Hubmann verteidigt Weltcup-Titel
(Bild: Keystone)
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Zürich – Beide hielten dem Druck stand, mussten sie doch zweimal siegen, um sich den Weltcuperfolg zu sichern. Beide taten das in Zürich meisterlich. Zwar erwischten sie vom ersten zum zweiten Posten nicht die optimalste Route, doch dann kam die Perfektion ins Spiel. Sie übernahmen bei den Zwischenzeiten die Spitze und kurvten überzeugend durch die zahlreichen Zuschauer, die an diesem Tag im verkehrsfreien Zürich zahlreich unterwegs waren, um die besten OL-Läufer der Welt zu beobachten. Der Eschlikoner Daniel Hubmann krönte damit eine fantastische Saison, in der er die wichtigsten Wettkämpfe allesamt gewonnen hat – unter anderem auch die in Skandinavien hoch bewerteten Staffeln als Schlussläufer.
Hubmann wirkte im Final noch so frisch als ob er die Saison erst beginnen würde. Obwohl er sich schon am Samstag eine Reserve gesichert hatte, ging er den Finallauf mit letzter Konzentration und Konsequenz an: «Taktische Spielchen kamen für mich nicht in Frage. Wer im Sprint nicht alles riskiert, ist schnell im Abseits.» Hubmann war von A bis Z den nötigen Schritt voraus, sowohl gedanklich mit der Laufplanung, als auch mit den Füssen.
Dominanz der Schweizer
Wie im Vorjahr war der Sprint von Zürich nicht nur für die beiden Weltcupsieger ein Triumph, sondern auch für das Schweizer Männer-Team. Mit Hubmann, David Schneider (2.), Fabian Hertner, Matthias Merz und Matthias Müller (4.–6.) besetzten die Schweizer fünf Ränge im ersten halben Dutzend. Der Thurgauer David Schneider beendete mit seinem Resultat eine längere Zeit, in dem ihm auf internationaler Ebene wenig gelungen war.
Im ersten Teil entdeckte er bei der Auswertung zwei suboptimale Routen, doch auf der zweiten Runde lief er zu einer Zeit, die nur noch sein Vereinskollege Daniel Hubmann übertreffen konnte. Schneiders Geheimnis: «Ich bin in Form, den Vergleich mit anderen im Kader musste ich nicht scheuen.» Etwas Resignation blieb trotzdem: «Ich hätte im Sommer so weit sein müssen.» Die WM-Qualifikation hat David Schneider damals verpasst. Schon am Irchel meldete er sich zurück: Er startete sensationell, stärker gar als Daniel Hubmann. Ausgerechnet beim letzten Posten im technisch schwierigen Gebiet interpretierte er die Karte nicht richtig und lief den Posten von der falschen Richtung an.
Doppelsieg schon am Irchel
Die Basis zum sonntäglichen Erfolg legte Daniel Hubmann bereits am Samstag am Irchel. Dabei war das Gelände vor allem im Startbereich gar nicht typisch schweizerisch: Der Start lag im technisch schwierigen Gebiet. Kaum gestartet warteten schon die ersten Posten auf die Wettkämpfer – Hubmann verpasste die Abzweigung eines kleinen Pfades und war beim zweiten Posten in der Defensive. Dann aber spielte er seine Klasse aus, wurde bei jeder Zwischenzeit als Leader gemeldet. (ThurgauerZeitung)
Erstellt: 28.09.2009, 14:23 Uhr
Thurgau
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