Freizeit
Einsteigerkurse, Rennen und Konzerte: Ein neues Festival in Arboner will die Lust am Paddeln wecken

Stand-up-Paddling boomt: Die Szene feiert sich diese Woche auf dem Bodensee, der Tourismus wittert einen neuen Markt.

Max Eichenberger
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Beim Wöschplatz am See findet das Padl-Festival statt.

Beim Wöschplatz am See findet das Padl-Festival statt.

Bild: Max Eichenberger

Stehpaddler auf Seen und gezähmten Flüssen gehörten vor wenigen Jahren noch zu den belächelten Exoten. Inzwischen hat sich das SUP zu einer Trendsportart entwickelt. Viele Freizeitaktivisten zieht es mit dem Board unter den Füssen aufs Wasser. Aus der Aussenseiterszene der Anfangszeit hat sich ein Wachstumsmarkt etabliert, hinübergeführt in organisierte Strukturen und Regeln, wie man sich mit dem Wassersportgerät zu verhalten hat und worauf man achten muss. Denn auf dem See lauern Gefahren, zum Beispiel bei ablandigem Wind, plötzlich aufkommendem Sturm, wenn das Ufer noch weit weg ist, oder im Bereich von Hafeneinfahrten.

Zwischen Rorschach und Steckborn gibt es eine ganze Reihe von Kursanbietern und Ausrüstungsvermietern. Die Plattform PADL Bodensee (www.padl-bodensee.ch) vermittelt einen Überblick und bündelt vielfältige Informationen. Dazu veranstaltet sie Events, um das SUP-Fieber in der Bodenseeregion noch breiter zu entfachen und Interessenten einfachen Zugang zu dieser Art der Fortbewegung auf dem Wasser zu verschaffen.

Am Padl-Festival die Trendsportart näherbringen

In und vor Arbon, beim Waschplatz, findet vom Mittwoch bis Sonntag das Padl-Festival mit einer Reihe von Veranstaltungen statt. Mit im Boot – oder on Board – sind die Tourismusorganisationen. Sie wollen den Boom der populären Trendsportart nutzen, um das südliche Bodenseeufer in der touristischen Entwicklung weiter voranzubringen. Thurgau Tourismus hat denn auch die Organisation des Festivals übernommen.

Wer dem Stand-up-Paddling frönt oder es ausprobieren möchte, soll niederschwellig Zugang finden. Entsprechende Tafeln weisen auf geeignete Einstiegsorte hin. Dort gibt es zum Teil gleich auch Mietangebote. Im Rahmen des Festivals macht «Mitch the Tower», die mobile SUP-Vermietung, die den ganzen Sommer über entlang des Bodensees tourt, in Arbon Halt. Guides vermitteln Anfängern auf dem Trockenen Tipps, ehe es dann mit dem Brett aufs Wasser geht – die erste halbe Stunde gratis.

Den Auftakt des Padl-Festivals macht am Mittwoch ein Familien- und Kindernachmittag. Damit wird auch klargemacht: Stand-up-Paddling kennt keine Altersgrenzen und ist einfach erlernbar. Einblick in verschiedene Kurse und ein morgendliches Wake-up-Paddel-Erlebnis wird am Donnerstag und Freitag geboten. Rennmässig geht es dann am Wochenende zu, nach dem SUP Race am Samstag messen sich die Kanuten in den «Six Miles».

Gelenkschonendes Ganzkörpertraining

Wer mit dem Paddel in langsamen, rhythmischen Bewegungen eintaucht und das Board ruhig übers Wasser dahingleiten und das Ufer vorbeiziehen lässt, kann abschalten und erlebt je nach Stimmung meditative Momente. Andere nutzen das Board zwischendurch als Badeplattform. Vom Genusspaddler bis zu den ambitionierten Racer-Typen: Die Vorlieben mögen unterschiedlich sein. Ein gelenkschonendes Ganzkörpertraining ist Stand-up-Paddling für alle. Selbst im geruhsamen Sightseeing-Modus werden Gleichgewicht und Koordination, Kraft und Ausdauer trainiert.

Im Festival-Village sind am Freitag- und Samstagabend Livekonzerte und DJ-Musik angesagt. Für Besucher gibt es ein Food- und Beverage-Angebot.