Stadler Rail investiert kräftig
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2008 hat Stadler Rail einen Umsatz von 1,086 Milliarden Franken erzielt. Damit hat das Unternehmen bei den Verkäufen den Rekordwert des Vorjahres von 1,24 Milliarden Franken nicht erreicht. Laut Peter Spuhler, CEO und Inhaber von Stadler Rail, hängen die Verkaufszahlen des Unternehmens jeweils stark davon ab, wie viele Aufträge sich gerade in der Auslieferungsphase befinden. Beim Auftragseingang verbuchte Stadler Rail 2008 mit 2,6 Milliarden Franken hingegen einen Rekordwert in der Geschichte des Unternehmens. Damit ist für die nächsten 12 bis 18 Monate eine gute Grundauslastung zu erwarten.
Neue Arbeitsplätze geplant
«Wir glauben an den Werkplatz Schweiz», sagte Spuhler bei der Jahresmedienkonferenz. Mit Investitionen von 90 Millionen Franken wolle Stadler Rail die Wettbewerbsfähigkeit des Werkplatzes steigern. Es gehe darum, die in der Schweiz vorhandene Technologie im Eisenbahnbau nicht nur zu erhalten, sondern auch auszubauen. Stadler strebe die Technologieführerschaft an. Gerade bei der Ausschreibung für eine neue Generation von Doppelstockzügen für die S-Bahn Zürich habe sich diese Strategie als richtig erwiesen, sagte Spuhler. Er bezog sich dabei auf die wichtigste Ausschreibung in Milliardenhöhe, die das Unternehmen im vergangenen Jahr für sich entscheiden konnte.
Um diesen Auftrag abwickeln zu können, baut Stadler Rail zur Zeit sein Werk Altenrhein zu einem Doppelstock-Kompetenzzentrum aus. Die Investitionen in Gebäude und Einrichtungen belaufen sich auf je 15 Millionen Franken. Die Zahl der Angestellten in Altenrhein soll in den nächsten eineinhalb bis zwei Jahren von 350 auf 650 erhöht werden.
Um seine immer länger werdenden Triebzüge in Betrieb zu setzen, plant Stadler auf dem ehemaligen Areal des Tanklagers in Erlen eine Inbetriebsetzungshalle. Die Investitionen belaufen sich auf 35 Millionen Franken. Der Baubeginn ist auf August 2009 geplant. Bei den 60 bis 70 Arbeitsplätzen in Erlen handelt es sich teilweise um Arbeitsplätze, die heute in Altenrhein oder Bussnang angesiedelt sind. Unter dem Strich ist aber die Schaffung von 20 bis 30 neuen Arbeitsplätzen geplant. In Bussnang schliesslich plant Stadler Rail eine Erhöhung der Arbeitsplätze von 1100 auf 1200. 28 Millionen Franken investiert Stadler zudem derzeit in den Bau eines neuen Drehgestellzentrums in Winterthur.
Damit sich diese Investitionen auszahlen, muss Stadler Rail neue Aufträge gewinnen. Die grössten Herausforderungen stellen sich bei den Doppelstockzügen. Hier will Stadler Rail nicht nur im S-Bahnbereich punkten, sondern auch in den Intercity-Verkehr mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Kilometern pro Stunde vordringen. Stadler wird sich an einer entsprechenden Ausschreibung der SBB beteiligen. Für die Strecke Wien-Salzburg erwartet Stadler demnächst einen Auftrag der Westbahn. (ThurgauerZeitung)
Erstellt: 05.06.2009, 10:58 Uhr
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