Arbon
«Schissdräck am Laufmeter!»: Unbekannte deponieren mehrfach Hundekot-Säckli in Wohnquartier – Anwohnende reagieren

In der Arboner Brühlhaldenstrasse finden Passantinnen und Passanten regelmässig volle Hundesäckli. Eine Schweinerei, finden viele. Sie melden sich auf Facebook zu Wort. Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, würden die Übeltäter gebüsst. Aber nur, wenn man sie in flagranti erwische.

Tanja von Arx
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Ein unschöner Anblick - so zeigt sich die Situation an der Brühlhaldenstrasse.

Ein unschöner Anblick - so zeigt sich die Situation an der Brühlhaldenstrasse.

PD

«Eine absolute Schweinerei!» So meldet sich eine Frau auf Facebook zu Wort, und zwar in der Gruppe «Du bisch vo Arbon, wenn…» Der Anlass: Unbekannte haben an der Brühlhaldenstrasse 6 volle Hundekot-Säcklein nicht korrekt entsorgt, namentlich auf einem Stein deponiert. Und das dem Vernehmen nach mehrmals.

«Unglaublich», meldet sich ein anderer Facebook-Nutzer zu Wort. «Eifach ekelhaft.» Und eine Frau:

«Als Hundebesitzerin schäme ich mich.»

Eine Beobachterin sagt, die illegal deponierten Säckchen lägen seit mehr als einer Woche da. Jemand weiteres:

«Der Gehweg ist auch zu oft verschissen! Schissdräck am Laufmeter!»

Schliesslich fügt ein Mann an, das komme in ganz Arbon vor.

Polizei oder Securitas müssen es sehen

Auf Anfrage bei der Stadt teilt Harry Schlutt, Bereichsleiter Sicherheit in der Abteilung Einwohner und Sicherheit, mit: «Uns sind keinerlei solche Reklamationen bekannt, weder an der Brühlhaldenstrasse noch an anderen Örtlichkeiten in Arbon.» Die Verursachenden könnten grundsätzlich gebüsst werden, sofern die Polizei oder die Securitas diese in flagranti erwische.

«Bei Hinweisen ist das schwierig, weil die Stadt keine Ermittlungen anstellt.»

In einem solchen Fall müsse man an die Polizei gelangen.

Schlutt sagt indes, die Rechtsgrundlage sei nicht ganz klar. Entweder greife ein Gesetz über das Halten von Hunden, und so müsse der Übeltäter 150 Franken zahlen. Oder das Gesetz über die Abfallbewirtschaftung, und die Grüsel müssten 50 Franken zahlen. «Aber eben, es geht eigentlich immer um das gleiche Problem, nämlich dass der Verursacher ertappt werden muss um büssen zu können.»