In die Nudeln soll mehr Schweiz hinein

Pasta Premium will Teigwaren ausschliesslich aus Schweizer Freilandeiern herstellen. Die Eierbranche ist sehr interessiert. Jetzt beginnt die Suche nach einem Handelspartner.

frauenfeld/Weinfelden – Das Schweizerkreuz ziert zwar heute schon die Packungen der Frauenfelder Teigwarenfirma Pasta Premium. Nur zehn Prozent der darin verarbeiteten Freilandeier stammen aber aus der Schweiz (die TZ berichtete). Nun will die Firma mehr Swissness in ihre Produkte bringen. «Teigwaren mit 100 Prozent Schweizer Freilandeiern drin wären eine wunderbare Geschichte», meint der Kommunikationsverantwortliche Dominik Thomas. Damit könnte sich Pasta Premium von der Konkurrenz besser abgrenzen, denn sie wäre die einzige Firma, die ein solches Produkt anböte. Mit Eierproduzenten einig Dass sie nicht schon längst auf Schweizer Freilandeier umgestellt hat, habe mit der Verfügbarkeit zu tun, sagt Thomas. Pasta Premium war bisher davon ausgegangen, dass die Schweizer Eierproduzenten nicht genug liefern können. Dem widersprach die Burgmer Geflügelzucht AG aus Weinfelden. Es sei kein Problem, die Kapazitäten zu erhöhen, sondern lediglich eine Kostenfrage, da Schweizer Eier zwei Drittel teurer sind als Importeier. Burgmer, der Eierhändler Eico Frigemo und Pasta Premium haben sich zu einem Gespräch getroffen, das aus der Sicht beider sehr konstruktiv verlief. Auch die Eierproduzenten sind sehr am Projekt «Teigwaren aus Schweizer Freilandeier» interessiert, da sie so ihre Produktionsfläche ausbauen könnten. Zudem lassen sich Eier mit defekten Schalen besser verwerten, da die Industrie aufgeschlagene Eier benötigt. Teigwaren werden teurer Noch offen ist aber, zu welchem Preis sich die Swissness-Teigwaren verkaufen lassen. «Ein möglicher Partner im Detailhandel hat uns signalisiert, dass sie nicht exorbitant teurer werden dürfen», sagt Thomas. Zumindest gemessen an der heutigen Produktionskapazität seien die Schweizer Freilandeier aber noch zu teuer und die Herstellungskosten entsprechend höher. «Da würde einiges auf die Marketingabteilungen zukommen», sagt auch Tury Wagner von Burgmer. Ausserdem müsse der Konsument bereit sein, einen Mehrpreis zu bezahlen. Burgmer und Eico Frigemo arbeiten jetzt ein Konzept für eine kostengünstige Produktion aus. Bis Anfang Januar soll es bereit sein. Das Konzept wird Pasta Premium einem möglichen Handelspartner vorlegen. Dominik Thomas plant, das Projekt 2010 noch ins Rollen zu bringen. Bis die neuen Teigwaren auf den Markt kommen, rechnet er aber noch mit zwei Jahren Vorlaufzeit. lJULIA GURAN

Erstellt: 29.12.2009, 21:30 Uhr

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