Brillante Schweizer Abfahrer in Garmisch

Der Bündner Carlo Janka gewinnt letzte Abfahrt und greift nach der grossen Kristallkugel, die er als erster Schweizer seit 18 Jahren gewinnen kann.

Gut im Schuss: Carlo Janka übernahm mit dem Sieg in Garmisch-Partenkirchen die Führung Gesamt-Weltcup.

Gut im Schuss: Carlo Janka übernahm mit dem Sieg in Garmisch-Partenkirchen die Führung Gesamt-Weltcup.
Bild: Reuters

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Rangliste

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Nr. Name Zeit
1. 19 Werner Heel 1:58,58
2. 17 Didier Cuche 1:58,64
3. 16 Michael Walchhofer 1:59,07
4. 22 Aksel Lund Svindal 1:59,23

In der unglaublich dramatischen letzten Weltcup-Abfahrt des Winters landete der 23-Jährige aus Obersaxen beim Finale in Garmisch-Partenkirchen den ganz grossen Coup: Janka gewann zwei Hundertstel vor dem Österreicher Mario Scheiber sowie sieben Hunderstel vor dem Glarner Teamkollegen Patrick Küng und dem zeitgleichen Kanadier Erik Guay.

Janka setzte sich damit an die Spitze der Weltcup-Gesamtwertung, die als bisher letzter Schweizer Mann Paul Accola vor 18 Jahren für sich entschied. 46 Punkte lag Janka vor dem Rennen hinter Benjamin Raich, doch dank seinem Sieg befindet sich nun der Bündner 54 Zähler vor dem Österreicher, der auf einen Start verzichtet hatte. Ausstehend sind noch drei Prüfungen, je ein Super-G, ein Riesenslalom und ein Slalom.

Rennen der knappen Abstände

Didier Cuche, der schon vor dieser letzten Abfahrt als Gewinner der Disziplinenwertung feststand, verlor in einem Rennen der unglaublich knappen Abstände nur 19 Hundertstel auf den Sieger, was aber nurmehr zum 8. Rang reichte. Der Romand sieht nun Janka in der Favoritenrolle auf den Gewinn des Gesamt-Weltcups. Jetzt habe Janka die grösseren Chancen als Raich, war sich Cuche sicher.

Janka errang seinen bereits fünften Saisonsieg, den bereits dritten in der Abfahrt nach Beaver Creek und Wengen. Zusammen mit Küng, der es erstmals in die Top 10 und bei dieser Gelegenheit gleich aufs Podest schaffte, führte er eine starke Serie fort: In jeder Abfahrt des Winters stand mindestens ein Schweizer auf dem Podium. Ein bisschen Glück spielte natürlich auch mit. Mario Scheiber verpasste den Sieg um nur zwei Hundertstel. Zum bereits 12. Mal erreichte Scheiber das «Stockerl», gewonnen hat er noch nie. Für die Österreicher ging damit eine Saison zu Ende, in der sie erstmals seit 18 Jahren ohne Abfahrtssieg blieben. (si)

Erstellt: 10.03.2010, 10:59 Uhr

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