Sugar sugar
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Nicht so heiss, nicht so schmerzhaft
Der Vorteil des Sugaring ist, dass die Haare wie beim Wachsen und Epilieren direkt aus der Wurzel entfernt werden. Nur ist das Sugaring nicht so schmerzhaft wie das zupfende Epilieren und nicht so heiss wie Haarentfernungswachs. Im Gegensatz zum Rasieren werden die Haare nicht an der Übergangsstelle zur Haut abgeschnitten. So wachsen sie weniger schnell nach und sind bis zu vier Wochen nicht sichtbar. Der einzige Nachteil bei Methoden, die an der Haarwurzel ansetzen, sind eingewachsene Haare, die rote Punkte oder kleine Pickel entstehen lassen. Durch häufiges Peelen der enthaarten Stellen kann die Entstehung vermindert werden, da die Hornhaut dadurch entfernt wird. (loa)
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Frauenfeld – Wenn der Sommer kommt, beginnt auch der ewige Kampf gegen die Körperbehaarung. Denn wenn man nicht gerade dem Hippiekult frönt oder sich sonst der Natur aufs Tiefste verbunden fühlt, möchte der Grossteil der Frauen ohne Haarkranz ums Bikinihöschen ins Wasser der Bassins, Flüsse und Seen springen. Darum wird fleissig rasiert, gewachst, epiliert oder eben gesugart.
Zucker statt Klinge
Angeblich hätten bereits die alten Ägypter gewusst, dass der Mix aus Wasser und Zucker mit einem Schuss Zitronensaft eine wohltuende Art und Weise der Haarentledigung sei. Besonders für die sensible Haut sei das Sugaring daher gut geeignet. Aus diesem Grund kam auch Rosita Addeo auf diese natürliche Art der Haarentfernung. «Mir tat einfach alles andere weh», sagt die Thundorferin. Sie hätte vom Rasieren Hautirritationen gekriegt, und das Wachsen war ihr zu heiss. Auf die Methode des Sugarings stiess sie zufällig. «Ich traf Jolanta Spray bei einer Tour durch Weinfelden», sagt Addeo. Spray sei eine Sugaring-Expertin aus England, die regelmässig Bara-Kurse in Weinfelden gibt – darum sei das Sugaring im Thurgau auch eine eher verbreitete Methode.
Bei Spray hat die 36-Jährige folglich auch ihr heutiges Handwerk gelernt. Die ehemalige kaufmännische Angestellte hätte jedoch nie gedacht, dass das Sugaring mal zu ihrem Hauptberuf werden würde. Doch durch zunehmende Aufträge bei ihr zu Hause entschied sie sich dazu, im vergangenen Sommer ein eigenes Studio in Frauenfeld zu eröffnen – die «Sugar Lounge». Und jetzt, da der Sommer kommt, nehme auch die Anfrage an der Entledigung der Schamhaare enorm zu.
Wie das geht: Erstmal unten rum ausziehen und sich im Evakostüm auf den Kosmetikstuhl legen. Dann wird gewaschen, damit die Haut frei von Fett und für das Sugaring bereit ist. Um die Haut zu trocknen, legt Addeo noch ein wenig Babypuder auf, und dann wird gesugart. Die honigfarbige Sugarmasse in der einen, spannt Addeo die Haut mit der anderen Hand. Der lauwarme Zuckerklumpen wird in kleinen Mengen auf die Haut gestrichen, «ratsch», und die störenden Haare sind für etwa vier Wochen weg.
Kein Ekel vor fremden Haaren
Wenn früher nur entlang des Bikinihöschens Haare entfernt wurden, sei heute beim Trimmen der Schamhaare der Brasilian Triangel und der Landing Stripe – hierbei wird ein Haarstreifen in individueller Breite und Länge vom Zucker verschont – in Mode. Und da Bikinihöschen immer knapper werden, gewinne, besonders bei jüngeren Frauen, auch der Brasilian Hollywood Cut zunehmend an Beliebtheit. Der Hollywood Cut beschreibt hierbei die komplette Haarentfernung im Intimbereich und ist in Los Angeles sehr verbreitet.
Ob sich Addeo nicht manchmal ekelt, mit blosser Hand und nur mit der Zuckermasse bewaffnet den fremden Haaren an den Kragen zu gehen? «Nein, das ist mein Beruf und wenn die Chemie stimmt, legen sich die ersten Hemmungen schnell.» Die einzige Grenze bei Addeo liegt beim Thema Intimsugaring und Mann. «Mir wäre das, ehrlich gesagt, zu unangenehm.» (ThurgauerZeitung)
Erstellt: 26.05.2009, 09:27 Uhr
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