nach unserem Zeitplan. Der Abriss war ein wichtiger Meilenstein und konnte termingerecht umgesetzt werden.»

Vera Tettamanti, Gemeinderätin Horn.

Vera Tettamanti, Gemeinderätin Horn.

PD

Das Gebäude wird nun in einer ähnlichen Form wieder aufgebaut. Der Unterschied ist, dass der längere Schenkel neu zur Seestrasse hin ausgerichtet sein wird und dadurch den Kinder- und Familienplatz vor dem Strassenlärm schützen soll. «Wir hatten bis jetzt weder Schwierigkeiten noch Einsprachen im Bezug auf das Projekt», sagt Tettamanti.

Die zwei bestehenden Kinderbassins werden ebenfalls erneuert: Das Wasser in den Becken wird ab 2023 nicht mehr chemisch aufbereitet und erwärmt. In Zukunft soll ein natürlicher Wasserkreislauf entstehen. Das Wasser wird vom See in die Becken hinaufgepumpt und fliesst durch einen extra angelegten Bach wieder zurück in den See. Im künstlichen Bachbett soll es ausserdem untiefe Stellen geben, damit die Kinder auch dort spielen können.

Der Gemeinderat hat sich für die Naturbäder entschieden, weil der Kanton Thurgau strikte gesetzliche Vorgaben an die Wasserqualität in den Becken stellt. Das Wasser dort muss nämlich Trinkwasserqualität aufweisen, was wiederum hohe Kosten verursacht.

Nach 60 Jahren wird es Zeit für etwas Neues

Nach den Plänen des Horner Architekten Bruno Häuptle wurde das ehemalige Badigebäude 1958 gebaut. Im Laufe der Jahre wurde das L angeordnete Gebäude immer wieder leicht saniert und ausgebaut. Um einen angemessenen Hygienestandard und mehr Privatsphäre beim Umziehen zu gewährleisten, hätte das Freibad eine vollumfassende Sanierung benötigt.

Die Kosten dafür waren dem Gemeinderat für ein 60 Jahre altes Gebäude jedoch zu hoch. Nach Schätzung von Fachleuten hätte der Gesamtbetrag bei einer halben Million Franken gelegen. Deshalb hat man sich für den Neubau entschieden. «Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen Grund, weshalb der Neubau bis zum Saisonstart 2023 nicht fertig sein sollte», sagt Tettamanti.