Züblins Triumph über Hubmann

Am Super10Kampf besiegt Linda Züblin den OL-Weltmeister Daniel Hubmann. Damit beendet die Siebenkämpferin ihre Saison auf dem obersten Podestplatz. Hubmanns Chance, mit Gold abzuschliessen, kommt noch.

Während Linda Züblin bereits feiert, bringt Daniel Hubmann noch die letzten Meter hinter sich.

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Bild: Keystone

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Zürich – Auf den letzten Metern des Gladiatoren-Finals am Super10Kampf in Zürich kämpfen zwei Thurgauer gegeneinander um den Sieg. Die Leichtathletin Linda Züblin und der OL-Weltmeister Daniel Hubmann kriechen nebeneinander auf allen Vieren unter einem Netz hindurch dem Ziel entgegen. Züblin steht auf und läuft los. «Ich weiss nicht, ab wann ich vor Daniel Hubmann lag», meint die Riedterin. «Aber als schnelle, kräftige Athletin stand ich wahrscheinlich schneller auf als er.» Noch bevor Daniel Hubmann die letzten Meter einer Rampe hinter sich bringen konnte, jubelte die blonde Siegerin bereits. Ihn stört es jedoch nicht, von einer jungen Frau geschlagen zu werden. «Es ging um den Spass und das Mitmachen», so der Eschliker und freute sich mit dem Team über den zweiten Rang.

«Für mich war es eine Ehre, dabei zu sein», sagt Züblin, die wie Hubmann, zum erstenmal an einem Super10Kampf antrat. «Viele Legenden waren unter den Teilnehmern. Ich sehe mich selbst eher als kleiner Fisch.»

Noch eine Gold-Medaille

Für Linda Züblin markiert der Super10Kampf den Abschluss der Saison, für Daniel Hubmann nicht. Der Hinterthurgauer befindet sich momentan gerade in der Übergangsphase, zwischen der Wettkampfsaison und dem Wintertraining, und trainiert weniger als sonst. Trotzdem rechnet er sich an der Team-Schweizer-Meisterschaft im Orientierungslauf am Wochenende gute Chancen auf Gold aus. Der Weltstar startet mit seinem jüngeren Bruder Martin und mit David Schneider. «Es ist der Saisonausklang», meint Hubmann, der dieses Jahr beinahe jede Medaille mit nach Hause brachte, die man als Orientierungsläufer gewinnen kann. Ab Mitte November beginnt der Thurgauer mit dem Aufbautraining. «Anfang Dezember werde ich dann wieder den gewohnten Trainingsaufwand betreiben», plant der 26-Jährige.

Linda Züblin, deren Speerwurf mit 53,01 Metern an der WM in Berlin den Schweizer Rekord knackte, hat mit dem gewohnten Training bereits am Montag vor einer Woche begonnen. «Nun heisst es für mich bis Ende Jahr: Muskelkater», lacht die 22-jährige Siebenkämpferin. Züblin plant nicht nur, sechsmal in der Woche zu trainieren, sondern sucht auch nach einer Stelle im kaufmännischen Bereich in der Nähe ihres neuen Wohnortes Magglingen. Dass sie mit dem grossen Trainingsaufwand und der 50%-Anstellung überfordert sein könnte, glaubt die Athletin nicht. «Es fehlt mir sogar, nicht zu arbeiten.»

Am Morgen würde sie im Büro sitzen, danach hätte sie genug Zeit zu Essen und sich auszuruhen, weiss die quirlige Riedterin. Am Nachmittag würde sie ihre Sportschuhe anziehen und auf den Plätzen in Magglingen trainieren. Die Wochenenden plant sie im Thurgau zu verbringen, aber nicht ohne ihre Laufschuhe. «Am Samstag mache ich Lauftraining, dafür brauche ich ja keinen Trainer.» (ThurgauerZeitung)

Erstellt: 05.11.2009, 14:20 Uhr

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