Folgt Ralf Schumacher seinem Bruder Michael in die Formel 1?

Der amerikanische Rennstall USF1 hat sein geplantes Formel-1-Debüt kurzfristig auf 2011 verschoben. Das könnte der Wiedereinstieg für Ralf Schumacher und Jacques Villeneuve sein.

Die Schumacher-Brüder: Michael (links) und Ralf.

Die Schumacher-Brüder: Michael (links) und Ralf.
Bild: Keystone

Denn durch den Rückzug der Amerikaner, die offenbar Finanzierungsprobleme haben, steigen die Chancen des serbischen Teams StefanGP. Villeneuve hofft dabei auf einen Einsatz für das Stefan-GP-Team, das der serbische Geschäftsmann Zoran Stefanovic mit der Übernahme des ehemaligen Toyota-Rennstalls in der Formel 1 etablieren will. Laut «Welt Online» soll Stefanovic neben Villeneuve noch mit Ralf Schumacher als zweiten Piloten verhandelt haben.

Villeneuve kam am Montag extra nach Köln geflogen. In der Fabrik des ehemaligen Toyota-Teams liess sich der Kanadier einen Sitz für einen Formel-1-Boliden anpassen. Der 38-jährige wäre der fünfte Weltmeister im Fahrerfeld neben Jenson Button, Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Michael Schumacher. Ralf Schumacher würde seinem Bruder, der nach dreijähriger Abwesenheit ein sensationelles Comeback gibt, in die Formel 1 zurück folgen.

Villeneuve machte schon eine Sitzprobe

Der Coup mit Schumacher und Villeneuve scheint zumindest möglich. Stefanovic behauptet, bereits Container mit den Autos Richtung Bahrain losgeschickt zu haben. Anderseits war aber auch als Spekulation durchgesickert, dass die serbische Regierung ihre zuvor erteilte Zusage für eine Beteiligung an der Saisonfinanzierung des Teams StefanGP inzwischen zurückgezogen habe.

Für einen Start am 14. Februar in Bahrain braucht man die Zustimmung des Internationalen Automobilverbandes Fia mit dem neuen Chef Jean Todt an der Spitze. Die Fia könnte nun entscheiden, 2010 nur zwölf statt der ursprünglich geplanten 13 Teams starten zu lassen - Oder eben StefanGP für USF1 zuzulassen. Allerdings mit der Gefahr, ein weiteres unterfinanziertes und viel zu wenig vorbereitetes Team im Feld zu haben. Denn während Virgin und Lotus im Plan sind und bereits an Testfahrten teilgenommen haben, war die Lage bei Hispania (vormals Campos) auch kritisch.

Zu «Welt Online» sagte Fia-Präsident Jean Todt, dass man den interessierten Teams den freigewordenen Startplatz nun anbieten werde. «Die Fia wird dann alleine entscheiden, welche der dafür infrage kommenden Teams zu einem WM-Start überhaupt fähig sind.» Noch dürfen Villeneuve und Schumacher auf ihr Comeback hoffen. (Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz)

Erstellt: 04.03.2010, 14:33 Uhr

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