Zurich steigert Gewinn auf 3,2 Milliarden Dollar
Zurich Financial Services (ZFS) legt für 2009 einen Jahresgewinn von 3,2 Mrd. Dollar vor. Das sind 6 Prozent mehr als 2008. Die Dividende soll von 11 auf 16 Franken erhöht werden. Die Gruppe weise in allen Bereichen des Kerngeschäfts Gewinne aus, teilte Zurich am Donnerstag mit. Der operative Gewinn (Business Operating Profit, BOP) stieg um 8 Prozent auf 5,6 Mrd. Dollar. Der BOP klammert das Anlageergebnis und andere Einflüsse aus und gilt bei der Zürich als massgebliche interne Leistungskennzahl.
Der Konzern, der seit Anfang Jahr von Martin Senn geführt wird, besserte sein Eigenkapital um gut ein Drittel auf 29,7 Mrd. Dollar auf. Der weltweit vertretene Versicherer habe 2009 weiter Kosten einsparen können, wird weiter mitgeteilt.
Mehreinnahmen mit Lebensversicherungen
Im grössten Gruppensegment Schadenversicherungen (General Insurance) gingen die Prämieneinnahmen von 37,2 auf 34,2 Mrd. Dollar zurück. Grund sei das konjunkturelle Umfeld und der Konkurrenzkampf: Von allem in Nordamerika, Grossbritannien und Italien spüre Zurich die Auswirkungen. Weil grössere Katastrophen ausblieben, verbesserte sich das Verhältnis von Prämieneinnahmen zu Schadenszahlungen und Kosten (Combined Ratio) um 1,3 Prozentpunkte auf 96,8 Prozent.
Mit Lebensversicherungen (Global Life) nahm Zurich dank eines guten Neugeschäfts mit 26 Mrd. Dollar 19 Prozent mehr ein als im Vorjahr. Die amerikanische Genossenschaftsversicherung Farmers, für die Zurich Managementleistungen erbringt, konnte ihre Managementgebühren und damit verbundenen Erträge um 9 Prozent auf 2,7 Mrd. Dollar verbessern.
CEO Senn: Hervorragendes Jahr
Zurich-Konzernchef Martin Senn bezeichnete 2009 gemäss Mitteilung als hervorragendes Jahr, für das die Zürich eine der stärksten Bilanzen ihrer Unternehmensgeschichte vorlege. Die Zurich sei nachhaltig profitabel und wachse in ausgewählten Marktsegmenten, wurde er in der Mitteilung zitiert. Diese Ausgangslage erlaube es, Herausforderungen wie Chancen aus einer Position der Stärke zu begegnen.
An einer Telefonkonferenz lobte auch Zürich-Finanzchef Dieter Wemmer den letztjährigen Abschluss. Dieser sei dank anhaltend strikter Kostenkontrolle und operativer und finanzieller grosser Disziplin zu Stande gekommen. Zudem erzielte die Gruppe im Rahmen des Programms «The Zurich Way» weitere Fortschritte. So wurde das Ziel von Kostensenkungen im Betrag von 900 Millionen Dollar nach Steuern klar übertroffen. 2010 und 2011 soll es Kostensenkungen in ähnlicher Grössenordnung geben. Wemmer äusserte sich nicht zu allfälligen weiteren Akquisitionen. Für dieses Jahr bestünden keine Pläne für einen Aktienrückkauf, sagte er.
Analysten bezeichneten den Zürich-Abschluss als solide. In anfänglich leicht festerem Gesamtmarkt schoss der Zürich-Kurs am Morgen an der Schweizer Börse um bis zu 5,4 Prozent auf 244,40 Franken hinauf. Auch nach dem Abtauchen des Blue-Chips-Indexes SMI in den roten Bereich stand er mit 242,10 Franken weiterhin 4,4 Prozent höher als am Vorabend.
(vin/sda/ddp)
Erstellt: 04.02.2010, 10:47 Uhr





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