Feuerwerk in Sportstadien: Weiterbildung für Juristen und Polizisten

Leuchtraketen, Rauchpetarden und Knallkörper sind heute ein Hauptproblem an Fussball- und Eishockeyspielen. Zum Thema «Pyros» liessen sich am Montag rund 100 Fussballfunktionäre, Polizisten, Untersuchungsrichter, Security- und Feuerwehrleute weiterbilden.

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St. Gallen – Der St. Galler Untersuchungsrichter Simon Burger erklärte Vorschriften und strafrechtliche Fragen rund um Hooligans und Feuerwerk. Der Pyrotechniker Patrik Blanc vom wissenschaftlichen Forschungsdienst der Stadtpolizei Zürich informierte über technische Aspekte und Gefahren der Pyrotechnik.

Wie aktuell das Thema ist, zeigte der Fussballmatch FC St. Gallen gegen FC Sion vom vergangenen Samstag. Der 1:0-Sieg des Heimteams wurde begleitet von illegalen pyrotechnischen «Darbietungen» der St. Galler Fans im Stadion.

Bis zu 2000 Grad heiss

Patrik Blanc lieferte zahlreiche Beispiele aus dem Fussballsport, in denen Torhüter, Schiedsrichter oder Fans Verletzungen erlitten - von Verbrennungen, Augen- und Hörschäden über Knochenbrüche bis zu Rauchvergiftungen. So brennen Leuchtfackeln, die von Fans angebrannt werden, bis zu 2000 Grad heiss.

Simon Burger erinnerte daran, dass bei den meisten «Pyros» bereits das Mitführen im Stadion oder auf dem Weg dorthin verboten ist. Wer Feuerwerk an Sportveranstaltungen zündet, wird nicht nur strafrechtlich verfolgt, sondern muss auch mit landesweiten Stadionverboten rechnen.

Nach der Theorie im Stadtpolizei-Hauptquartier stand eine pyrotechnische Demonstration mit Feuer, Rauch und Knalleffekten auf dem Programm. Die Teilnehmer der Weiterbildung fuhren dazu mit Bussen nach Wittenbach auf ein Feuerwehr-Ausbildungsgelände. (bai/sda)

Erstellt: 08.02.2010, 17:13 Uhr

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