Stadler baut Doppelstöcker für Inter-City-Verkehr
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Die Finanzierung für die Privatzüge der Wiener Westbahn steht, die Betriebskonzession ist erteilt. Das sagte Benedikt Weibel dem Nachrichtenmagazin «10vor10». Damit kann der ehemalige SBB-Chef und heutige Aufsichtsratsvorsitzende der Westbahn AG ab dem Jahr 2011 Züge im Stundentakt zwischen Wien und Salzburg verkehren lassen – Züge, die von Stadler Rail gebaut werden. «Stadler Rail hat einen entsprechenden Vorvertrag unterschrieben», bestätigt Stadler-Sprecher Tim Büchele den Bericht des Nachrichtenmagazins von SF DRS. Der definitive Vertrag solle in den nächsten Tagen unterschrieben werden. Das Auftragsvolumen für die sieben sechsteiligen Doppelstockzüge belaufe sich auf rund 150 Millionen Franken.
Erklärtes Ziel erreicht
Die Kompositionen, die Stadler Rail nach Österreich liefern kann, basieren auf den Doppelstockzügen in Leichtbauweise, welche die SBB im vergangenen Jahr für den Zürcher S-Bahn-Verkehr bei Stadler bestellt haben. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung mit Fernverkehr-Innenausstattung. Der Auftrag der Wiener Westbahn ist für Stadler Rail von hoher strategischer Bedeutung: Mit der milliardenschweren SBB-Ausschreibung, die Stadler Rail letztes Jahr für sich entscheiden konnte, ist es dem Unternehmen erstmals gelungen, mit einem Doppelstock-Triebzug innerhalb des S-Bahn-Verkehrs in ein neues Segment vorzustossen. Es ist das erklärte Ziel des Unternehmens, mit Weiterentwicklungen des Doppelstöckers Ausschreibungen für den Intercity-Verkehr zu gewinnen, was nun im Falle der Westbahn gelungen ist. Das Unternehmen wird sich auch an einer SBB-Ausschreibung für Doppelstöcker im Intercity-Verkehr beteiligen, die diesen Sommer erwartet wird. Mit seinem erfolgreichen Flirt-Triebzug konnte Stadler Rail bereits letztes Jahr in Norwegen eine Ausschreibung für sich entscheiden, bei der es um Züge ging, die auch im Intercity-Verkehr eingesetzt werden. (ThurgauerZeitung)
Erstellt: 20.06.2009, 11:57 Uhr
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