«Rechthaberisch, uneinsichtig, tragisch»

Ex-Armeechef Roland Nef brach nach langer Zeit sein Schweigen. Das hätte er besser bleiben lassen, sagt der langjährige Chefredaktor Peter Rothenbühler. Und nennt mehrere Gründe.

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«Meinetwegen als Magaziner oder Chauffeur oder Entwicklungshelfer»: Edipresse-Redaktionsdirektor und Kolumnist Peter Rothenbühler.

«Meinetwegen als Magaziner oder Chauffeur oder Entwicklungshelfer»: Edipresse-Redaktionsdirektor und Kolumnist Peter Rothenbühler. (Bild: Keystone)

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Peter Rothenbühler

Der bekannte Journalist arbeitet zurzeit als Redaktionsdirektor bei Edipresse im Welschland. Er war zuvor unter anderem Chefredaktor von «Le Matin», «Schweizer Illustrierte» und «SonntagsBlick». Für die «SonntagsZeitung» schreibt er zudem eine Kolumne, die er in Briefform stets an eine bestimmte Person oder Bevölkerungsgruppe richtet. Adressat dieser Ratschläge war im Juni 2008 auch der damalige Armeechef Roland Nef.

War es eine kluge Idee, nach einer langen Phase des Schweigens wieder öffentlich aufzutreten?
Nein, das hätte er besser nicht gemacht. Er will nicht mehr eine öffentliche Person sein, sagt er. Spricht dann aber eine Stunde lang mit dem besten und hartnäckigsten Interviewer der Schweiz, Markus Gilli, am Fernsehen. Zwei Sendungen mit Gilli und die graueste Maus ist berühmt. Was will er wirklich?

Er sagte mehrmals, es gehe ihm und seiner Familie sehr gut, er habe sich gefangen. Hätte er es nicht dabei belassen sollen?
Ja, aber er sagt dauernd, wie er die Sachen gerne sähe, man merkt aber, dass da ein Verzweifelter spricht, der völlig verloren ist und keinen Schritt vorwärts gemacht hat. Tragisch. Ich habe erwartet, dass er erst wieder an die Öffentlichkeit geht, wenn er positive Nachrichten zu seiner Situation bringen kann, zum Beispiel, dass er irgendwo diskret gute Arbeit leistet, meinetwegen als Magaziner oder Chauffeur oder Entwicklungshelfer, aber auf jeden Fall sollte er endlich das neue Leben, von dem er dauernd spricht, anfangen, aktiv.

Oder war das vor allem eine Bewerbungsoffensive? Wenn ja, denken Sie, dass er dank diesem Auftritt Angebote erhalten wird?
Das Gegenteil ist der Fall. Viele haben ihn vergessen, jetzt weiss man wieder, wer Nef ist und was ihm vorgeworfen wurde. Der Mann hat sein Recht auf Vergessen preisgegeben. Und er wird sich in Konflikten wieder uneinsichtig zeigen. Im Klartext: So einen Mann will niemand in verantwortungsvollen Positionen.

Würden Sie ihn im Bereich Logistik oder Sicherheit anstellen?
Warum nicht? Einfach nicht in leitender Stellung.

Wie wirkte er als Person mit seiner Gestik und Rhetorik auf Sie?
Rechthaberisch, uneinsichtig, wie alle unsicheren Persönlichkeiten.

Er machte das Angebot, sich öffentlich von einem Psychiater untersuchen zu lassen. Würden Sie ihm raten, dies in die Realität umzusetzen und die Diagnose zu veröffentlichen?
Nein, auch das würde ich ihm nicht empfehlen, er soll, wenn er schon auspacken will, genau sagen, was wirklich war mit der Ex-Freundin.

Nef stellte sich als Opfer von Medien, Justiz und Politik dar. Wurde er in Ihren Augen tatsächlich von den Medien «geschlachtet», wie er sagte?
Nein. Die Medienkampagne war nur das Resultat der Verwedelungs- und der Wegschaupolitik von Bundesrat Samuel Schmid. Medien reagieren auf nichts so brutal wie auf Lüge und Verschleierung. Ich erinnere mich genau, wie vorsichtig die «SonntagsZeitung» den Fall Nef angegangen ist, wie Chefredaktor Andreas Durisch dem VSB und Samuel Schmid Gesprächsangebote zur Klärung des Falls gemacht hat, auf die nicht eingegangen wurde.

Ist er ein Opfer der SVP geworden, die sich für die Blocher-Abwahl an Schmid rächen wollte?
Die SVP steckt nicht hinter der «SonntagsZeitung», soviel ich weiss. Aber als die Sache einmal lanciert war, hatte die SVP keinen Grund, die Fehler Schmids in der Bewältigung der Nef-Krise zu ignorieren. Nef sieht überall Täter, sich selbst sieht er als Opfer. Tragisch, wie gesagt.

Nef überlegt sich, ein Buch über seinen Fall zu veröffentlichen. Eine gute Idee?
Hey, wen interessiert das heute? Der Mann hat gar nicht gecheckt, dass er nicht mehr interessiert, denn Schmid ist weg - und er ist auch weg vom Fenster. Das Buch würde ein Flop werden, also nochmals eine Niederlage für den Mann, der sich endlich anderem zuwenden sollte. Ausserdem will er ja die spannenden Sachen, also Sex and Crime, nicht drin haben.

Was wünschen oder raten Sie Herrn Nef für die Zukunft?
Viel Glück, eine verständnisvolle Familie, sehr schnell einen Job. Und vielleicht einen guten Medienberater. (Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz)

Erstellt: 03.02.2010, 07:30 Uhr

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41 KOMMENTARE

Charles Dupond

04.02.2010, 08:10 Uhr

@ Felice Otranto: Hochkaraetige Experten hatten die Schwatzbuder davor gewarnt, den mittelalterlichen Freikauf wieder ins "moderne" Strafgesetz aufzunehmen. Falls die Genugtuung (bei gewaltfreien "Schaeden" in der Regel unter tausend Franken) unverhaeltnismaessig hoch war, haette die Staatsanwaltschaft von Amtes wegen ein Verfahren wegen Verdacht der Erpressung oder des Wuchers eroeffnen muessen.


Felice Otranto

03.02.2010, 19:19 Uhr

Herr Nefs Selbstbewihräucherung ist peinlich, aber typisch für unsere Armee. Er ist kein Opfer sondern ein Täter, der sich mit Geld freigekauft hat und nun alle register zieht um sich ins gute Lich zu stellen. Danke für solche Offiziere.


Richard Meier

03.02.2010, 14:21 Uhr

Man mag sich über das Verhalten und die Uneinsichtigkeit des Herrn N. wundern, aber: sind das nicht genau solche Eigenschaften, die es in einer Führungsposition der Armee braucht? Rechthabertum, die eigene (Streit)-kraft ist über alle Zweifel erhaben, Offensive statt Defensive, Befehlen anstatt andere Meinungen zuzulassen, die eigene Armee (hier Person Nef) ist immer im Recht etc.


Ben Müller

03.02.2010, 12:49 Uhr

@G. Hirt: es war keineswegs meine Absicht mich in irgendeiner Form über Selbsthilfegruppen oder ähnliche Strukturen lustig zu machen. Ich denke einfach, der Mann braucht in irgend einer Form Hilfe. Mit ihren Ausführungen haben sie sicher recht, ich kenne mich persönlich nicht wirklich aus.


Gabrielle Hirt

03.02.2010, 11:28 Uhr

Sehr geehrter Herr Müller. Grundsätzlich liegen sie mit ihren Aussagen richtig. Als Leiterin einer solchen Selbsthilfeorganisation, muss ich Ihnen aber auch sagen: Selbsthilfe beginnt genau genommen bei sich "selber". Das würde auch gefährlich für die Gruppe, weil solche "Strampler" unter Umständen, die Gruppe zu stark dominieren würden.


Ben Müller

03.02.2010, 11:04 Uhr

Ich verstehe die Anti-Kommentare zu Herrn Rothenbühler nicht. Der Mann sagt aus meiner Sicht genau das, was ich auch dachte als ich das Interview mit Roland Nef (ausschnittweise) gesehen habe. Auch wenn er nicht ganz selber schuld sein mag der Herr Nef, so finde ich doch das gegränne für einen Mann der mal Armeechef war recht peinlich. Statt Medienberater schlage ich Selbsthilfegruppe vor.


Di Bari Michele

03.02.2010, 11:00 Uhr

Zum Glück gibt es immer wieder so tolle Gottesgeschenke wie Gilli und Rothenbühler an die Menschheit. Allwissend, arrogant und respektlos. Aber immer im Dienste des öffentlichen Wissensbedarfs.


Hans Graf

03.02.2010, 10:37 Uhr

Schmid wollte Nef opfern, um sich selber zu retten. Sein Schuss ging zum Glück für unser Land daneben. Auch wenn Herr Nef Fehler in seiner Beziehung gemacht hat - wer macht das schon nicht - hatten diese nichts mit seinen ausserordentlichen Fähigkeiten als Armeechef zu tun. Ich finde es billig, wenn die Öffentlichkeit aus dem gegenseitig vereinbarten Sillschweigen, versucht Kapital zu schlagen.


klaus trommer

03.02.2010, 09:33 Uhr

ich fand den auftritt hätte sich herr nef sparen können. fand es auch nicht nachvollziehbar warum einer in die medien geht, wenn er die ganze sache lieber vergessen möchte.. ..andererseits finde ich diesen bericht von Chefredarktor Rothenbüeler auch sehr daneben und ja eben, grausam sind die reaktionen der presse, wie er ja selbst schreibt... da schreibt er anscheinend von sich selbst! armselig!!!


Michael Meier

03.02.2010, 09:22 Uhr

Markus Gilli soll der beste Interviewer sein in der Schweizer Medienwelt. Dass ist ja wohl ein Witz. Und der 'Allwissende' Peter Rothenbühler will Roland Nef qualifizieren. Noch der grössere Witz. Wenn Roland Nef einigermassen rehabiliert werden will, dann soll er die Wahrheit sagen und sich sonst lieber nicht mit den Medien anlegen. Ansonsten werden diese ihn fertigmachen.


Maria Studer

03.02.2010, 08:17 Uhr

Otto Normalverbraucher ist durchaus in der Lage, aufgrund der Aussagen von R.N. sich eine Meinung zu bilden. Dazu braucht es P.R. nicht. Er möge besser in die eigenen dunkeln Löcher leuchten.


rudolf thoma

02.02.2010, 21:18 Uhr

...sorry...und so einer war mal Armeechef...oberpeinlich!


Karl Wild

02.02.2010, 16:08 Uhr

Peter Rothenbühlers Einschätzung der Lage ist brillant. Roland Nef sollte sich glücklich schätzen, dass die SonntagsZeitung nur einen Bruchteil der Vorwürfe veröffentlichte, von denen sie Kenntnis hatte und hat. Andere Medien hätten die schockierenden Unappetitlichkeiten nicht zurückbehalten. Und dass die SVP etwas mit der Entstehung des Falles Nef zu tun gehabt haben soll, ist schlicht Quatsch.


Hans Meyer

02.02.2010, 15:59 Uhr

ich finde, rothenbühler hat mit allem recht. auch sehe ich nicht, wo nef irgendwelche lernschritte gemacht hat. Und von daher bin ich sehr froh, dass nef nicht mehr armeechef ist.


Jon Cantieni

02.02.2010, 15:53 Uhr

Das Auftreten unseres Ex Armee Chefs war nur peinlich


Herta Leemann

02.02.2010, 15:52 Uhr

Er hat sich "gut" verteidigt. Allerdings, ein bisschen weniger Arroganz wäre angebracht gewesen. Das Rechthaberische und seine Uneinsichtigkeit haben ihm sicherlich mehr geschadet als genützt.


Cornelia Schneider

02.02.2010, 15:51 Uhr

Schön, wie immer alle anderen wissen, was einer denkt und machen sollte. Vielleicht wollte er einfach mal aufzeigen, wie es sein kann, wenn die Medien jemanden vorverurteilen. Ist ja klar, dass nun vorallem Medienschaffende und irgendwelche Psychologen welche sich profilieren wollen, sich auch noch dazu melden müssen. Peinlich sowas.


Hansjörg Meier

02.02.2010, 15:40 Uhr

Tja, wie es heisst "keine Krähe kratzt der anderen ein Auge aus" ... also auch nicht Peter Rothenbühler, ein Urgestein des CH-Boulevard-Journalismus. Mag sein, dass Nef diese PR-Aktion lieber sein liess - auch auf Rothenbühler's undifferenzierte und inkompetente Pseudo-HR-Expertise in Sachen "Nef" könnte die Öffentlichkeit sehr gut verzichten.


Annemay Ruhstaller

02.02.2010, 15:37 Uhr

Dass Herr Nef mit dem Auftritt wahrscheinlich einen Fehler gemacht hat, mag sein. Aber wie jetzt Chefredarktor Rothenbüeler oeffentlich auf ihm herumhackt, ist völlig daneben. Seine abschätzigen Aussagen (tragische Person.. , so ein Mann will niemand einstellen..., unsichere Persönlichkeit...) geben Herrn Nef (dessen Entlassung übrigens gerechtfertigt war!) noch eins drauf. Unschön von der Presse!


Klaus Jott

02.02.2010, 15:34 Uhr

Nach dem ersten Satz gestern hat R. Nef seine Sympathie verspielt. Mir ist ebenfalls vollständig unklar, wie so was passieren konnte. Man hat ihm diese Strategie sicherlich angeraten. Noch unverständlicher, dass er nicht selber fühlt, resp. denkt. Eine Marionette. Sorry. Trotzdem: Alles Gute und viel Glück. Irgendwo und irgendwann geht sicherlich eine Türe auf. Hoffentlich aber keine mit Führung.


Renate Traber

02.02.2010, 15:34 Uhr

Es fragt sich nur noch wer grössenwahnsinniger ist, der ehemalie Chef-Redakteur oder der ehemalige Armeechef?


Müller Dieter

02.02.2010, 15:32 Uhr

Vielleicht war er ja wirklich nur ein Opfer. Die SVP kämpft doch durchwegs nur mit harten und manchmal auch unfairen Bandagen. Bis jetzt wurde von niemandem nachgewiesen, dass der Vergleich, den er mit seiner seiner Ex Freundin getroffen hat, gesetzeswidrig war. Nur - das alles bringt ihm leider auch nichts mehr. Und der Herr Rothenbühler ist meines Erachtens einfach nur ein arroganter Plauderi


Hans Meier

02.02.2010, 15:31 Uhr

Wie kann man Gilli als den besten Interviewer der Schweiz bezeichnen? Ich musste wegzappen weil er mich so genervt hat mit seinen dämlichen Fragen... Aber klar kommt das aus dem Mund eines Rothenbühler. Der hat noch nie zu was getaugt... Lachhaft das Ganze!!


Claudio Marongiu

02.02.2010, 15:25 Uhr

Die Art und Weise mit welcher hier Peter Rothenbühler Magaziner, Chauffeure oder Entwicklungshelfer im Zusammenhang bringt, finde ich sehr abschätzig.


markus sennheiser

02.02.2010, 15:24 Uhr

Dieser Mann versucht ein bisschen Ehre zu retten was jedem zusteht der sich danach sehnt. Der Monster Nef wie er uns medial presentiert wurde ist mir gestern nicht aufgefallen. Wie weit dürfen Medien in den Persönlichkeitschutz eindringen? Bis zum Selbstmord? noch mehr weinende Bundesräte am TV? Die Macht der Medien wird oft unterschetzt und die pressefreiheit immer mehr missbraucht.


peter meier

02.02.2010, 15:17 Uhr

ohjeh der Arme. Aber er findet sicher ein Psychiater der ihn von seiner Uneinsichtigkeit, Sturheit befreien kann. Einfach nur peinlich Herr Nef was Sie da rauslassen. Sie erlebem jetzt selbst, was "Stalking" ist, oder stalkt Sie die Vergangenheit nicht?


Sandro Buser

02.02.2010, 15:10 Uhr

Krass wie Rothenbühler da auf Nef rumbasht. Zweifelsohne, Nef ist eine tragische Figur. Noch tragischer ist aber Rothenbühler, der noch auf ihn eindrischt – Hauptsache Nef liegt flach am Ende, völlig entwertet. Eine Armutszeugnis. Für Rothenbühler.


Hans Ulrich Suter

02.02.2010, 15:00 Uhr

Was ich nicht verstehe ist folgendes: Der Mann ist offensichtlich völlig ungeeignet für Führungsaufgaben und hat es erneut bewiesen, warum aber hat er dann x Bewertungen, den UO-Vorschlag, den Off-Vorschlag und eine grössere Anzahl Beförderungen überstanden, ohne dass man das bemerkt hat. Da muss doch die Armee ein ganz grosses Problem haben und zwar mindestens seit 1982, oder wann war seine RS?


peter zimmermann

02.02.2010, 15:00 Uhr

Ihr Vorschlag: vielleicht ein guter Medienberater'....hilft Herr Nef ganz bestimmt nicht. Solange er sich in der Opfer-Rolle badet - kann eine Wiedereingliederung und schon gar nicht eine Wiedergutmachung einsetzen. Kommt dazu, Herr Nef ist in seiner Persönlichkeit gestört. Jeder Medienauftritt und das geplante Buch hindert und blockiert seine Genesung. Reform 91


Roger Pfanner

02.02.2010, 14:54 Uhr

"Im Klartext: So einen Mann will niemand in verantwortungsvollen Positionen. Viel Glück, eine verständnisvolle Familie, sehr schnell einen Job. Und vielleicht einen guten Medienberater." Von einem Redaktionsdirektor dürfte ein sachlicher Komenttar erwartet werden. Wie wärs mit einer Anstellung in der Medienbrache?


Andreas König

02.02.2010, 14:54 Uhr

Lieber Peter Rothenbühler und Interviewer: Auch im Bereich Logistik gibt's anspruchs- und verantwortungsvolle "leitende" Kaderstellen (nicht nur Chauffeure und Magaziner). Wobei es auch hier wie überall ein gewisses fachliches und persönliches Niveau braucht (wie der aktuellste Negativfall des "obersten Logistikers" Claude Béglé wohl eindrücklich dokumentiert).


Patrick Tobler

02.02.2010, 14:53 Uhr

Hey, wen interessiert Rothenbühlers Geschwätz, der im Vorbeigehen noch schnell ein Zückerchen an den am meisten überschätzten Interviewer der Schweiz, Markus Gilli, verteilt. Da PR ein egomanisches Fähnchen im Wind ist und jeweils schreibt, wie es die Stimmung im "Volk" will (vgl. Kolumnen über Merz), ist dieses Interview eines sog. Experten auch absolut irrelevant.


Peter Müller

02.02.2010, 14:53 Uhr

Warum gibt man diesem Peter Rothenbühler eigentlich immer wieder eine Plattform, um seine unqualifizierten Äusserungen kundzutun? Der gute Herr ist wirklich ziemlich überflüssig. Derweil war der Auftritt von Roland Nef mutig und verdient Respekt. Dass er einen unverzeihlichen Fehler begangen hat ist absolut klar. Dennoch hat er um Potenzen mehr Format als dieser Peter Rothenbühler.


Thomas Illi

02.02.2010, 14:49 Uhr

Roland Nef ist zweifellos ein Opfer – aber nicht der Medien, sondern seines Medienberaters.


Markus Berger

02.02.2010, 14:48 Uhr

Sicher war es nicht besonders geschickt von einem angeschlagenen und vermutlich kranken Ex-General an die Öffentlichkeit zu treten. Das Interview mit dem selbsternannten Guru für unnötigen Boulevard und schlechten Stil findet sicher aber auch einen guten Job als Magaziner oder Chauffeur. Als Entwicklungshelfer würde beiden die nötige Sozialkompetenz wohl fehlen.


eva zwerg

02.02.2010, 14:47 Uhr

der mündige bürger kann sich über die einseitegen aussagen von herr Nef, kein urteil bilden solange die akten eingesehen werden können. dies ist jedoch mit diesem fernsehauftritt , was der auch immer bezweckt, überfällig.


Liselotte Weber

02.02.2010, 14:44 Uhr

r. nef - unschuldig und ungerecht behandelt, dass ist der eindruck den er hinterlassen wollte (vermute ich)! er hat viel geredet und nichts konkretes gesagt. ich frage mich allerdinges weshalb er sich einem solchen doch auch sehr peinlich gestalteten gespräch. gestellt hat. gilli wollte ihm um alles in der welt die würmer aus der nase ziehen - ist ihm aber nicht gelungen : verschwebdete zeit!


Walter Sack

02.02.2010, 14:43 Uhr

Nef ist ein tragischer Fall, aber wenn sich eine öffentliche Person wie Rothenbühler dazu auch noch äussert, ist es einfach nur noch peinlich... Wie hat er mal in einem Interview gesagt: "ich bin der einzige Deutsch-Schweizer, den sie in der Romandie verstehen und mögen!" Das mag sein, umgekehrt hat er viele Sympathien verspielt.


Fabian Baum

02.02.2010, 14:41 Uhr

"Medien reagieren auf nichts so brutal wie auf Lüge und Verschleierung." Das ist mit Verlaub die grösste Lüge in diesem Zusammenhang: Medien drucken das ab, was sie verkaufen können und sonst gar nichts. Der Tagesanzeiger macht es ja selbst vor. Am besten läuft das Geschäft nun mal mit Skandalen. Da werden auch keine Ansprüche an Wahrheit oder Informationsgehalt gestellt.


romy minder

02.02.2010, 14:36 Uhr

Ich bin mir gar nicht so sicher ob Hr. Nef nicht wieder einen Job in einer führenden Stellung finden wird. Dass er einen sucht, ist nach diesem Interview klar. Ich erinnere mich an den Fall Belasi - ebenfalls im VBS geschehen - nach seiner Verurteilung und 4 Jahren Gefängnis (2 J davon Untersuchungshaft, was angerechnet wurde) hat man ihn in einer Sicherheitsfirma !! als Vorgesetzten engagiert.


Viktor Troska

02.02.2010, 14:35 Uhr

Rothenbühler ist ein Medienfuchs durch und durch genau wie Gilli. Sex and Crime ist das einzige was zählt. Für die Quote "schlachtet" man Leute. Nef hat absolut recht mit seiner Medienkritik. Die Macht der Medien muss eingeschränkt werden. Ausserdem sollten Medien resp. Journalisten für unethisches Verhalten direkt zur Verantwortung gezogen werden können. Nef hat eine zweite Chance verdient!



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