Weinländer Gemeinden vom Lastwagen-Transitverkehr entlasten

Nach der Neueröffnung der Autobahn A4 im Zürcher Weinland müssten die Gemeinden dauerhaft vom Lastwagenverkehr aus dem süddeutschen Raum entlastet werden. Dies verlangt ein dringliches Postulat, das am Montag vom Kantonsrat mit 125 zu 35 Stimmen überwiesen wurde.

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Der Zürcher Regierungsrat wird aufgefordert, zusammen mit den Nachbarkantonen Schaffhausen und Thurgau dafür zu sorgen, dass der Schwerverkehr aus Richtung Singen/Ramsen nach der Eröffnung der Mini-Autobahn im nächsten Herbst «mit geeigneten, wirksamen Massnahmen auf der vierspurigen Schnellstrasse kanalisiert wird».

Staus am Zoll

Die lärmgeplanten Weinländer Gemeinden müssten durch die sanierte und erweiterte A4 dauerhaft vom Lastwagen-Transitverkehr aus dem süddeutschen Raum entlastet werden.

Das Problem liege auch beim Ausbau der Zoll-Übergänge. Statt das Zollamt Ramsen SH müsse jenes in Thayngen SH ausgebaut werden, finden die Postulanten Martin Farner (FDP, Oberstammheim) und Markus Späth (SP, Feuerthalen). Ausschlaggebend für die Routenwahl seien nämlich die Staus am Zoll.

Der Regierungsrat sei bereit, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Verlagerung einzusetzen, versicherte Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer (SVP). Der Kanton Zürich sei im Kontakt mit den zuständigen Stellen im benachbarten süddeutschen Raum.

Nicht durchsetzbar

Der Routenentscheid für Lastwagen falle meist schon in Deutschland, und könne nicht durch Massnahmen auf Zürcher Gebiet gesteuert werden, gab Fuhrer zu bedenken. Ein Fahrverbot für den Schwerverkehr in den Zürcher Gemeinden sei wegen des Ziel- und Quellverkehrs nicht zweckmässig und überdies auch kaum durchsetzbar. (bai/sda)

Erstellt: 08.02.2010, 15:31 Uhr

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