Heutige Frauen-Generation darf ernten

Frauen sollen sich mehr zutrauen, fordert die Thurgauer Regierungsrätin Monika Knill am Jahreskongress der Frauen-Werkstatt. Unter der Gesprächsleitung von Regula Stämpfli diskutierten auch gestandene Vorkämpferinnen für die Sache der Frau alt Bundesrätin Elisabeth Kopp und Judith Stamm.

Von links: Alt Bundesraetin Elisabeth Kopp unterhält sich mit der Psychologin und Psychotherapeutin Julia Onken und Kommunikationsberaterin Beatrice Tschanz am Samstag, 14. März 2009, an der diesjaehrigen Frauen Vernetzungs Werkstatt an der UNI St. Gallen.

Von links: Alt Bundesraetin Elisabeth Kopp unterhält sich mit der Psychologin und Psychotherapeutin Julia Onken und Kommunikationsberaterin Beatrice Tschanz am Samstag, 14. März 2009, an der diesjaehrigen Frauen Vernetzungs Werkstatt an der UNI St. Gallen.
Bild: Keystone

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St. Gallen – Einen Höhepunkt des Jahreskongresses der Frauenvernetzungs-Werkstatt in St. Gallen am Samstag bildete die Diskussionsrunde mit gestandenen und jungen Politikerinnen. Unter Gesprächsleitung der Politologin Regula Stämpfli diskutierten mit alt Bundesrätin Elisabeth Kopp und der ehemaligen Nationalrätin Judith Stamm zwei Politikerinnen, die als erfolgreiche Vorkämpferinnen für die Sache der Frau einstanden. Jüngere politische Kräfte wie die Thurgauer Regierungsrätin Monika Knill, die Berner Nationalrätin Evi Allemann und die Wiler Nationalrätin Yvonne Gilli wollen diese Errungenschaften von älteren Generationen vertiefen und fortsetzen.

Ein Mentalitätswandel scheint sich mittlerweile vollzogen zu haben, zumindest nach den Erfahrungen von Monika Knill. Sie habe in jedem politischen Gremium, sei es als Gemeinderätin, Fraktionsvorsitzende der SVP und jetzt als Regierungsrätin, immer Glück gehabt. «An negative Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Männergremien kann ich mich nicht erinnern.» Aus diesen Erfahrungen appelliert die Vorsteherin des Thurgauer Departements für Erziehung und Kultur an die Frauen, sich etwas zuzutrauen.

Knill sparte nicht mit Dank und Lob an Elisabeth Kopp und Judith Stamm. «Ich gehöre zu der Generation, die von dem Wirken dieser Vorkämpferinnen jetzt ernten darf.» Aber auch im Thurgau habe es Frauen gegeben, die gesät und viel Vorarbeit geleistet haben. Sie dankte auch ihrer Partei, dass es zur Selbstverständlichkeit geworden sei, dass Frauen ernst genommen würden.

Auch mit Männern vernetzen

Wenn Frauen – wie Elisabeth Kopp und Judith Stamm – für einen Rollenwechsel gekämpft haben, dann sei das heute akzeptiert, sagte Knill. Es seien Grundvoraussetzungen geschaffen worden, die Frauen ermöglichen, politische Arbeit zu verrichten. «Frauen müssen dies wollen oder nicht, und sie müssen das zusammen mit der Familie unter einen Hut bringen.»

Frauen sollten in der Politik anpacken, forderte Knill. Doch vertrat die Regierungsrätin auch die Ansicht, dass Netzwerke nicht nur allein unter Frauen, sondern zusammen zwischen Frauen und Männern geschaffen werden müssten. «Wir können so Frauenanliegen in Männergremien einbringen.» (Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz)

Erstellt: 16.03.2009, 13:58 Uhr

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