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      <title>Ostschweiz - Thurgau - Romanshorn</title>
      <link>http://www.tagblatt.ch/</link>
      <description>St. Galler Tagblatt News</description>
      <language>de-DE</language>
      <pubDate>Fri, 25 May 2012 04:14:12 +0200</pubDate>
      <lastBuildDate>Fri, 25 May 2012 04:14:12 +0200</lastBuildDate>      <item>
         <pubDate>Fri, 25 May 2012 01:05:31 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Rudern bis nach Rotterdam  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2992377</link>
         <description><![CDATA[  Unm&ouml;glich, bis lebensgef&auml;hrlich sei es, mit einem Einer-Ruderboot bis nach Rotterdam zu rudern. Undenkbar in einem Skiff. Das waren die Reaktionen auf den Traum der Frau Gemeindeammann von Uttwil, Brigitte Kaufmann, einmal diese Strecke aus eigener Kraft zur&uuml;ckzulegen.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p>Unm&ouml;glich, bis lebensgef&auml;hrlich sei es, mit einem Einer-Ruderboot bis nach Rotterdam zu rudern. Undenkbar in einem Skiff. Das waren die Reaktionen auf den Traum der Frau Gemeindeammann von Uttwil, Brigitte Kaufmann, einmal diese Strecke aus eigener Kraft zur&uuml;ckzulegen. Doch sie hat ihren Traum verwirklicht: Nachdem sie die Strecke Rorschach-Basel mehrfach als Trainingsstrecke gerudert hatte, ist sie am Samstag, 21. April, in Basel zu ihrer Traumreise aufgebrochen. Nach knapp 1000 Kilometern R&uuml;ckw&auml;rtsfahren ist sie am Sonntag, 13. Mai - nach 17 Rudertagen und 5 Ruhetagen - in Rotterdam eingetroffen. (red.)</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2992377</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Thu, 24 May 2012 07:43:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Das Kino geht an einen Verein  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2991026</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Das Seilziehen um das Kino Modern ist entschieden. Die Gemeinde Romanshorn vermietet es per 1. Dezember dem Verein Feines Kino. Der bisherige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Nedaim Bilali hat das Kr&auml;ftemessen verloren.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>ROMANSHORN. Das Seilziehen um das Kino Modern ist entschieden. Die Gemeinde Romanshorn vermietet es per 1. Dezember dem Verein Feines Kino. Der bisherige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Nedaim Bilali hat das Kr&auml;ftemessen verloren.</b><br /><br /><p>Elf Jahre lang waren sie Partner. Dann gingen sie getrennte Wege. Am Schluss waren sie Konkurrenten.</p> <p>Ab 2001 zeigte die IG Feines Kino als Gast Studiofilme im Kino Modern. Nach Meinungsverschiedenheiten mit den Betreibern wichen die Filmfreunde Anfang Jahr in die Kanti-Aula aus, organisierten sich als Verein und bewarben sich schliesslich selber ums Kino. Gerne &uuml;bernommen h&auml;tte es auch der heutige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Nedaim Bilali.</p> <h4>Verein breiter abgest&uuml;tzt</h4> <p>Das Rennen gemacht hat der Verein. Die Gemeinde als Besitzerin der Liegenschaft schliesst mit ihm auf den 1. Dezember einen Mietvertrag f&uuml;r das Kino ab.</p> <p>Bilali erhielt gestern morgen den Bescheid, dass nach &uuml;ber 16 Jahren f&uuml;r ihn Ende November endg&uuml;ltig Schluss ist. &laquo;Ich bin &uuml;berrascht und sehr entt&auml;uscht zugleich&raquo;, sagt der 32-J&auml;hrige. Die Argumentation des Gemeinderates k&ouml;nne er nicht nachvollziehen. &laquo;F&uuml;r mich bricht eine Welt zusammen.&raquo;</p> <p>Die Beh&ouml;rde hat sich gem&auml;ss einer Mitteilung aus mehreren Gr&uuml;nden f&uuml;r den Verein und gegen Bilali entschieden, die beide ein Konzept vorlegen und pr&auml;sentieren mussten. &laquo;Einerseits ist es die breite Abst&uuml;tzung in der Bev&ouml;lkerung sowie verl&auml;ssliche und vorhandene Vereinsstrukturen, die f&uuml;r eine langfristige L&ouml;sung Gew&auml;hr bieten&raquo;, heisst es im Communiqu&eacute;. Andererseits habe das &laquo;detaillierte Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Kinokultur&raquo; den Ausschlag gegeben.</p> <p>Ob und in welcher Form sich die Gemeinde k&uuml;nftig am Kinobetrieb finanziell beteiligt, ist gem&auml;ss Gemeinderat Peter H&ouml;ltschi Gegenstand von Gespr&auml;chen. &laquo;Die Vertragsmodalit&auml;ten sollen in den n&auml;chsten Wochen geregelt werden&raquo;, heisst es in der Mitteilung.</p> <p>H&ouml;ltschi bedauert, dass es so weit kommen musste. &laquo;Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, dass wir uns eine einvernehmliche L&ouml;sung w&uuml;nschen.&raquo; Der Verein h&auml;lt eine Zusammenarbeit mit Bilali aber f&uuml;r unm&ouml;glich. Grund: Es fehle ihm an &laquo;Realit&auml;tssinn in bezug auf die Finanzen&raquo;, Fachkompetenz und ein vertrauensw&uuml;rdiges Verhalten.</p> <h4>Zwang zur Digitalisierung</h4> <p>Ausl&ouml;ser f&uuml;r den Wechsel im Kino ist der Zwang zur Digitalisierung. Die herk&ouml;mmlichen Filmrollen geh&ouml;ren bald der Vergangenheit an. In dieser Situation entschied der Gemeinderat, den Vertrag mit der bisherigen Betreiberin Rita Coradazzi (78) aufzul&ouml;sen und die Verh&auml;ltnisse neu zu regeln. &laquo;Ohne ihr grosses Engagement w&auml;re das kontinuierliche Kinoangebot in Romanshorn nicht m&ouml;glich gewesen&raquo;, bedankt sich der Gemeinderat bei ihr.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2991026</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 23 May 2012 01:04:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Die Schienen sind ein Problem  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2989146</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Drei Architekten und der Leiter Ortsplanung beim Kanton diskutierten am Montag mit Gemeindeammann David H. Bon &uuml;ber die Entwicklung von Romanshorn. Die Rede war von einem kleineren Hafen, einer besseren Verbindung zwischen Stadt und Wasser - und nat&uuml;rlich vom Bodan.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>ROMANSHORN. Drei Architekten und der Leiter Ortsplanung beim Kanton diskutierten am Montag mit Gemeindeammann David H. Bon &uuml;ber die Entwicklung von Romanshorn. Die Rede war von einem kleineren Hafen, einer besseren Verbindung zwischen Stadt und Wasser - und nat&uuml;rlich vom Bodan.</b><br /><br /><p>&laquo;Ich bedauere es ausserordentlich, dass diese Diskussion nicht schon vor drei Jahren stattgefunden hat. Dann w&auml;ren wir heute nicht in einer solch schwierigen Situation.&raquo; Diese Worte sagte der Romanshorner Architekt Werner Widmer am Schluss des Gespr&auml;ches zur Stadtentwicklung, zu dem Romanshorns Gemeindeammann David H. Bon am Montag eingeladen hatte.</p> <p>G&auml;ste von ihm waren neben Widmer Architekt und Berater Klauspeter N&uuml;esch, Matthias Gredig, Leiter Ortsplanung im kantonalen Raumplanungsamt, sowie Architektin Barbara Holzer, die der Jury f&uuml;r den Investorenwettbewerb &uuml;ber das Bodanareal angeh&ouml;rte.</p> <p>Widmer spielte mit seiner Aussage auf die Abstimmung vom 17. Juni zum Verkauf des Bodanareals an die Allreal an. Der Romanshorner Architekt ist einer der Wortf&uuml;hrer des Widerstandes. Seiner Meinung nach ist die geplante Wohn&uuml;berbauung das falsche Projekt, um Romanshorn vorw&auml;rts zu bringen. H&auml;tte die Beh&ouml;rde den Dialog mit der Bev&ouml;lkerung fr&uuml;hzeitig gesucht, w&auml;re heute eine bessere L&ouml;sung auf dem Tisch, war sich Widmer sicher.</p> <h4>&laquo;Bodan-Nein kein gutes Signal&raquo;</h4> <p>Eigentlich ging es in der Aula des Primarschulhauses Rebsamen gar nicht ums Bodanareal. Bon wollte mit seinen Gespr&auml;chspartnern ganz allgemein &uuml;ber die Entwicklungsm&ouml;glichkeiten von Romanshorn diskutieren. Fast zwangsl&auml;ufig kam dann aber die Vorlage zur Sprache, die in der Bev&ouml;lkerung derzeit viel zu reden gibt.</p> <p>Widmer zweifelte daran, dass mit Wohnungen am Bahnhof eine &laquo;lebendige Stadt&raquo; entsteht. &laquo;Es brauche an dieser Stelle eine multifunktionelle Nutzung.</p> <p>Holzer verteidigte das Projekt. &laquo;Es ist richtig, auf dem Bodanareal hochwertigen Wohnraum anzubieten, kombiniert mit Gewerber&auml;umlichkeiten.&raquo; In die H&ouml;he zu bauen, sieht sie eher nicht in Romanshorn. &laquo;Es gibt so viel Leerraum.&raquo;</p> <h4>&laquo;Balkan&raquo; der Schweiz</h4> <p>N&uuml;esch gab zu bedenken, dass ein Nein am 17. Juni kein gutes Signal nach aussen w&auml;re. &laquo;Das w&uuml;rde Romanshorn sicher nicht gut tun&raquo;, sagte der Berater im Bereich Bauentwicklung, der in die Stadt am Wasser gekommen war, &laquo;um hart&raquo; mit dem Publikum zu sein. F&uuml;r die institutionellen Anleger im Grossraum Z&uuml;rich, die er alle kenne, sei Romanshorn ebenso wie Arbon oder Rorschach &laquo;Balkan&raquo;. Es sei &laquo;sehr, sehr schwer&raquo;, sie dazu zu bewegen, im Osten Geld anzulegen. Und wenn man ihnen dann noch die kalte Schulter zeige, werde es sicher nicht leichter. &laquo;Wenn Sie nichts machen, serbelt Romanshorn&raquo;, sagte N&uuml;esch.</p> <p>Nicht gelten lassen wollte er die Kritik aus dem Publikum am Verkaufspreis des Bodanareals von 670 Franken pro Quadratmeter. &laquo;Das ist gut f&uuml;r die Ostschweiz.&raquo; Zu ber&uuml;cksichtigen sei zudem, dass Mietwohnungen gebaut werden sollen. &laquo;Bei Eigentumswohnungen ist der Ertrag 30 Prozent h&ouml;her.&raquo;</p> <p>Ein Vergleich mit der nahegelegenen Bahnh&ouml;fli-Liegenschaft, die sich die Raiffeisen-Pensionskasse im letzten Oktober f&uuml;r fast 2 Millionen Franken ersteigert hatte, verbietet sich nach Meinung von Bon. &laquo;1200 Franken pro Quadratmeter sind unverst&auml;ndlich.&raquo;</p> <h4>Wo ist das Zentrum?</h4> <p>Die Bedeutung der Bodanliegenschaft f&uuml;r Romanshorn beurteilten die Gespr&auml;chsteilnehmer von Bon ganz unterschiedlich. Widmer h&auml;lt die fast 4000 Quadratmeter Land im Besitz der Gemeinde f&uuml;r entscheidend im Hinblick auf die Entwicklung der Stadt am Wasser.</p> <p>F&uuml;r N&uuml;esch ist es dagegen falsch, alle Hoffnungen auf das Areal beim Bahnhof zu legen. &laquo;Es ist nicht der allerwichtigste Ort in Romanshorn.&raquo; Die Alleestrasse ist nach Meinung von N&uuml;esch das Zentrum. Eine &Uuml;berbauung des Bodanareals werde darum nicht reichen, um &laquo;gen&uuml;gend Schub&raquo; zu geben.</p> <p>Holzer pl&auml;dierte f&uuml;r eine Strategie der parallelen Schritte. Der Schl&uuml;ssel zum Erfolg liege in einer Vielfalt von Projekten. &laquo;Ich sehe durchaus auch tempor&auml;re Nutzungen, die nicht teuer sein m&uuml;ssen.&raquo; Wenn der Aufbruch gelingen solle, brauche es &laquo;Mut zu Experimenten.&raquo;</p> <p>F&uuml;r Gredig vom Raumplanungsamt ist die Erschliessung zentral, vor allem f&uuml;r den Fuss- und Langsamverkehr. Widmer und N&uuml;esch stimmten zu, schlossen aber auch Strasse und Schiene ein.</p> <p>Die guten Bahnverbindungen seien nicht nur ein Segen f&uuml;r Romanshorn, sondern auch ein Fluch, meinte Widmer. Denn durch die Gleise sei die Stadt vom Wasser abgeschnitten. &laquo;Das ist eines der schwierigsten Probleme. Eine L&ouml;sung zu finden, sei eine zentrale Herausforderung.</p> <h4>Den Hafen verkleinern</h4> <p>Dieser Meinung waren auch die anderen G&auml;ste von Bon. Romanshorn habe &laquo;unglaublich viele Qualit&auml;ten&raquo;, sagte Holzer. Ein grosses Plus sei vor allem der Seeanstoss.</p> <p>Stadt und Hafen n&auml;her zusammenzur&uuml;cken, wird aber nicht einfach sein. Ein &Uuml;bergang sei nicht attraktiv, eine grossz&uuml;gige Unterf&uuml;hrung schwierig zu realisieren, weil zwischen Schienen und See kaum Platz sei, gab N&uuml;esch zu verstehen. Sein Vorschlag, der Unterst&uuml;tzung aus dem Publikum erhielt: Den Hafen verkleinern oder das Ufer mit schwimmenden Plattformen vergr&ouml;ssern. Ohne Zustimmung des Bundes werde das nicht gehen, sagte Bon. Denn das Hafengebiet sei inklusive Schwung der Hafenmauer gesch&uuml;tzt. Den Einwand wollte er aber nicht als Appell verstanden haben, nichts zu probieren. &laquo;Wir m&uuml;ssen dranbleiben.&raquo;</p> <p>Wie realistisch die Ideen von N&uuml;esch sind, konnte Gredig vom Raumplanungsamt nicht sagen.</p> <p>Am idealsten w&auml;re gem&auml;ss N&uuml;esch eine ebenerdige Verbindung &uuml;ber die Gleise. Dem Vorschlag aus dem Publikum, die Schienen Richtung Kreuzlingen unter die Erde zu verlegen, konnte er aber nichts abgewinnen. Das sei viel zu teuer. Bei einem Doppelgleis in der Region Bern sei er auf Kosten von 120 Millionen Franken gekommen.</p> <p>F&uuml;r Bon sind die Gedankenspiele ein weiterer Beleg, dass sich Romanshorn ohne die SBB nicht entwickeln kann. &laquo;Wir m&uuml;ssen begreifen, dass sie unser wichtigster Partner sind.&raquo;</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2989146</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Tue, 22 May 2012 01:11:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Ein Mann will Gerechtigkeit  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2987616</link>
         <description><![CDATA[  SALMSACH. Der Salmsacher Alfred W&uuml;st hat sich mit Erfolg gegen Geb&uuml;hren der Gemeinde f&uuml;r die Regenwasserableitung gewehrt. Nicht gelungen ist es ihm bis jetzt, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Seine letzt Hoffnung ist der Grosse Rat.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>SALMSACH. Der Salmsacher Alfred W&uuml;st hat sich mit Erfolg gegen Geb&uuml;hren der Gemeinde f&uuml;r die Regenwasserableitung gewehrt. Nicht gelungen ist es ihm bis jetzt, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Seine letzt Hoffnung ist der Grosse Rat.</b><br /><br /><p>Alfred W&uuml;st steht kurz davor, den Glauben an die Justiz in der Schweiz ganz zu verlieren. Seine bisherigen Erfahrungen lassen ihn jetzt schon zum Schluss kommen: &laquo;Das ist reine Vetternwirtschaft.&raquo;</p> <p>Seit Jahren versucht W&uuml;st vergeblich, diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die ihm seiner Meinung nach &uuml;bel mitgespielt haben. Doch die Strafuntersuchung, die er sich so sehr w&uuml;nscht, ist bis heute nicht eingeleitet worden. Nichts hat der Salmsacher Unternehmer - ihm geh&ouml;rt die Ventilatorenfabrik Ventra Technik - unversucht gelassen, um zu seinem Recht zu kommen. Sogar ans Bundesgericht ist er wiederholt gelangt. Es hat alles nichts gen&uuml;tzt.</p> <p>W&uuml;st denkt aber nicht ans Aufgeben, weil er nicht glauben kann, dass so etwas m&ouml;glich ist in einem Land wie der Schweiz. &laquo;Wir sind doch keine Bananenrepublik.&raquo; Seine ganze Hoffnung ruht jetzt auf dem Grossen Rat, nachdem ihn alle Gerichte und auch der Regierungsrat entt&auml;uscht haben. &laquo;Es darf doch nicht sein, dass der Staat die B&uuml;rger so hintergehen kann&raquo;, sagt W&uuml;st. &laquo;Die Gesetze gelten doch f&uuml;r alle.&raquo;</p> <h4>Streit um Wattgraben</h4> <p>Die Leidensgeschichte von Alfred W&uuml;st beginnt kurz vor Weihnachten im Jahr 2008. Er erh&auml;lt zuerst einen Brief von der Gemeinde und dann Rechnungen im Betrag von gegen 5000 Franken. Es sind Geb&uuml;hren in Form sogenannter Fl&auml;chenbeitr&auml;ge f&uuml;r das Regenwasser, das er beziehungsweise seine Firma 2007 und 2008 in den Wattgraben eingeleitet haben. Das Gew&auml;sser sei abwassertechnisch eine Art Kanalisation, l&auml;sst ihn die Gemeinde wissen, die den Sachverhalt ohne Wissen von W&uuml;st abkl&auml;ren liess und sogar die Gerichte bem&uuml;hte. Denn das Departement f&uuml;r Bau und Umwelt hatte den Wattgraben in einem ersten Entscheid als Bach eingestuft, was der Gemeinde gar nicht gefiel, weil sie in diesem Fall leer ausgegangen w&auml;re. Sie h&auml;tte keine Fl&auml;chenbeitr&auml;ge von W&uuml;st erheben k&ouml;nnen.</p> <p>Dieser h&auml;lt die Rechnungen der Gemeinde f&uuml;r einen schlechten Witz, weil er nicht verstehen kann, warum der Wattgraben kein Bach sein soll. Er legt zuerst Beschwerde ein und erreicht schliesslich, dass das Verwaltungsgericht im Januar 2010 auf seinen fr&uuml;heren Entscheid zur&uuml;ckkommt und das Urteil revidiert: Es weist den Fall zur Neubeurteilung zur&uuml;ck ans Departement f&uuml;r Bau und Umwelt, das im Fr&uuml;hling 2011 den Wattgraben zum Bach erkl&auml;rt, was das Verwaltungsgericht im Rekursverfahren abschliessend best&auml;tigt. Die urspr&uuml;nglichen Forderungen der Gemeinde gegen&uuml;ber W&uuml;st sind damit hinf&auml;llig. Alles in allem muss er fast 9000 Franken weniger zahlen.</p> <h4>Neuer Plan taucht auf</h4> <p>Die Kehrtwende hat damit zu tun, dass der Salmsacher Unternehmer einen zweiten Plan beibringt, der einem ersten widerspricht und den die Richter beziehungsweise der Kanton f&uuml;r glaubw&uuml;rdiger halten. Gezeichnet hat ihn dasselbe Ingenieurb&uuml;ro fast zur gleichen Zeit wie den ersten Plan im Zusammenhang mit dem Bau einer Regenwasserleitung. Der Unterschied besteht in der Gr&ouml;sse des Einzugsgebiets des Wattgrabens: Statt 3,3 Hektaren wie im ersten, dem Verwaltungsgericht anf&auml;nglich als Entscheidungsgrundlage dienenden Plan sind es in der neu aufgetauchten Version &uuml;ber 10 Hektaren. Fr&uuml;here Berechnungen aus dem Jahr 2001 st&uuml;tzen diese Zahl. Die Differenz ist entscheidend: Das Einzugsgebiet ist ein wesentliches Kriterium im Hinblick auf die Frage, ob es ein Bach ist oder nicht. Als Minimum gilt eine Fl&auml;che von drei bis f&uuml;nf Hektaren.</p> <h4>W&uuml;st wittert Betrug</h4> <p>W&uuml;st ist sicher: Die Gemeinde und das beteiligte Ingenieurb&uuml;ro haben bewusst einen Plan mit einem zu kleinen Einzugsgebiet verwendet, um bei ihm Fl&auml;chenbeitr&auml;ge eintreiben zu k&ouml;nnen. Er reicht darum bereits im November 2009 gegen den damaligen Gemeindeammann, den Gemeinderat und dessen Rechtsberater, den Chef des Ingenieurb&uuml;ros und die Mitglieder des Verwaltungsgerichts inklusive Gerichtsschreiber Strafanzeige ein wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch, Urkundenf&auml;lschung, Betrug und Beihilfe zum Betrug. W&uuml;st nimmt das Verwaltungsgericht ins Visier, weil dieses seiner Meinung nach h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass der Plan mit 3,3 Hektaren falsch gewesen ist. Der Kanton habe in seinem sp&auml;ter angefochtenen Entscheid auf die Berechnungen aus dem Jahr 2001 ausdr&uuml;cklich hingewiesen, wonach das Einzugsgebiet des Wattgraben zehn Hektaren gross sei.</p> <h4>Es wird kein Verfahren er&ouml;ffnet</h4> <p>Das Bezirksamt l&auml;sst sich bei den Ermittlungen Zeit. Im September 2010, also nach zehn Monaten, reisst W&uuml;st der Geduldsfaden. Er reicht bei der Anklagekammer Aufsichtsbeschwerde wegen Verschleppung der Strafanzeige ein. Kurze Zeit sp&auml;ter erl&auml;sst das Bezirksamt eine sogenannte Nichtanhandnahmeverf&uuml;gung. Es will also die Akten schliessen mit der Begr&uuml;ndung, alles sei bloss ein Irrtum gewesen.</p> <p>Bei den Mitgliedern des Verwaltungsgerichts sei &laquo;nicht ann&auml;hernd ein strafbares Verhalten&raquo; ersichtlich, heisst es im Entscheid vom Oktober 2010. Das Ingenieurb&uuml;ro k&ouml;nne nicht wegen Amtsmissbrauch belangt werden, und wo die Gemeinde beziehungsweise der Kanton Pflichten verletzt haben sollen, kann das Bezirksamt ebenfalls nicht erkennen. Auch in bezug auf die Urkundenf&auml;lschung sieht es keinen Ansatzpunkt. &laquo;Es ist kein Motiv ersichtlich&raquo;, heisst es in der Verf&uuml;gung. Wegen Betrugs zu ermitteln, sei ebenfalls der M&uuml;he nicht wert. Der Plan mit dem kleinen Einzugsgebiet sei &laquo;h&ouml;chstens eine einfache L&uuml;ge&raquo;, die aber &laquo;sehr einfach&raquo; entlarvt werden k&ouml;nne und deshalb nicht strafbar sei.</p> <p>Das Bezirksamt findet deutliche Worte an die Adresse von W&uuml;st. Es gehe nicht an, nach verwaltungsrechtlichen Streitigkeiten noch &laquo;einen strafrechtlichen Rundumschlag zu starten&raquo;. Werde versucht, mit Globalanschuldigungen gegen s&auml;mtliche beteiligten Personen ein Strafverfahren anzustossen, &laquo;so wird die Grenze zum Rechtsmissbrauch mehr als geritzt und das Strafrecht zweckwidrig instrumentalisiert&raquo;.</p> <h4>&laquo;Ich bin kein Querulant&raquo;</h4> <p>W&uuml;st ist &uuml;ber die Massregelung emp&ouml;rt. &laquo;Ich bin kein Querulant&raquo;, stellt er klar. Dass die Verantwortlichen nicht belangt werden sollen, will er nicht akzeptieren. W&uuml;st legt Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft ein, die den Entscheid des Bezirksamtes aber sch&uuml;tzt. Er gelangt in der Folge an die Anklagekammer, das ab 2011 zust&auml;ndige Obergericht, das Bundesgericht und im Rahmen einer Aufsichtsbeschwerde an das zust&auml;ndige Departement f&uuml;r Justiz und Sicherheit beziehungsweise den Regierungsrat - doch &uuml;berall blitzt er ab.</p> <h4>&laquo;Niemand f&uuml;hlt sich zust&auml;ndig&raquo;</h4> <p>Niemand will der Staatsanwaltschaft Beine machen. W&uuml;st versucht es wieder und wieder, alle lassen ihn aber ins Leere laufen. &laquo;Niemand f&uuml;hlt sich f&uuml;r die Aufsicht der Gerichte zust&auml;ndig&raquo;, sagt W&uuml;st. Dabei habe er sich genau an den Weg gehalten, den die Verfassung vorschreibe.</p> <p>Zuletzt belehrt ihn der Regierungsrat eines Besseren. Es stehe ihm als Exekutivorgan nicht zu, &laquo;die Beurteilung der richterlichen Beh&ouml;rden in Frage zu stellen&raquo;, teilt der Staatsschreiber W&uuml;st mit. Dieser versteht die Welt nicht mehr. Vor allem deshalb, weil der Regierungsrat ihn f&uuml;r eine Beschwerde an das Bundesgericht verweist.</p> <h4>Strafanzeige gegen Richter</h4> <p>Weil sich alle querstellen, reicht W&uuml;st Strafanzeige gegen den zust&auml;ndigen Staatsanwalt, den zust&auml;ndigen Untersuchungsrichter und den zust&auml;ndigen Oberrichter ein wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch, Unterschlagung von Beweismitteln, Verfahrensmissbrauch, Beg&uuml;nstigung und ungetreue Amtsf&uuml;hrung.</p> <p>Der Generalstaatsanwalt h&auml;lt die Anzeige f&uuml;r &laquo;haltlos&raquo;, weil kein strafbares Verhalten der betroffenen Personen erkennbar sei. Er l&auml;sst W&uuml;st wissen, dass f&uuml;r ihn die Sache &laquo;ein f&uuml;r alle Mal&raquo; erledigt sei und er auf neue Begehren nicht mehr reagieren werde. Die Angelegenheit sei &laquo;offensichtlich strafrechtlich irrelevant beziehungsweise rechtskr&auml;ftig durch das Bundesgericht entschieden&raquo;. Diese Darstellung bestreitet W&uuml;st vehement. &laquo;Die Richter in Lausanne sind auf meine Eingabe nicht eingetreten.&raquo; Das Verfahren sei deshalb weiter offen, was der Regierungsrat allerdings als &laquo;irrige Auffassung&raquo; bezeichnet. Auch der angeschuldigte Staatsanwalt und das Obergericht teilen W&uuml;st mit, dass sie in dieser Sache k&uuml;nftig keine Korrespondenz mehr f&uuml;hren werden.</p> <h4>Grosser Rat soll es richten</h4> <p>Was Alfred W&uuml;st am meisten w&uuml;tend macht: &laquo;Man geht &uuml;berhaupt nicht auf meine vorgebrachten Beweise ein, sondern versteckt sich hinter formaljuristischen Ausreden.&raquo; Alle w&uuml;rden sich aus der Verantwortung stehlen. &laquo;Mir hat noch niemand einen Beweis vorgelegt, dass der falsche Plan keine Urkundenf&auml;lschung ist&raquo;, sagt W&uuml;st. Er versteht deshalb das Katz-und-Maus-Spiel nicht. &laquo;Wenn alles tats&auml;chlich mit rechten Dingen abgelaufen ist, m&uuml;sste doch niemand die Strafuntersuchung f&uuml;rchten.&raquo; Sein Verdacht: &laquo;Es ist alles ein abgekartetes Spiel.&raquo;</p> <p>W&uuml;st unternimmt jetzt im Rahmen des Aufsichtsbeschwerde-Verfahrens einen letzten Versuch, um die Nichtanhandnahmeverf&uuml;gung des Bezirksamtes aus dem Jahr 2010 aufzuheben. Er ruft den Grossen Rat an, ein Machtwort zu sprechen. Der Unternehmer schreibt alle 130 Mitglieder des Kantonsparlaments pers&ouml;nlich an und stellt ihnen den Schriftverkehr der letzten Jahre elektronisch zur Verf&uuml;gung - es sind fast 300 Seiten. Seine Hoffnung: dass die Strafuntersuchung doch noch eingeleitet wird. &laquo;Es w&auml;re doch so einfach&raquo;, sagt W&uuml;st.</p> <p>Hat er auch beim Grossen Rat kein Gl&uuml;ck, &laquo;wird es schwierig&raquo;, ist er sich bewusst. Doch so weit will er noch gar nicht denken. &laquo;Die Hoffnung stirbt zuletzt.&raquo;</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2987616</guid>
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            <item>
         <pubDate>Mon, 21 May 2012 01:04:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Ein Jugendlokal im «Volksgarten»  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2986635</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Im Johannestreff stellen 22 Kantonssch&uuml;ler &uuml;ber Nacht ein Betriebskonzept und einen Businessplan f&uuml;r einen Jugendclub im ehemaligen &laquo;Volksgarten&raquo; auf die Beine. Bei einer strategischen &Uuml;bung waren sie hart gefordert.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>Im Johannestreff stellen 22 Kantonssch&uuml;ler &uuml;ber Nacht ein Betriebskonzept und einen Businessplan f&uuml;r einen Jugendclub im ehemaligen &laquo;Volksgarten&raquo; auf die Beine. Bei einer strategischen &Uuml;bung waren sie hart gefordert.</b><br /><br /><p>ROMANSHORN. Dem Herrn in der hinteren Reihe platzt der Kragen. &laquo;Ich h&ouml;re hier von M&uuml;ll, Alkohol, Drogen, Konflikten, und Sie glauben, dass Sie das in den Griff bekommen? Finden Sie das nicht ein bisschen blau&auml;ugig? Die Wut richtet sich gegen das geplante Projekt von &laquo;VereinT Romanshorn&raquo;, das Jonas Streule und Nicolas Leimbacher gerade auf einer Pressekonferenz pr&auml;sentieren. Ihr Ziel: den bauf&auml;lligen &laquo;Volksgarten&raquo; in einen gutbesuchten Jugendclub mit Alkoholausschank zu verwandeln. Das Konzept steht, der Businessplan ist abgesegnet. Doch jetzt gibt es &Auml;rger und viele offene Fragen - und das nach 33 Stunden ohne Schlaf.</p> <h4>Eine Aufgabe, mehrere Rollen</h4> <p>&laquo;VereinT Romanshorn&raquo;, &laquo;Red Bull Treff&raquo; oder &laquo;Havanna Club&raquo;: Drei Teams k&auml;mpfen seit dem Vortag darum, den &laquo;Volksgarten&raquo; wieder mit Leben zu f&uuml;llen. Hausbesitzer Otto Gantenbein hatte das Angebot abends um 22 Uhr vorgelegt und seine Unterschrift an die Bedingung gekn&uuml;pft, bis zum n&auml;chsten Tag ein funktionierendes Konzept zu erhalten.</p> <p>Ob Gantenbein oder Gsell, ob Heimatsch&uuml;tzer Dudli oder Feuerwehrchef Hofmeister - hinter all diesen Rollen steckt eine Person: Felix Meier, der seine Kantisch&uuml;ler mit zahlreichen St&ouml;rfeuern aus dem Konzept zu bringen versucht. Gemeinsam mit Klara H&uuml;bner, Assistentin an der Uni Freiburg, betreut er die &laquo;strategische &Uuml;bung&raquo;, die in eine fingierte Pressekonferenz m&uuml;ndet. Echt sind nur die Journalistin und ein Vertreter der Thurgauer Kantonalbank, der morgens ins Johannestreff gekommen war, um die Businesspl&auml;ne zu &uuml;berpr&uuml;fen.</p> <p>&laquo;Um drei Uhr war bei mir der Ofen aus&raquo;, berichtet Patrick Phung. &laquo;Anfangs lief alles wie geschmiert&raquo;, best&auml;tigen die Teammitglieder Christian Sgier und Andreas Zampelli. &laquo;Beim Finanzierungsplan hatten wir dann aber Probleme und konnten mitten in der Nacht keine Hilfe holen.&raquo; F&uuml;r Aufregung sorgte auch das Verschwinden eines Teammitglieds. Ausgerechnet der Koordinator und Kopf der Gruppe war pl&ouml;tzlich nicht mehr aufzufinden. &laquo;Wir hatten Angst, dass er entf&uuml;hrt wurde&raquo;, erz&auml;hlen die drei, die sofort eine Verschw&ouml;rung vermuteten. Tats&auml;chlich hatte der &laquo;Vater&raquo; (Felix Meier) angerufen und seinen Sohn heimzitiert.</p> <h4>Der M&uuml;digkeit getrotzt</h4> <p>Tags drauf sind alle Strapazen vergessen und die Gruppe stolz, dass sie die Aufgabe gemeistert hat. F&uuml;r Sgier die gr&ouml;sste Genugtuung: das &laquo;System Meier&raquo; geschlagen zu haben. &laquo;Der nimmt uns n&auml;mlich im Unterricht richtig ran&raquo;, erkl&auml;rt er, doch diesmal h&auml;tten sie einige seiner &laquo;fiesen Tricks&raquo; durchschaut.</p> <p>Auch Nicolas Leimbacher ist zufrieden, dass er der M&uuml;digkeit getrotzt und dem Druck standgehalten hat. &laquo;Auch unser Team hat funktioniert&raquo;, findet Leimbacher, bei manchem habe allerdings die Motivation ein wenig gefehlt. Die hartn&auml;ckigen Fragen wegen des geplanten Alkoholausschanks h&auml;tten ihn zwar etwas aus dem Tritt gebracht. &laquo;Ich k&ouml;nnte mir aber schon vorstellen, dass unser Konzept tats&auml;chlich funktioniert.</p> <h4>Simulation und Realit&auml;t</h4> <p>&laquo;Je l&auml;nger eine solche &Uuml;bung dauert, desto mehr verschmelzen Simulation und Realit&auml;t&raquo;, erl&auml;utert Klara H&uuml;bner und berichtet von einer Gruppe, die morgens losgezogen sei, um den &laquo;Volksgarten&raquo; unter die Lupe zu nehmen. &laquo;Ich glaube, die h&auml;tten das Ding gekauft.&raquo; H&uuml;bner und Meier waren erstaunt, wie reibungslos die Nacht ablief. Teils fussten nach Felix Meiers Ansicht die Erfolge zwar auf Zufall, getreu dem Motto: &laquo;Wir wissen zwar nicht, was wir tun, aber hoffen, es ist das Richtige.&raquo; Dennoch h&auml;tten alle am Schluss etwas Brauchbares vorzuweisen gehabt. Der &laquo;Havanna Club&raquo; wartete sogar mit einer echten Internetseite und druckf&auml;higen Memberkarten auf. &laquo;Wenn man sie von der Leine l&auml;sst, erstaunen sie mich immer wieder&raquo;, lobt Meier seine Sch&uuml;ler,</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2986635</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Sat, 19 May 2012 10:58:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Schmidhauser AG baut ein «T»  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2984889</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Die Lenze-Gruppe investiert 8,2 Millionen Franken in einen Erweiterungsbau ihrer Tochterfirma Schmidhauser AG. Nach der Fertigstellung ist das Geb&auml;ude dreimal so gross wie bisher. Bis 2022 sollen doppelt so viele Mitarbeiter besch&auml;ftigt werden.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>ROMANSHORN. Die Lenze-Gruppe investiert 8,2 Millionen Franken in einen Erweiterungsbau ihrer Tochterfirma Schmidhauser AG. Nach der Fertigstellung ist das Geb&auml;ude dreimal so gross wie bisher. Bis 2022 sollen doppelt so viele Mitarbeiter besch&auml;ftigt werden.</b><br /><br /><p>Die Lenze-Gruppe glaubt an den Wirtschaftsstandort Romanshorn: Sie investiert 8,2 Millionen Franken in den Erweiterungsbau ihrer Tochterfirma Schmidhauser AG. Das rechteckige Geb&auml;ude an der Oberen Neuhofstrasse wird gegen Norden und gegen Westen erweitert und damit das Geb&auml;ude zu einem T wachsen. Die Fl&auml;che des Geb&auml;udes wird von 1500 auf 4790 Quadratmeter vergr&ouml;ssert.</p> <h4>Dreimal so gross</h4> <p>&laquo;Im Moment sind wir noch bei der Hydrel eingemietet. In diesen B&uuml;ros mit insgesamt 600 Quadratmetern arbeiten rund 10 Mitarbeiter&raquo;, sagt Kurt Raymann, stellvertretender Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Schmidhauser AG. Eine Erweiterung sei also notwendig. Doch die Schmidhauser AG erweitert ihren Sitz nicht nur um diese 600 Quadratmeter, sondern gleich soweit, dass das doppelte an Mitarbeitern Platz haben wird, als heute angestellt sind. &laquo;Wir wollen bis in zehn Jahren 120 Personen besch&auml;ftigen&raquo;, sagt Raymann. Heute hat die Firma etwas &uuml;ber 60 Mitarbeiter.</p> <p>Die Schmidhauser AG sei seit 2006 gewachsen. &laquo;Vorher haben wir vor allem in der Entwicklung der Antriebstechnik gearbeitet. Nun haben wir unseren Kompetenzbereich ausgeweitet&raquo;, sagt Raymann. Die Schmidhauser AG k&uuml;mmert sich heute neben der Entwicklung auch um das Marketing, den After Sale Service und die Serieneinf&uuml;hrung. Vor allem im Produktmanagement will das Unternehmen wachsen. Aus diesem Grund werden im Erweiterungsbau vorwiegend B&uuml;ros und Labors eingerichtet. Aber auch Schulungs- und Videokonferenzr&auml;ume finden ihren Platz. &laquo;Am Anfang werden wir die R&auml;ume des Neubaus noch nicht selber belegen&raquo;, sagt Raymann. Daher werden die R&auml;ume vermietet. &laquo;Am liebsten an junge, innovative Unternehmen.&raquo; Es spiele aber keine Rolle, aus welcher Branche diese Unternehmen seien.</p> <p>Im Untergeschoss entsteht eine Testhalle. Dar&uuml;ber werden 75 Parkpl&auml;tze gebaut. &laquo;Wir brauchen nicht f&uuml;r jeden Mitarbeiter einen Parkplatz. Viele kommen mit dem Velo oder mit dem Zug.&raquo; Denn viele der Mitarbeiter lebten in der n&auml;heren Umgebung.</p> <h4>Umweltfreundlicher Bau</h4> <p>Der Erweiterungsbau wird wie das heutige Geb&auml;ude im Minergiestandard errichtet. Acht Erdsonden seien bereits gelegt worden. &laquo;Wir werden die Abw&auml;rme, die aus unserem Betrieb entsteht, zum Heizen nutzen&raquo;, sagt Raymann. Im Sommer werden keine Klimaanlagen f&uuml;r eine angenehme Temperatur in den B&uuml;ros sorgen, sondern ein Free Cooling System. &laquo;Die warme Luft wird einfach abgef&uuml;hrt und mit dieser W&auml;rmeenergie die Erdsonden regeneriert&raquo;, sagt Raymann. Die Temperaturen in den B&uuml;ros k&ouml;nnten zwar so auch mal auf 27 Grad steigen. &laquo;Aber das ist ein Bereich, der das Arbeiten noch erlaubt.&raquo;</p> <p>Am 24. Mai ist Spatenstich. Im November 2013 sollen die neuen B&uuml;ror&auml;ume bezogen werden.</p> <h4>Schweizer Know-how</h4> <p>Die Schmidhauser AG hat im vergangenen Jahr ihr 25-Jahr-Jubil&auml;um gefeiert. Die Firma entwickelt elektrische Antriebe f&uuml;r Industrie-Unternehmen wie die Automobilindustrie, Verteilzentren und Logistik-Firmen. Seit 2006 ist die Schmidhauser AG enorm gewachsen, wie Kurt Raymann sagt. In Romanshorn wirkt das Unternehmen seit 11 Jahren. Damals waren lediglich 30 Mitarbeiter besch&auml;ftigt. Die Mitarbeiter seien zu 80 Prozent Schweizer. &laquo;Wir profitieren von den Fachhochschulen in der Umgebung wie Buchs, St. Gallen, Rapperswil, Winterthur und der ETH Z&uuml;rich&raquo;, sagt Raymann. Das Know-how, das in der Region vorhanden sei und jenes, das sich die Firma in den vergangenen 25 Jahren angeeignet habe, sei unersetzlich. &laquo;Auch wenn uns der starke Franken zusetzt, den Sitz ins Ausland zu verlegen lohnt sich nicht.&raquo;</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2984889</guid>
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            <item>
         <pubDate>Fri, 18 May 2012 07:10:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Freisinnige für Bodan-Projekt  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2983473</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Die FDP sagt einstimmig Ja zum Verkauf des Bodanareals an einen privaten Investor. Die Partei bef&uuml;rwortet auch den Bau eines Parkhauses mit 120 &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>ROMANSHORN. Die FDP sagt einstimmig Ja zum Verkauf des Bodanareals an einen privaten Investor. Die Partei bef&uuml;rwortet auch den Bau eines Parkhauses mit 120 &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen.</b><br /><br /><p>Das Resultat war zwar eindeutig. Es gab aber durchaus auch kritische Stimmen am Montag an der Parteiversammlung der FDP. Gemeinderat Markus Fischer und Gemeindeammann David H. Bon konnten die Bedenken gegen&uuml;ber der Vorlage vom 17. Juni jedoch entkr&auml;ften.</p> <p>Eine Frage war, ob der Gestaltungsplan aus dem Jahr 2001 als Grundlage f&uuml;r die geplante &Uuml;berbauung nicht veraltet sei, worauf die Gegner der Vorlage immer wieder hinweisen. Er stamme tats&auml;chlich &laquo;aus einer anderen Zeit&raquo;, r&auml;umte Bon ein. Und trotzdem sei es richtig, auf ihm aufzubauen, erkl&auml;rte Fischer. &laquo;Der heutige Gestaltungsplan ist der Garant daf&uuml;r, dass z&uuml;gig etwas umgesetzt werden kann.&raquo;</p> <h4>Es droht lange Planung</h4> <p>Wer nach einem neuen Gestaltungsplan rufe, m&uuml;sse sich bewusst sein, dass damit Zeit verloren gehe, sagte Bon. &laquo;Dann geht das Planungsspiel los.&raquo; Je nachdem, wie viel baulicher Spielraum geschaffen werden soll, w&auml;re gem&auml;ss Bon zus&auml;tzlich eventuell auch eine Zonenplan&auml;nderung n&ouml;tig. In einem solchen Fall w&uuml;rden sicher zehn bis zw&ouml;lf Jahre vergehen, bis ein Investor mit dem Bauen beginnen k&ouml;nnte, rechnete Bon vor.</p> <p>Gemeinderat Fischer ist skeptisch, dass mit neuen, grossz&uuml;gigeren Spielregeln f&uuml;r die &Uuml;berbauung des Bodanareals viel gewonnen w&auml;re. &laquo;Ich bin mir nicht sicher, ob beispielsweise ein Hochhaus an dieser Lage wirklich die bessere L&ouml;sung w&auml;re.&raquo; Nicht von ungef&auml;hr rate eine Studie davon ab.</p> <p>Das vorliegende Projekt des Architekten Max Dudler mit Wohnungen und gewerblicher Nutzung im Erdgeschoss m&uuml;sse sich nicht verstecken, sagte Fischer. Es sei das Beste, was unter den heutigen Bedingungen machbar sei. &laquo;Wir vergeben uns damit auch nichts&raquo;, so Bon. &laquo;Es wird kein Pr&auml;judiz geschaffen.&raquo;</p> <h4>Parkpl&auml;tze kein Gesch&auml;ft</h4> <p>Zu reden gaben auch die geplanten 120 &ouml;ffentlichen Parkpl&auml;tze. Die Gemeinde will zwar 3,86 Millionen Franken daf&uuml;r investieren, den Betrieb aber der Allreal &uuml;berlassen. Das verstehe er nicht, wandte sich ein FDP-Mitglied an Bon.</p> <p>Es sei ihnen geraten worden, die Finger vom Betrieb zu lassen, antworte der Gemeindeammann. Denn es k&ouml;nne Jahre gehen, bis die Anlage rentiere. &laquo;Wir wollten das Risiko nicht tragen.&raquo; Die Gemeinde habe aber umgekehrt die Sicherheit, dass die Parkpl&auml;tze der &Ouml;ffentlichkeit auf alle Zeiten erhalten bleiben w&uuml;rden, weil es einen entsprechenden Eintrag im Grundbuch gebe. &laquo;Es kann nichts passieren&raquo;, sagte Bon.</p> <p>Zudem w&uuml;rde die Tiefgarage der Gemeinde die M&ouml;glichkeit geben, die Verkehrsprobleme in der Kernzone und im Hafengebiet anzugehen.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2983473</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Fri, 18 May 2012 07:09:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  «Falsche Kleidung, richtiger Job»  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2983497</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Beim Berufswahlparcours konnten Romanshorner Sekundarsch&uuml;ler in 50 Betrieben verschiedene Berufe kennenlernen. Manche wissen nun, was sie lernen wollen. Andere suchen noch weiter nach ihrem Traumberuf.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>ROMANSHORN. Beim Berufswahlparcours konnten Romanshorner Sekundarsch&uuml;ler in 50 Betrieben verschiedene Berufe kennenlernen. Manche wissen nun, was sie lernen wollen. Andere suchen noch weiter nach ihrem Traumberuf.</b><br /><br /><p>G&uuml;nay C&ouml;teloglu bet&auml;tigt vorsichtig den Dosierhebel der Farbflasche. &laquo;Das reicht noch nicht&raquo;, erkl&auml;rt Franzisca H&auml;ttenschwiler und deutet auf die Anzeige der Feinwaage. G&uuml;nay gibt mehr Farbe dazu - und schon sind es f&uuml;nf Gramm zu viel f&uuml;r die gew&uuml;nschte Mischung. Mit Yannic Baldauf und Manh Ilao Tran schnuppert der 15-J&auml;hrige bei der Garage Meier in Egnach in den Beruf des Carrosserie-Lackierers. Soeben hat er gelernt, dass es daf&uuml;r viel Feingef&uuml;hl braucht. &laquo;Nicht so schlimm&raquo;, tr&ouml;stet ihn Franzisca H&auml;ttenschwiler, &laquo;Wir haben ja nur ge&uuml;bt.&raquo; Die zierliche junge Frau steht im vierten Lehrjahr und zeigt den Sch&uuml;lern die Aufgaben in ihrer Abteilung.</p> <p>Auch beim Lackieren mit der Spritzpistole und dem sp&auml;teren Polieren geht G&uuml;nay C&ouml;teloglu behutsam zu Werke. Ab und zu pr&uuml;ft er Jeans und T-Shirt. &laquo;Ich glaube, ich habe die falsche Kleidung an&raquo;, gesteht der Sekundarsch&uuml;ler, w&auml;hrend er aus sicherer Entfernung seinen Kameraden beim Sprayen zuschaut. &laquo;Falsche Kleidung, aber richtiger Job&raquo;: So lautet G&uuml;nays Fazit nach dem Besuch bei der Garage Meier. Manh und Yannic h&auml;tten hingegen &laquo;lieber mit Motoren&raquo; zu tun. Nachmittags werden sie bei der Stutz AG vorbeischauen und Ausbildungsm&ouml;glichkeiten auf dem Bau kennenlernen.</p> <h4>Gem&uuml;se schnippeln geh&ouml;rt dazu</h4> <p>Bei Stefan F&auml;ssler haben sich nur zwei Sch&uuml;ler angemeldet. W&auml;hrend Michele Bignitter noch unsicher in seiner Berufswahl ist, weiss Natascha Thalmann, dass sie G&auml;rtnerin lernen will. &laquo;Entweder Landschafts- oder Gem&uuml;seg&auml;rtnerin&raquo;, sagt die 15-J&auml;hrige. &laquo;Ich war schon bei B&ouml;tsch, da hat es mir gut gefallen. Heute nachmittag gehe ich zu Breitenbach.&raquo; Natascha z&auml;hlt auf, worauf es in der G&auml;rtnerei ankommt: &laquo;Mathe und Geo, da bin ich ganz gut, ausserdem Chemie und Physik.&raquo;</p> <p>Stefan F&auml;sslers erster Gang f&uuml;hrt die Besucher nicht zu den Gew&auml;chsh&auml;usern, sondern an den Computer, um den Wetterbericht abzurufen und den Wasserbedarf f&uuml;r die Pflanzen abzusch&auml;tzen. &Uuml;ber das Internet verkauft F&auml;ssler auch sein Gem&uuml;se an die Superm&auml;rkte. &laquo;Das Spektrum in diesem Beruf ist riesig&raquo;, sagt der G&auml;rtnereichef, &laquo;das geht von der Bedienung grosser Maschinen in der Freilandg&auml;rtnerei &uuml;ber die Anleitung von Hilfskr&auml;ften bis zum Schnippeln und Verpacken von Gem&uuml;se f&uuml;r einen Hofladen. Deshalb teilen wir die Ausbildung auf in 1,5 Jahre Gem&uuml;seg&auml;rtnerei und 1,5 Jahre im Freilandbetrieb.&raquo;</p> <p>Die Erfahrung, dass viele Bewerber die Anforderungen im gew&uuml;nschten Beruf untersch&auml;tzen, hat Mario Pfomann gemacht, der bei der Garage Meier die Carrosserie-Abteilung leitet. &laquo;Handwerkliches Geschick und gute Mathematikkenntnisse&raquo; nennt er als Voraussetzungen f&uuml;r einen guten Lackierer. Der Betrieb bildet zehn Lehrlinge in verschiedenen Bereichen aus. 2013 wird die n&auml;chste Ausbildungsstelle als Lackierer frei - ideales Timing f&uuml;r G&uuml;nay.</p> <h4>Neue Praxis</h4> <p>Mario Pfomann ist froh, dass die Praxis des Berufswahlparcours ge&auml;ndert wurde. &laquo;Beim letzten Mal hatte ich 15 Sch&uuml;ler hier, die meisten haben sich nicht f&uuml;r den Betrieb interessiert.&raquo; Wirklich gute Leute zu finden, sei aber nach wie vor schwer. &laquo;Viele wollen sich heutzutage nicht mehr die H&auml;nde schmutzig machen&raquo;, weiss er, &laquo;und wer gute Noten hat, geht lieber weiter zur Schule.&raquo; Ihn fuchst, dass f&uuml;r viele Sch&uuml;ler das schnelle Geld z&auml;hle. &laquo;Dann gehe ich lieber zur Post, da verdiene ich gleich viel&raquo;, h&ouml;re er h&auml;ufig als Reaktion auf die L&ouml;hne w&auml;hrend der Lehrzeit. Pfomann appelliert an die Jugendlichen, auf ihr Gef&uuml;hl zu h&ouml;ren. Gerade deshalb seien Schnuppertage wichtig. Das koste zwar etwas Zeit, aber es sei eine Investition f&uuml;rs Leben.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2983497</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Wed, 16 May 2012 01:05:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Das Hotel Schloss ist wieder offen  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2981892</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. F&uuml;nf Jahre lang war das Hotel Schloss nicht mehr in Betrieb. Ein Jahr nach der Wiederer&ouml;ffnung des Restaurants ist nun auch im Hotel Leben eingekehrt. 16 Zimmer mit Seeblick stehen f&uuml;r die G&auml;ste bereit.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>F&uuml;nf Jahre lang war das Hotel Schloss nicht mehr in Betrieb. Ein Jahr nach der Wiederer&ouml;ffnung des Restaurants ist nun auch im Hotel Leben eingekehrt. 16 Zimmer mit Seeblick stehen f&uuml;r die G&auml;ste bereit.</b><br /><br /><p>ROMANSHORN. &laquo;Jedes Zimmer hat Seeblick&raquo;, sagt Martin Mudra, Betriebsleiter des &laquo;Tribeca&raquo; und des Hotels Schloss in Romanshorn. Seit Anfang Monat hat das Hotel wieder ge&ouml;ffnet. &laquo;Das hatten wir eigentlich nicht geplant, als wir das Restaurant &uuml;bernahmen&raquo;, sagt Mudra. Doch von allen Seiten - von Romanshornern und Touristen - seien er und seine Gesch&auml;ftspartner Ondrej Jina und Jan Svarc darauf angesprochen worden. &laquo;Viele haben uns gefragt, warum wir denn nicht auch das Hotel betreiben&raquo;, sagt Mudra. &laquo;Den Romanshornern liegt viel an ihrem Schloss. Das ist logisch, es ist ein phantastischer Ort.&raquo;</p> <p>Also haben die drei M&auml;nner nach einem halben Jahr Restaurantbetrieb und nach Abstimmung mit dem Eigent&uuml;mer Towit Machinery Trading AG entschieden, das Hotel Schloss wiederzuer&ouml;ffnen - &uuml;brigens unter dem altbekannten Namen Hotel Schloss. &laquo;Das heisst hier so. Auch unser Restaurant namens Tribeca kann sich nur schwer durchsetzen. Bei den Romanshornern ist das einfach &lt;das Schloss&gt;.&raquo;</p> <h4>16 Zimmer mit drei Sternen</h4> <p>16 Zimmer gibt es im Dreisternehotel, zehn Doppelzimmer und sechs Einzelzimmer. F&uuml;r den Betrieb wurden zwei zus&auml;tzliche Mitarbeiter eingestellt. Sie sind f&uuml;r die Reinigung der Zimmer zust&auml;ndig. Den Zimmerservice w&uuml;rden die Kellner des Restaurants jeweils &uuml;bernehmen.</p> <p>Und die ersten Betten wurden bereits gebraucht. &laquo;G&auml;ste, die unverhofft eine Flasche Wein zum Abendessen getrunken haben, &uuml;bernachteten hier&raquo;, sagt Mudra. Ein Doppelzimmer mit Fr&uuml;hst&uuml;ck kostet 150 Franken, ein Einzelzimmer 100 Franken. &laquo;Wir wollen kein Luxushotel sein&raquo;, sagt er. Jeder soll hier ein- und ausgehen k&ouml;nnen. So k&ouml;nne das Hotel auch von Gesellschaften, wie zum Beispiel einer Hochzeitsfeier, gebucht werden. &laquo;Wir haben f&uuml;r das Hochzeitspaar ein Extrazimmer&raquo;, sagt Mudra.</p> <p>Bis im August sei das Hotel zu rund 80 Prozent ausgebucht. &laquo;Im Sommer lebt Romanshorn halt&raquo;, sagt er. Sowieso sei die Stadt im Sommer ganz anders als im Winter. &laquo;Die Menschen sind draussen am See und es kommen viele Touristen.&raquo; Das merkt das &laquo;Tribeca&raquo;-Team jeweils st&uuml;ndlich, wenn die F&auml;hre ankommt. &laquo;Dann kommt gleich eine Welle mit G&auml;sten.&raquo;</p> <h4>Ein paar Stammg&auml;ste</h4> <p>Das Restaurant Tribeca ist nun seit einem Jahr in Betrieb. &laquo;Am Anfang ist es harzig gelaufen&raquo;, sagt Mudra. Viele G&auml;ste h&auml;tten auch gedacht, dass das Restaurant nur im Sommer ge&ouml;ffnet sei. &laquo;Wir haben aber keinen Saisonbetrieb, sondern das ganze Jahr &uuml;ber ge&ouml;ffnet&raquo;, sagt Mudra. Mittlerweile habe sich das herumgesprochen, und mehr G&auml;ste kehrten im &laquo;Tribeca&raquo; ein. &laquo;Wir haben mittlerweile ein paar Stammg&auml;ste, die zwei- bis dreimal in der Woche bei uns essen&raquo;, sagt er. Auf diese G&auml;ste z&auml;hlen die Betreiber. &laquo;Mundpropaganda ist doch das Wichtigste.&raquo;</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2981892</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Tue, 15 May 2012 08:06:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  «Bodan-Projekt bringt Belebung»  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2980720</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Ein &uuml;berparteiliches Komitee setzt sich f&uuml;r den Verkauf des Bodanareals an einen privaten Investor ein. Er sei ein wichtiger erster Schritt zu einer massvollen Entwicklung von Romanshorn.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>ROMANSHORN. Ein &uuml;berparteiliches Komitee setzt sich f&uuml;r den Verkauf des Bodanareals an einen privaten Investor ein. Er sei ein wichtiger erster Schritt zu einer massvollen Entwicklung von Romanshorn.</b><br /><br /><p>Im Vorfeld der Gemeindeabstimmung vom 17. Juni &uuml;ber den Verkauf des Bodanareals an den Investor Allreal hat sich ein &uuml;berparteiliches Komitee &laquo;F&uuml;r eine massvolle und nachhaltige Entwicklung von Romanshorn&raquo; gebildet, das von Pers&ouml;nlichkeiten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sowie engagierten Personen aus Romanshorn getragen werde, heisst es in einer Mitteilung. Als Auskunftspersonen sind Daniel Aegerter und Andreas Karolin aufgef&uuml;hrt.</p> <h4>Ein erster wichtiger Schritt</h4> <p>Das &uuml;berparteiliche Komitee ist nach eigenen Angaben &uuml;berzeugt, dass der Verkauf des Bodanareals f&uuml;r die Realisierung des Siegerprojektes Allreal/Dudler ein wichtiger erster Schritt zu einer massvollen Entwicklung von Romanshorn und insbesondere seinem Zentrum darstellt.</p> <p>Das Konzept, neuwertigen Gewerberaum und Mietwohnungen an zentraler, bestens erschlossener Lage zu schaffen, werde eine qualitative Entwicklung des Zentrums unterst&uuml;tzen und der unteren Bahnhofstrasse wichtige Impulse geben, heisst es in der Mitteilung.</p> <h4>Belebung des Zentrums</h4> <p>Die Mischung aus Wohnen und Arbeiten werde zur Belebung des Zentrums beitragen. Die moderne, dezente Architektur von Max Dudler integriere sich sehr gut in die bestehende st&auml;dtebauliche Struktur des Bahnhofareals, schreibt das bef&uuml;rwortende Komitee. Sie nehme Stilelemente der nebenstehenden Geb&auml;ude auf und bilde bewusst keine architektonische Gegenwelt.</p> <p>&laquo;Mit dieser &Uuml;berbauung ist sichergestellt, dass auch sp&auml;tere Weiterentwicklungen im Zentrum nicht belastet oder gar verunm&ouml;glicht werden&raquo;, heisst es w&ouml;rtlich in der Mitteilung.</p> <h4>Spielraum bleibt erhalten</h4> <p>Mit dem vorliegenden Projekt k&ouml;nne wichtiger Spielraum erhalten werden, um weitere Schritte in st&auml;dtebaulicher, nutzungs- und verkehrstechnischer Hinsicht zu planen und umzusetzen.</p> <p>Das Komitee ist weiter der festen Meinung, dass vom Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 25 bis 30 Millionen Franken auch das lokale Gewerbe profitieren kann. Ebenso w&uuml;rden der Gemeinde finanzielle Mittel zufliessen. Diese k&ouml;nnten f&uuml;r die Schaffung von zus&auml;tzlichem Parkraum im Untergeschoss des neuen Geb&auml;udes oder f&uuml;r andere Projekte verwendet werden.</p> <p>Mit diversen Aktivit&auml;ten wird das Komitee in den kommenden Wochen auf die Bedeutung des Verkaufs des Bodanareals aufmerksam machen. (red.)</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2980720</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Tue, 15 May 2012 08:05:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Singende Mäuse  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2980714</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. &laquo;Mats und die Wundersteine&raquo;: Die erste und dritte Klasse des Oberschulhauses in Romanshorn haben in der vergangenen Woche die Geschichte der bekannten Maus auf die B&uuml;hne der Primarschulaula gebracht.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p>Romanshorn. &laquo;Mats und die Wundersteine&raquo;: Die erste und dritte Klasse des Oberschulhauses in Romanshorn haben in der vergangenen Woche die Geschichte der bekannten Maus auf die B&uuml;hne der Primarschulaula gebracht. Die Dialoge, Lieder und die musikalischen Begleitungen gefielen den zahlreichen Eltern, Geschwistern und Freunden. (mb)</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2980714</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Tue, 15 May 2012 08:05:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Musikalischer Dank  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2980722</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Es passte zum Tag und zur Jahreszeit: Zusammen mit dem Jodlerclub Neukirch lud der Musikverein Romanshorn am Muttertag zum Fr&uuml;hlingskonzert in die evangelische Kirche ein.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p>Romanshorn. Es passte zum Tag und zur Jahreszeit: Zusammen mit dem Jodlerclub Neukirch lud der Musikverein Romanshorn am Muttertag zum Fr&uuml;hlingskonzert in die evangelische Kirche ein. Die leisen und eing&auml;ngigen Liebeslieder der Jodler unter der Leitung von Vreni Meier gefielen genauso wie die konzertanten St&uuml;cke der Blasmusiker. (mb)</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2980722</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Tue, 15 May 2012 08:05:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Jubiläums-Gala mit 100 Tänzerinnen  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2980897</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Seit nunmehr zehn Jahren gibt es in Romanshorn die Tanzschule &laquo;move and dance&raquo; unter der Leitung von Sandra Junkert. Am letzten Samstagabend geh&ouml;rte die Bodanb&uuml;hne ganz den fast 100 T&auml;nzerinnen und T&auml;nzern der Tanzschule.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p>Romanshorn. Seit nunmehr zehn Jahren gibt es in Romanshorn die Tanzschule &laquo;move and dance&raquo; unter der Leitung von Sandra Junkert. Am letzten Samstagabend geh&ouml;rte die Bodanb&uuml;hne ganz den fast 100 T&auml;nzerinnen und T&auml;nzern der Tanzschule. In ihren pr&auml;chtigen Kleidern pr&auml;sentierten die drei- und vierj&auml;hrigen Kinder, die Jugendlichen und Erwachsenen ihre Choreographien mit Spass und Leichtf&uuml;ssigkeit, mit Beweglichkeit und Grazie. Mit von der Partie beim grossen Auftritt waren Trommler unter der Leitung von Christian Zischek sowie Carola und Nicolas Ortega mit Salsatanz. Im &uuml;bervollen Bodansaal zeigten sich die Zuschauer und Zuh&ouml;rer begeistert vom kreativen Kindertanz, vom Jazztanz, von der Hip-Hop-Vorf&uuml;hrung und vom klassischen Ballett. (mb)</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2980897</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Mon, 14 May 2012 07:33:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Ein Verein prägt ein ganzes Dorf  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2978653</link>
         <description><![CDATA[  UTTWIL. Startschuss f&uuml;r die Festivit&auml;ten zum 100. Geburtstag des Turnvereins Uttwil: An einer Ausstellung wurde eindr&uuml;cklich gezeigt, wie wichtig dieser Verein f&uuml;r die Gemeinde Uttwil war und ist.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>UTTWIL. Startschuss f&uuml;r die Festivit&auml;ten zum 100. Geburtstag des Turnvereins Uttwil: An einer Ausstellung wurde eindr&uuml;cklich gezeigt, wie wichtig dieser Verein f&uuml;r die Gemeinde Uttwil war und ist.</b><br /><br /><p>Ernster Ausdruck, stramme Haltung, weisse, enganliegende Kleider: So zeigen sich die Uttwiler Turner auf den ersten Gruppenfotos. Fast 100 Jahre sp&auml;ter: lachende Gesichter, bunte Farben, Frauen und M&auml;nner gemischt und jeder steht so hin, wie es ihm wohl ist: Das sind die aktuellen Gruppenbilder des Turnvereins Uttwils. Diese aussagekr&auml;ftigen Fotos und vieles mehr war am Samstag in der Mehrzweckhalle Uttwil an der Auftaktveranstaltung zu den Jubil&auml;umsaktivit&auml;ten des Turnvereins zu sehen. Sie zeigten, wie sehr sich dieser Verein gewandelt hat, aber wie er doch immer noch das gleiche Ziel hat: das Dorf zu bewegen - in jeder Beziehung.</p> <h4>Im Turn- oder Musikverein</h4> <p>OK-Pr&auml;sident Patrick Wirth sagte denn auch an der Feier zur Ausstellungser&ouml;ffnung, dass der Turnverein mit diesen Dokumenten und Zeitzeugnissen zeigen wolle, was der Turnverein alles erreicht habe in den letzten 100 Jahren in Uttwil.</p> <p>An der Spitze der Ausstellungsmacher steht Hans Wirth. 25 Jahre lang war er Oberturner in Uttwil. &laquo;Beinahe jeder war damals entweder im Turn- oder im Musikverein&raquo;, erz&auml;hlt er. Es sei eine gute Zeit gewesen und der Verein habe ihm viel gegeben. &laquo;Als Oberturner muss man sich immer wieder mit neuen Generationen auseinandersetzen, das h&auml;lt jung.&raquo; Eineinhalb Jahre hat Wirth zusammen mit Kurt Messmer, Hans R&uuml;egge, Hans Gerber, Werner K&uuml;nzler und Brigitta Jauernig an der Verwirklichung und am Konzept der Jubil&auml;umsausstellung gearbeitet. Fotos wurden digitalisiert, Archive auch in Privathaushalten durchst&ouml;bert und alte Turnger&auml;te zusammengetragen. Und wer einmal Weltmeistergold sp&uuml;ren wollte, hatte Gelegenheit dazu: Uttwils Ex-Weltmeister Werner G&uuml;nth&ouml;r stellte s&auml;mtliche Medaillen zur Verf&uuml;gung und war zur Preisverleihung des Zeichnungs- und Gestaltungswettbewerbs der Kindergarten- und Primarklassen, die zusammen 163 Arbeiten einreichten, in seiner vollen K&ouml;rpergr&ouml;sse anwesend. Und auch Jahrzehnte nach seinen Erfolgen wurde der Kugelstosser noch von Fans um Autogramme best&uuml;rmt.</p> <h4>Chronik und weitere Anl&auml;sse</h4> <p>Um die ersten 100 Jahre des Turnvereins Uttwil auch f&uuml;r die kommenden Generationen zu dokumentieren, gab das Jubil&auml;ums-OK zudem eine Chronik in Auftrag, die von J&uuml;rg Kocherhans verfasst wurde.</p> <p>Die n&auml;chsten Jubil&auml;umsanl&auml;sse des Turnvereins sind die Hauptfeiern vom 22./29. und 30. September sowie die Schweizer Meisterschaft im Einzelger&auml;teturnen Damen am 3./4. November.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2978653</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Mon, 14 May 2012 06:59:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Das Modernste für Erdbeeren  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2978741</link>
         <description><![CDATA[  STEINEBRUNN/EGNACH. Im Gew&auml;chshaus von Matthias M&uuml;ller in Steinebrunn sehen auch Berufskollegen und Forscher Neues. Sie besichtigen es an der Schweizer Erdbeer-Tagung 2012, die sie auch zur Beerenvermarkterin Tobi Seeobst in Egnach f&uuml;hrt.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>STEINEBRUNN/EGNACH. Im Gew&auml;chshaus von Matthias M&uuml;ller in Steinebrunn sehen auch Berufskollegen und Forscher Neues. Sie besichtigen es an der Schweizer Erdbeer-Tagung 2012, die sie auch zur Beerenvermarkterin Tobi Seeobst in Egnach f&uuml;hrt.</b><br /><br /><p>Trotz Regen sind die rund hundert Besucherinnen und Besucher an allen Stationen auf dem Sonnenhof in Steinebrunn im Trockenen. Auf dem gr&ouml;ssten Thurgauer Beerenbetrieb - auch schweizweit einer der gr&ouml;ssten - sind die Pflanzen oder mindestens die Fr&uuml;chte alle unter Dach: in Gew&auml;chsh&auml;usern, in st&auml;ndigen Folientunnels oder nur in der Erntezeit - abgestuft gem&auml;ss Zonenplan der Gemeinde.</p> <h4>Technik und Natur kombiniert</h4> <p>&laquo;Unsere Beeren sind so unter anderem vor N&auml;sse und Hagel gesch&uuml;tzt&raquo;, erl&auml;utert Matthias M&uuml;ller. Das 2011 erbaute zus&auml;tzliche Gew&auml;chshaus kann noch mehr. Doppelfolien statt Glas, Ventilatoren, Wassersprinkler und Sensoren sorgen f&uuml;r ausgeglichenes Klima. Ein vierteiliges Heizsystem erm&ouml;glicht gleiche W&auml;rme in der ganzen Anlage, obwohl das Gel&auml;nde ansteigt. CO2, das den Erdbeerpflanzen zugef&uuml;hrt werden muss, kommt hier aus der Abluft der Gasheizung. Technik und mehrere Sorten erm&ouml;glichen Erdbeerernte von Mai bis November.</p> <p>In den Gew&auml;chsh&auml;usern gedeihen Erdbeeren in Substrat aus Torf oder Kokosfasern auf Gestellen, wo stehend geerntet werden kann. Wasser und N&auml;hrstoffe werden computergesteuert zugef&uuml;hrt, wobei der Bedarf nach Witterung und Entwicklung mit umfangreichen Messungen ermittelt wird. Elektrische Leitf&auml;higkeit, pH-Wert oder H&auml;rtegrad sind Stichworte zum Wasser.</p> <h4>Individuelle Wassermischung</h4> <p>Der Sonnenhof nutzt Regen-, Grund- und zu Trinkwasser aufbereitetes Seewasser. Jeder Beerensorte wird das geeignete Wasser oder eine Mischung zugef&uuml;hrt. Und so weit wie m&ouml;glich wird Wasser nach biologischer Reinigung mehrmals eingesetzt. Trotz viel Technik bleiben nat&uuml;rliche Bedingungen. Als Kehrseite gibt es deshalb auch in diesen Anlagen Sch&auml;dlinge und Krankheiten. Gegen sie werden ebenfalls mit einem ausgekl&uuml;gelten Kontroll- und Steuerungssystem Mittel aufgrund neuester Forschung in so geringer Menge wie m&ouml;glich eingesetzt. An der von der Forschungsanstalt Agroscope, vom Forum Forschung Beeren und von der Vereinigung Thurgauer Beerenpflanzer organisierten Tagung erfahren die Teilnehmer auch Neues zum Kampf gegen die Kirschessigfliege als wachsende Gefahr f&uuml;r Beeren.</p> <h4>Kooperation mit Tobi Seeobst</h4> <p>Setzlinge kauft der Sonnenhof zu. Sie warten in K&uuml;hlr&auml;umen der Tobi Seeobst AG in Egnach auf ihren Einsatz. Und schliesslich kommen praktisch alle Beeren zur Belieferung der Kunden, von denen Coop und Migros grosse sind.</p> <h4>In der gr&ouml;ssten Beerengemeinde</h4> <p>Bei Tobi begr&uuml;sst der Egnacher Gemeindeammann Stephan Tobler die Teilnehmer in der gr&ouml;ssten Thurgauer Beerengemeinde, in welcher die Landwirtschaft auch bedeutend ist mit 120 000 H&uuml;hnern oder doppelt so vielen Schweinen wie die 4300 Einwohner. Das erfahren auch der Pr&auml;sident des Forums Beeren Schweiz, Benno Huber, und der Pr&auml;sident des Kompetenzzentrums Beeren Schweiz, J&uuml;rg Beiner.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2978741</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Sat, 12 May 2012 01:05:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Allen Widrigkeiten getrotzt  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2977678</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Gestern hat die Gasversorgung Romanshorn mit 160 geladenen G&auml;sten den 100. Geburtstag gefeiert. Glaubt man den Gratulanten, hat der Betrieb eine rosige Zukunft.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>ROMANSHORN. Gestern hat die Gasversorgung Romanshorn mit 160 geladenen G&auml;sten den 100. Geburtstag gefeiert. Glaubt man den Gratulanten, hat der Betrieb eine rosige Zukunft.</b><br /><br /><p>Es war in der Vergangenheit f&uuml;r die Gasversorgung Romanshorn nicht immer einfach. 1978 explodierte die Spaltanlage, in den 1980er-Jahren riss die Sanierung der marode gewordenen Leitungen L&ouml;cher in die Rechnung.</p> <p>Das Unternehmen trotzte aber allen Widrigkeiten und konnte gestern im autobau und im Eissportzentrum Oberthurgau den 100. Geburtstag feiern. Die 160 geladenen G&auml;ste wurden unter anderem mit dem Komikerduo Lapsus und &laquo;Music Star&raquo;-Gewinnerin Fabienne Louves unterhalten.</p> <h4>Erdgas bleibt unverzichtbar</h4> <p>Alle Gratulanten sagten der Jubilarin eine rosige Zukunft voraus. 100 Jahre seien erst der Anfang, meinte Jean-Marc Hensch, Direktor der Schweizerischen Gasindustrie. Erdgas sei heute unverzichtbar und werde es bleiben. &laquo;Es ist das Sicherheitsnetz f&uuml;r den Atomausstieg.&raquo;</p> <p>Der Wettbewerb wird allerdings h&auml;rter wegen der Liberalisierung des Energiemarktes. &laquo;Mit der Monopolstellung ist es bald vorbei&raquo;, ist sich Verwaltungsratspr&auml;sident und Gemeinderat Patrik Fink bewusst. Die Gasversorgung Romanshorn AG m&uuml;sse sich als dynamisches und flexibles Unternehmen neu positionieren, sagte er gestern.</p> <p>F&uuml;r Pessimismus gibt es nach Meinung von Andrea Paoli keinen Grund. Mit der Energiewende w&uuml;rden sich der Gasversorgung neue Gesch&auml;ftsfelder er&ouml;ffnen, sagte der Leiter der Abteilung Energie beim Kanton. &laquo;Die Zukunftsaussichten sind absolut intakt.&raquo; Sein Rat: &laquo;Machen Sie aus Gas Strom und W&auml;rme. Das ist Ihre Chance&raquo;, wandte er sich an die Verantwortlichen in Romanshorn. Wenn es Romanshorn nicht mache, w&uuml;rden es andere tun. Grossratspr&auml;sident Peter Kummer hat nach eigenen Aussagen keine Zweifel, dass die Gasversorgung Romanshorn die Chance packt. Garant daf&uuml;r sei in der Person von Heinz Greutert ein &laquo;innovativer und weitsichtiger&raquo; Gesch&auml;ftsleiter.</p> <h4>Viel Lob f&uuml;r den Gesch&auml;ftsleiter</h4> <p>Mit dieser Meinung war er nicht allein. Greutert mache nicht nur einen Job, sondern f&uuml;hre das Unternehmen seit 15 Jahren aus Berufung, sagte Verwaltungsratspr&auml;sident Fink. Blumen gab es auch von Verbandspr&auml;sident Hensch. Greutert bringe sich auf nationaler Ebene vorbildlich ein.</p> <p>Er sei &laquo;ger&uuml;hrt&raquo; ob dem Lob, bekannte Greutert. Es geb&uuml;hre aber nicht ihm, verdient h&auml;tten es alle Mitarbeiter. &laquo;Nur im Team kann man stark sein.&raquo;</p> <p>Nicht zuletzt deswegen sehe er den Herausforderungen zuversichtlich entgegen, sagte Greutert. &laquo;Ich glaube, dass die Zukunft der Gasversorgungssysteme erst richtig angefangen hat.&raquo;</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2977678</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Fri, 11 May 2012 06:57:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Der Bodan-Bau polarisiert  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2975610</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Am Mittwoch informierte die Gemeinde zusammen mit dem Investor und dem Architekten &uuml;ber den vorgesehenen Verkauf des Bodanareals und die geplante &Uuml;berbauung. Die Meinungen gingen weit auseinander.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>ROMANSHORN. Am Mittwoch informierte die Gemeinde zusammen mit dem Investor und dem Architekten &uuml;ber den vorgesehenen Verkauf des Bodanareals und die geplante &Uuml;berbauung. Die Meinungen gingen weit auseinander.</b><br /><br /><p>Viele Romanshorner scheinen sich ihre Meinung zum geplanten Verkauf des Bodanareals an die Firma Allreal bereits gemacht zu haben, &uuml;ber den sie am 17. Juni abstimmen k&ouml;nnen. An der Informationsveranstaltung der Gemeinde am Mittwoch jedenfalls erschienen nicht einmal 100 Besucher, die sich &uuml;ber das Wohnbauprojekt des Investorenwettbewerb-Gewinners orientieren wollten.</p> <p>Die Gemeinde hatte mit vollem Haus gerechnet und sogar die Feuerwehr aufgeboten, um die Sicherheit im Bodansaal jederzeit gew&auml;hrleisten zu k&ouml;nnen. Tats&auml;chlich blieben viele St&uuml;hle leer.</p> <p>Die Diskussion verlief &auml;usserst sachlich. Sie zeigte aber klar, wo der Graben zwischen Bef&uuml;rwortern und Gegner verl&auml;uft.</p> <h4>&laquo;Haben weiter Spielraum&raquo;</h4> <p>Der erste Kritikpunkt betrifft das Vorgehen. Verschiedene Redner im Publikum bem&auml;ngelten, dass auf dem Bodanareal etwas gebaut werden soll, bevor der Stadtentwickler voraussichtlich Ende Jahr die Arbeit aufnimmt. Das sei widersinnig, meinte einer, zumal der Gestaltungsplan als Grundlage f&uuml;r das Allreal-Projekt veraltet sei. &laquo;Es braucht zuerst ein richtiges Gesamtkonzept&raquo;, meinte ein zweiter Besucher und forderte &laquo;Eile mit Weile&raquo;. Romanshorn m&uuml;sse sich die Zeit nehmen. Denn das Bodanareal sei das Filetst&uuml;ck und zentral f&uuml;r die Entwicklung im Hafengebiet.</p> <p>Nach Meinung von Gemeindeammann David H. Bon ist es nicht n&ouml;tig, die &Uuml;berbauung des Bodanareals zur&uuml;ckzustellen, bis eine Gesamtplanung f&uuml;r das Zentrum vorliegt. &laquo;Das kann parallel laufen.&raquo; Es sei auch nicht so, dass sich Romanshorn die Zukunft verbaue, wenn die Allreal ihr Projekt realisiere. &laquo;Wir haben weiter Spielraum&raquo;, sagte Bon. Das Bodanareal sei weder &laquo;die letzte Chance f&uuml;r Romanshorn&raquo; noch das Zentrum allein, sondern ein Teil von ihm. &laquo;Wir haben noch R&auml;ume, wo grosse Projekte verwirklicht werden k&ouml;nnen.&raquo; Und weiter sagte Bon: &laquo;Wir m&uuml;ssen uns von der Idee wegbewegen, dass auf dem Bodanareal s&auml;mtliche Probleme von Romanshorn gel&ouml;st werden sollen.&raquo;</p> <p>F&uuml;r Architekt Max Dudler w&auml;re es sogar falsch, alle Hoffnungen auf den grossen planerischen Wurf zu setzen und jetzt zuzuwarten. &laquo;Eine Stadt ist ein Geflecht und entwickelt sich organisch.&raquo; Sie entstehe &laquo;peu &agrave; peu&raquo;, wie im Mittelalter, sagte Dudler. Das Konzept von Zentrums&uuml;berbauungen habe sich nicht bew&auml;hrt.</p> <p>Auch Nigel Woolfson, Leiter der Projektentwicklung und Mitglied der Gesch&auml;ftsleitung bei der Allreal, sprach sich f&uuml;r ein schrittweises Vorgehen aus. &laquo;Wir k&ouml;nnen mit unserer &Uuml;berbauung die Initialz&uuml;ndung f&uuml;r die Entwicklung des Hafengebietes sein.&raquo; Die Erfahrung an anderen Orten lehre: Es brauche jemanden, der den Anfang mache. Habe er Erfolg, w&uuml;rden andere Investoren folgen. &laquo;Leer stehende Fl&auml;chen bringen nichts.&raquo;</p> <h4>&laquo;&Uuml;berbauung ist modern&raquo;</h4> <p>Der zweite Kritikpunkt betrifft das Projekt der Allreal selber: Es richte sich formal zu stark an den bestehenden Geb&auml;uden aus, bringe mit den vielen Wohnungen zu wenig Belebung an den Hafen und sei &uuml;berdies zu wenig mutig, lauteten die Vorw&uuml;rfe aus dem Publikum. An dieser Lage m&uuml;sste viel h&ouml;her gebaut werden k&ouml;nnen, sagte einer.</p> <p>Er wisse nicht, woher das Vorurteil komme, Wohnungen w&uuml;rden keine Belebung bringen, antwortete Bon. Es sei jedenfalls nicht richtig. Das Projekt sehe nicht nur 45 Wohnungen vor, sondern auch L&auml;den und Restaurants im Erdgeschoss, pr&auml;zisierte Architekt Dudler. Und die &Uuml;berbauung sei gar nicht so konservativ, wie sie von den Kritikern dargestellt werde, wehrte er sich. &laquo;Sie ist modern und spektakul&auml;r, glauben Sie mir.&raquo; Er halte jedoch wenig davon, architektonische Gegenwelten zu entwerfen, wie das in vielen europ&auml;ischen St&auml;dten passiere. &laquo;Man muss sich mit der Geschichte eines Ortes auseinander setzen und darauf reagieren&raquo;, sagte Dudler, der in Altenrhein aufgewachsen ist und Romanshorn als 19-J&auml;hriger bei einem Auftritt in einer Rock'n'Roll-Band im Bodansaal kennenlernte. Ein Hochhaus auf dem Bodanareal w&auml;re seiner Ansicht nach ein Fremdk&ouml;rper, weil es die Stadtsilhouette zerst&ouml;ren w&uuml;rde. &laquo;Uns wurde immer wieder gesagt: &Uuml;bertreibt es nicht!&raquo;, sagte Bon.</p> <p>Lob gab es aus dem Publikum f&uuml;r den geplanten Innenhof. &laquo;Wenn man ihn tats&auml;chlich &ouml;ffnen k&ouml;nnte, wird der Bahnhofplatz erweitert&raquo;, meinte ein Mann.</p> <h4>Parkpl&auml;tze: Kein Risiko</h4> <p>Ein Thema waren auch die geplanten 120 Parkpl&auml;tze, die gem&auml;ss Bon Spielraum f&uuml;r verkehrsplanerische Massnahmen im Hafengebiet er&ouml;ffnen sollen. Er verstehe nicht, warum die Gemeinde 3,86 Millionen Franken investiere und den Betrieb dann der Allreal &uuml;berlasse, wandte sich ein Besucher an Bon. Es sei &laquo;anspruchsvoll&raquo;, zumindest am Anfang, eine Rentabilit&auml;t zu erwirtschaften, entgegnete der Gemeindeammann. &laquo;Wir sind froh, das Risiko nicht tragen zu m&uuml;ssen.&raquo;</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2975610</guid>
      </item>
            <item>
         <pubDate>Thu, 10 May 2012 06:33:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  «Ich verstehe das Theater nicht»  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2974442</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Seit &uuml;ber 25 Jahren ist die heutige P&auml;chterin Rita Coradazzi mit dem Kino Modern in Romanshorn verbunden. Ende November muss sie gehen. Die Gemeinde als Besitzerin der Liegenschaft hat ihr den Vertrag gek&uuml;ndigt. Die 78-J&auml;hrige vermutet einen Komplott.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>ROMANSHORN. Seit &uuml;ber 25 Jahren ist die heutige P&auml;chterin Rita Coradazzi mit dem Kino Modern in Romanshorn verbunden. Ende November muss sie gehen. Die Gemeinde als Besitzerin der Liegenschaft hat ihr den Vertrag gek&uuml;ndigt. Die 78-J&auml;hrige vermutet einen Komplott.</b><br /><br /><p>Rita Coradazzi ist aufgel&ouml;st. Immer wieder bricht sie in Tr&auml;nen aus, wenn sie auf die Ereignisse der letzten Monate zu sprechen kommt. &laquo;Ich verstehe das ganze Theater nicht&raquo;, sagt sie. &laquo;Ich werde mich mit diesem Entscheid nie abfinden k&ouml;nnen.&raquo;</p> <p>Mit diesem Entscheid meint sie die K&uuml;ndigung. Die Gemeinde als Besitzerin der Liegenschaft beendet auf Ende November den Vertrag mit ihr als P&auml;chterin des Kinos Modern. Begr&uuml;ndung gem&auml;ss Coradazzi: Sie sei nicht bereit, in einen digitalen Projektor zu investieren. &laquo;Ich k&ouml;nnte das im Moment nicht bezahlen&raquo;, sagt Coradazzi. Es ist die Rede von Kosten im Bereich zwischen 140 000 und 170 000 Franken.</p> <h4>Reicht ein Beamer nicht?</h4> <p>Dass sie kein dickes Sparb&uuml;chlein habe, sei noch lange kein Grund, sie jetzt auf die Strasse zu stellen, kritisiert Coradazzi. Es sei nicht n&ouml;tig, sofort auf die neue Technik umzustellen. &laquo;Und warum muss es unbedingt ein digitaler Projektor sein? Reicht ein Beamer nicht?&raquo;, fragt sie sich. Vor einem Jahr h&auml;tten sie den Breakdancer-Film &laquo;The rising sun&raquo; des Romanshorners Fabian Kimoto bei der Premiere auch ab DVD abgespielt. Und niemand habe sich &uuml;ber die schlechte Qualit&auml;t beklagt.</p> <p>Sie habe in den letzten 25 Jahren im Kino Modern nicht viel Geld verdient, sagt die fr&uuml;here Barmaid. Und wenn Ende Monat etwas &uuml;briggeblieben sei, habe sie es in den Betrieb investiert, beispielsweise in eine neue Tonanlage oder eine neue Leinwand.</p> <p>Die Gemeinde habe sich nie gross um das Kino gek&uuml;mmert. &laquo;Ich musste 20 Jahre warten, bis der Saal neu gestrichen wurde.&raquo; Sie habe L&ouml;cher in der Wand selber geflickt und den Pilz beseitigt, der nach einem Wasserschaden in der Wohnung &uuml;ber dem Kino an der Decke des Foyers gewachsen sei. &laquo;Das man mich jetzt nach all dem einfach rauswirft, ist der Hammer&raquo;, meint Coradazzi, die als Angestellte in der damaligen Videothek im Kino Modern begann.</p> <h4>Gesundheitliche Probleme</h4> <p>Sie wollte eigentlich noch zwei Jahre l&auml;nger machen, doch fehlt ihr jetzt die Kraft, weiterzuk&auml;mpfen. Die 78-J&auml;hrige ist gesundheitlich angeschlagen. In den H&uuml;ften hat sie starke Schmerzen. &laquo;Das kann sich niemand vorstellen&raquo;, sagt sie.</p> <p>Ihrer schlechten k&ouml;rperlichen Verfassung schreibt sie zu, dass es &uuml;berhaupt so weit gekommen ist. Sie habe schliesslich eingewilligt, die Schl&uuml;ssel im Kino abzugeben. &laquo;Es blieb mir nichts anderes &uuml;brig. Ich wurde regelrecht bedr&auml;ngt&raquo;, sagt Coradazzi. &laquo;Am Schluss habe ich nur noch geweint.&raquo;</p> <p>Erst nachtr&auml;glich wurde ihr bewusst, was sie unterschrieben hatte: Gem&auml;ss Vertrag h&auml;tte sie innerhalb eines Monats das Kino r&auml;umen m&uuml;ssen. Das wollte sich Coradazzi nicht bieten lassen. Sie gelangte deshalb an die Mieterschlichtungsstelle mit dem Resultat, dass sie jetzt noch fast bis zum Ende dieses Jahres bleiben kann.</p> <h4>Nur die halbe Wahrheit</h4> <p>Das sei nur die halbe Wahrheit, sagt der zust&auml;ndige Gemeinderat Peter H&ouml;ltschi. Zuerst habe Frau Coradazzi von sich aus die K&uuml;ndigung eingereicht, diese dann aber wieder zur&uuml;ckgezogen. Daraufhin habe ihr die Gemeinde gek&uuml;ndigt, was zur Schlichtungsverhandlung gef&uuml;hrt habe. &laquo;Wir wollten Sicherheit haben&raquo;, sagt H&ouml;ltschi. Um die Digitalisierung sei es nicht gegangen, widerspricht er Coradazzi.</p> <p>Wer ihr Nachfolger im Kino Modern wird, ist ungewiss. Und auch das macht Rita Coradazzi w&uuml;tend.</p> <p>Sie ging immer davon aus, dass dereinst Nedaim Bilali an ihrer Stelle das Kino f&uuml;hren w&uuml;rde. Seit mittlerweile 16 Jahren steht er ihr zur Seite, zuletzt als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, ohne daf&uuml;r je einen einzigen Franken verdient zu haben. &laquo;Nedaim war immer da, wenn ich ihn brauchte oder wenn es mir nicht gut ging.&raquo;</p> <p>Doch ob Bilali das Kino Modern in die Zukunft f&uuml;hren kann, ist alles andere als sicher. Der bald 32-J&auml;hrige hat sich zwar offiziell bei der Gemeinde um die Pacht beworben - der Mazedonier ist aber nicht allein. Der Verein Feines Kino hat ebenfalls sein Interesse angemeldet, das Kino zu &uuml;bernehmen, wo die Filmfreunde jahrelang zu Gast waren.</p> <p>Die Gemeinde will demn&auml;chst entscheiden, wem sie das Kino k&uuml;nftig vermieten will. Coradazzi f&uuml;hlt sich hintergangen. &laquo;Man will uns rausdr&auml;ngen.&raquo;</p> <p>Die heutigen Konkurrenten standen sich einst sehr nahe. Der Verein war bis vor kurzem eine lose Interessengemeinschaft, die ab 2001 im Kino Modern Studiofilme zeigte. Beide Seiten profitierten von diesem Modell. Es war mehr als eine reine Zweckgemeinschaft. Vereinspr&auml;sidentin Andrea R&ouml;st setzte sich vor drei Jahren beispielsweise daf&uuml;r ein, dass Bilali eingeb&uuml;rgert werden kann. Sie lobte ihn damals als &laquo;zuverl&auml;ssigen Partner und zuvorkommenden Menschen&raquo; und machte sich zusammen mit weiteren Personen der Interessengemeinschaft in einem Brief bei der Einb&uuml;rgerungskommission beziehungsweise dem zust&auml;ndigen Bundesamt f&uuml;r Bilali stark. Gen&uuml;tzt hat es ihm allerdings nichts.</p> <h4>Von Freunden zu Konkurrenten</h4> <p>Von der einstigen Verbundenheit zwischen R&ouml;st und Bilali beziehungsweise Coradazzi ist nicht mehr viel geblieben. Anfang dieses Jahres k&uuml;ndigte die Interessengemeinschaft die Zusammenarbeit mit dem Kino Modern wegen &laquo;Unw&auml;gbarkeiten mit Bilali und Coradazzi&raquo; auf. Seit ein paar Monaten zeigt die IG - jetzt als Verein mit festen Strukturen organisiert - ihre Filme mittels Beamer in der Aula der Kantonsschule Romanshorn.</p> <p>Coradazzi und Bilali betonen: &laquo;Unsere T&uuml;ren stehen dem Verein weiter offen.&raquo; Die Zusammenarbeit habe elf Jahre lang funktioniert. &laquo;Ich w&uuml;sste nicht, warum es jetzt pl&ouml;tzlich nicht mehr gehen sollte&raquo;, sagt Coradazzi.</p> <p>Sie m&uuml;sste es nach Meinung des Vereins eigentlich selber darauf kommen. &laquo;Wir haben uns aufrichtig, aber erfolglos um eine gute Zusammenarbeit bem&uuml;ht&raquo;, sagt Pr&auml;sidentin R&ouml;st. Gemeinsam mit Coradazzi und Bilali die Zukunft zu planen sei f&uuml;r den Verein nicht mehr m&ouml;glich. &laquo;Die beiden arbeiteten unseren Vorstellungen mehr entgegen, als dass sie ihnen nachkamen.&raquo;</p> <p>Sie w&uuml;rden einen Partner mit Realit&auml;tssinn in bezug auf Finanzen und Fachkompetenzen und mit einem vertrauensw&uuml;rdigen Verhalten brauchen, betont R&ouml;st. &laquo;Respekt, Fairness und Ehrlichkeit sind f&uuml;r uns unerl&auml;ssliche Grundwerte des gemeinsamen Arbeitens. Sie machen ein Miteinander erst m&ouml;glich.&raquo;</p> <h4>Inventar an Bilali vermacht</h4> <p>Coradazzi vermutet einen Komplott. Es sei von langer Hand hinter ihrem R&uuml;cken geplant worden, sie und Bilali auszubooten, sagt sie. Gemeinderat H&ouml;ltschi bestreitet das. Die 78-J&auml;hrige will seinen Beteuerungen aber nicht glauben. Sie hat darum die Konsequenzen gezogen und das ganze Inventar des Kinos, das sie seinerzeit von ihrem Bruder &uuml;bernahm, an Bilali vermacht: Leinwand, St&uuml;hle, Projektor - einfach alles.</p> <p>Sie hofft, Bilali damit einen Trumpf bei den Verhandlungen mit der Gemeinde in die Hand gegeben zu haben. Sollte er nicht stechen, wollen sie und Bilali alles rausreissen. Bei dem Gedanken daran kommen Coradazzi wieder die Tr&auml;nen.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2974442</guid>
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         <pubDate>Wed, 09 May 2012 06:54:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Jugendtreff zieht die Notbremse  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2972591</link>
         <description><![CDATA[  NEUKIRCH. In den letzten Monaten gab es Probleme mit ausw&auml;rtigen G&auml;sten im Jugendtreff Neukirch. Sie hielten sich nicht an die Regeln und flohen vor der Polizei durchs Kellerfenster ins Freie. Jetzt steht der Treff nur noch Einheimischen offen.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b>NEUKIRCH. In den letzten Monaten gab es Probleme mit ausw&auml;rtigen G&auml;sten im Jugendtreff Neukirch. Sie hielten sich nicht an die Regeln und flohen vor der Polizei durchs Kellerfenster ins Freie. Jetzt steht der Treff nur noch Einheimischen offen.</b><br /><br /><p>Die Konflikte bahnten sich langsam an. Als Mathias H&uuml;berli vor eineinhalb Jahren in Neukirch die Stelle als Diakon &uuml;bernahm, hatte der &ouml;kumenische Jugendtreff schon eine lange Tradition. Jeweils am letzten Samstag im Monat treffen sich die Jugendlichen der Gemeinde in den Kirchenr&auml;umen, um miteinander Tischtennis oder Billard zu spielen, zu tanzen oder zu plauschen. Etwa 30 Besucher z&auml;hlte H&uuml;berli im Schnitt - bis letzten Herbst.</p> <p>Seitdem kommen immer mehr Ausw&auml;rtige nach Neukirch; im M&auml;rz dr&auml;ngten sich laut dem Treffleiter &uuml;ber 60 Besucher in den R&auml;umen der evangelischen Kirche. &laquo;Anfangs fanden unsere Jugendlichen das noch cool&raquo;, erz&auml;hlt der Diakon, der die Abende gemeinsam mit einer weiteren ehrenamtlichen Person betreut. Doch als bald mehr Ausw&auml;rtige als Einheimische den Treff besuchten, begann die Stimmung zu kippen.</p> <h4>Situation ausser Kontrolle</h4> <p>&laquo;Die neuen G&auml;ste waren nicht bereit, sich unseren Regeln anzupassen&raquo;, berichtet H&uuml;berli. Die Jugendlichen sammelten sich vor der Kirche und setzten sich &uuml;ber das Rauchverbot hinweg. &Auml;rger mit den Nachbarn drohte. Die Situation, so H&uuml;berli, geriet ausser Kontrolle.</p> <p>Im Gemeindeblatt machte die Kirche k&uuml;rzlich bekannt, dass sie keine ausw&auml;rtigen Besucher mehr in ihre R&auml;ume l&auml;sst. &laquo;Wir haben schon in den letzten Monaten versucht, die G&auml;ste zu kontrollieren. Sie sollten sich in eine Liste eintragen und eine Telefonnummer angeben, an die wir uns bei Problemen wenden k&ouml;nnen.&raquo; Stichproben h&auml;tten jedoch gezeigt, dass die Jugendlichen teils mit fremden Ausweisen gekommen seien oder fiktive Telefonnummern angegeben h&auml;tten. Als auf Bitten von H&uuml;berli die Polizei erschien, um die Angaben zu kontrollieren, fl&uuml;chteten die jungen Besucher durchs Kellerfenster.</p> <p>Warum der Neukircher Jugendtreff so beliebt ist, kann H&uuml;berli nur vermuten. &laquo;Vielleicht wissen die Jugendlichen nicht, wo sie sonst hingehen k&ouml;nnen&raquo;, meint der Jugendtreffleiter. &laquo;Bis sie 18 Jahre alt sind, ist ihnen der Zutritt zu den Clubs verwehrt, und die anderen Treffs sind samstags nicht ge&ouml;ffnet.&raquo; In der Hoffnung auf Hilfe wandte H&uuml;berli sich auch an den Romanshorner Jugendtreff.</p> <h4>Die meisten verstehen Verbot</h4> <p>Noch am gleichen Tag gab dessen Leiterin Brigitta Sp&auml;lti die Information an ihre Jugendlichen weiter. &laquo;Die meisten, mit denen ich gesprochen habe&raquo;, berichtet Sp&auml;lti, &laquo;k&ouml;nnen die Gr&uuml;nde f&uuml;r das Verbot verstehen und werden sich auch danach richten.&raquo;</p> <p>H&uuml;berli hofft nun, dass k&uuml;nftig in Neukirch wieder Ruhe einkehrt. Sein Wunsch ist es, die regelm&auml;ssigen Treffbesucher besser einzubinden und weiterf&uuml;hrende Angebote zu etablieren. Vor einiger Zeit hat der Diakon ein Leiterteam aus acht Jugendlichen ins Leben gerufen. Gemeinsam kaufen sie ein, kochen und besprechen den Abend. Geplant sind zudem Jugendgottesdienste, Ausfahrten oder Ferienlager. &laquo;Wir wollen ein positives Erlebnis mit Kirche vermitteln&raquo;, so H&uuml;berli.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2972591</guid>
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         <pubDate>Wed, 09 May 2012 01:04:00 +0200</pubDate>
         <title><![CDATA[  Tuten und Blasen  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2972962</link>
         <description><![CDATA[  Einmal im Jahr herrscht Betriebsamkeit in allen R&auml;umen der Romanshorner Musikschule: Am Samstagnachmittag waren Eltern und vor allem die Kinder eingeladen, sich ein Bild zu machen von den zahlreichen Musikinstrumenten, f&uuml;r die ein Unterricht angeboten wird.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p>&nbsp;</p> <p>Einmal im Jahr herrscht Betriebsamkeit in allen R&auml;umen der Romanshorner Musikschule: Am Samstagnachmittag waren Eltern und vor allem die Kinder eingeladen, sich ein Bild zu machen von den zahlreichen Musikinstrumenten, f&uuml;r die ein Unterricht angeboten wird. Die Gelegenheit wurde rege wahrgenommen, und die Lehrkr&auml;fte hatten alle H&auml;nde voll zu tun. Vor dem Instrumentenparcours boten die Lehrerinnen und Lehrer ein Konzert f&uuml;r jene Kinder, die als Erstkl&auml;ssler den Grundmusikkurs absolvieren.</p>   ]]></content:encoded>
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