Gemeinden befürchten einen Einzonungsstopp

Der Bundesrat will härter gegen die Zersiedelung vorgehen – und das Bundesrecht verschärfen. Thurgauer Gemeinden sind besorgt.

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Frauenfeld – Der neue Thurgauer Richtplan ist zwar noch nicht vom Bund, aber vom Grossen Rat genehmigt. Doch der Kanton muss wohl bald wieder über die Bücher. Der Bundesrat schlägt eine Verschärfung des Raumplanungsgesetzes vor, dies als Gegenvorschlag zur Landschafts-initiative der Umweltverbände. Einen grossen Teil erfülle der Thurgau bereits, sagt Baudirektor Jakob Stark. Er rechnet damit, dass die Richtplanüberarbeitung rund ein Jahr dauern würde. Den Umweltverbänden geht der Gegenvorschlag klar zu wenig weit. Aus anderem Grund sind auch die Gemeinden nicht erbaut. Neues Bauland würden künftig nur noch Gemeinden mit Zentrumsfunktion erschliessen können, sagt Roland Kuttruff, der Präsident des Gemeindeverbandes. Ländliche Gemeinden müssten sich auf Wohnzonen konzentrieren und könnten keine grösseren Firmen mehr ansiedeln. Als Alternative sieht Kuttruff die Umnutzung von bestehenden Bauten oder das verdichtete Bauen. Im Thurgau sind momentan rund 1600 Hektaren unüberbaute Bauzonen sowie 600 Hektaren Siedlungsreserven vorhanden. (hal) lSeite 11

Erstellt: 22.01.2010, 23:10 Uhr

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