Schnelle «Hubmänner» in Salo

OL-Weltmeister Daniel Hubmann gewann in Salo den Weltcup-Sprint. Sein jüngerer Bruder Martin holte bei den Junioren Bronze.

Daniel (l.) und Martin Hubmann.

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Nach seinem Sieg über die Langdistanz der Nordmeisterschaften am letzten Samstag triumphierte Daniel Hubmann gestern im finnischen Salo ein zweites Mal. Überlegen gewann der Thurgauer den Weltcup-Sprint und rehabilitierte sich damit für das ungewohnt schwache Abschneiden am Vortag. «Nach dem 29. Rang über die Mitteldistanz war ich sehr enttäuscht und wollte heute unbedingt gut laufen», sagte Hubmann. «Da freut es mich natürlich ganz besonders, dass es für den Sieg reichte.» Der Langdistanz-Weltmeister lief vom Start weg ein sehr hohes Tempo. Bereits bei Posten 6 von 20 ging er in Führung und gab diese nicht mehr ab. Im Ziel hatte Hubmann bei einer Laufzeit von 14 Minuten einen Vorsprung von 9,3 Sekunden auf Andrej Chramov. Damit revanchierte sich der Eschliker auch ein wenig für die WM im letzten Jahr, wo er im Sprint knapp hinter dem Russen Zweiter wurde. Der Franzose Thierry Gueorgiou, Sprint-Weltmeister des Jahres 2007, lief auf den dritten Rang.

Hubmann junior überrascht

Auch Daniel Hubmanns jüngerer Bruder Martin lief am Schlusstag der Nordmeisterschaften in Finnland aufs Podest. Im Sprint-Rennen der Junioren gewann er die Bronzemedaille. «Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet», kommentierte Martin Hubmann sein fast fehlerfreies Rennen. «Einmal musste ich bei einer Treppe eines Einkaufszentrums 30 Meter Umweg machen, weil ich sie auf der Karte nicht gesehen hatte», sagte Martin Hubmann, der mitten in die Schweden-Phalanx lief.

Wie Daniel Hubmann hatte auch Simone Niggli im Sprint-Rennen der Frauen etwas gut zu machen, nachdem sie im ersten Weltcuplauf vom Dienstag viele Fehler begangen hatte. Die 14-fache Weltmeisterin steigerte sich gestern deutlich und schrammte als Vierte nur knapp am Podest vorbei. «Heute habe ich mein Ziel einer Standortbestimmung erreicht», bilanzierte die Bernerin.

Die nächsten Weltcupläufe finden bereits in zweieinhalb Wochen in der Nähe von Oslo statt. Danach folgen im Juli die WM- Selektionsläufe in der Schweiz und in Deutschland. (ThurgauerZeitung)

Erstellt: 11.06.2009, 09:29 Uhr

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