Auto mit Kennzeichen aus dem dritten Reich geschmückt
Von Johanna Wedl. Aktualisiert am 21.04.2010 3 Kommentare
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Die Schweizer Grenzbeamten hätten gestaunt, als sie das Kennzeichen des Mannes erblickt hätten, schreibt die Pressestelle der Polizeidirektion Konstanz am Mittwoch in einer Mitteilung. Am Renault war ein Nummernschild mit der Länderkennung "DR" für "Deutsches Reich" angebracht.
In den Fahrzeugpapieren befand sich zudem ein Stempel, der laut dem Autofahrer den Reichsadler symbolisiert. Der Mann lebt nach eigenen Angaben im Deutschen Reich, das aus seiner Sicht seit 1871 beziehungsweise 1933 besteht. Der Polizei gegenüber gab er an, die Bundesrepublik Deutschland sowie deren Behörden seien für ihn «nicht massgebend».
Autoschlüssel weggenommen
Der Mann scheint unbelehrbar: Er war bereits am 13. April am Schweizer Zoll gestoppt worden. Nun wurden die deutschen Beamten aufgrund eines Hinweises aus der Bevölkerung auf den Verwirrten aufmerksam, sagte Michael Aschenbrenner, Mediensprecher der Konstanzer Polizeidirektion, auf Anfrage von Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz.
Am Dienstag stellte die Polizei die Schriftstücke samt des Kennzeichens sicher. Zudem wurde dem Mann der Autoschlüssel entzogen, damit er mit dem Renault nicht mehr weiter durch die Gegend fahren kann.
Strafrechtliche Konsequenzen sicher
Für den Mann hat seine Handlung ein rechtliches Nachspiel, wie Aschenbrenner weiter ausführte. «Er hat sich klar strafbar gemacht. Deshalb kommt es bei der Staatsanwaltschaft in Konstanz zu einer Anzeige.» Unter anderem müsse sich der 57-Jährige wegen Urkundenfälschung und fahren ohne Zulassung verantworten.
Es gebe zwar immer wieder Personen, die unter einem Realitätsverlust litten, ergänzte der Polizeisprecher. «In dieser Dimension ist der Fall aber sicherlich aussergewöhnlich.» (Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz)
Erstellt: 21.04.2010, 09:31 Uhr
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3 KOMMENTARE
Tja, die staatsrechtliche Grundlage der BRD ist halt ziemlich dünn... Kann jeder selbst - politisch neutral - in den Gesetzen und Verträgen recherchieren und irgendwie kommt halt nur eine Verwaltung eines vereinigten Wirtschaftsgebietes dabei raus und kein Staat. Allerdings sind die Kennzeichen Phantasieprodukte und das funktioniert dann so auch nicht. Origineller Versuch zum Thema Rechtszustand.
Solange sich die Menschen, die im Internet die Existenz der Bundesrepublik Deutschland bezweifeln, auf das Internet beschränken, mag es ja noch angehen. Aber dieser "Reichsbürger" fuhr mit seinem im "Reich" zugelassenen Auto auf Straßen der Bundesrepublik und der Schweiz. Die Schweizer Polizei hat hier mal gezeigt, dass sie nicht den Narren mit sich machen lässt.
Wer sagt denn, dass dieser Mann krank ist - leider gibt es immer mehr Menschen, gerade im Internet, welche absurderweise an der Existenz der BRD zweifeln...
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