Der mit den Stürmen und Gewittern tanzt
O'Neil Bürgi, freier Regisseur und Produzent.
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Zur Person
ONeil Bürgi, Cutter, freier Regisseur und Produzent
Der in Frauenfeld wohnhafte O’Neil Bürgi wurde 1981 in Arbon geboren und absolvierte eine Lehre als Maler. Heute arbeitet er teilzeitlich als Cutter für das TV-Produktioncenter tpc des Schweizer Fernsehen und als freier Regisseur und Produzent. Sein erster Kinofilm «Dancing with the Storms» läuft am 25. September in acht Schweizer Kinos an. Im Cinema Luna Frauenfeld ist er Freitag bis Sonntag um 18 Uhr zu sehen. (sti)
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O’Neil Bürgi, das Cinema Luna zeigt Ihren Film über sogenannte Sturmjäger. Das sind Menschen, die in ihrer Freizeit Gewittern nachjagen und diese dokumentieren. Wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?
ONeil Bürgi: Als ich 1996 den Film «Twister» im Kino sah, wurde ich auf das Thema «Tornadojagd» beziehungsweise «Stormchasing» aufmerksam. Kurz nach dem Film erfuhr ich, dass diese Szene wirklich in den USA existiert, und das fand ich faszinierend. Schon damals hatte ich mir gesagt, dass ich dieses Thema irgendwann filmisch umsetzen möchte. Ende 2007 plante ich in die berühmte «Tornado Alley» zu reisen, um Schweizer bei ihrer Tornadojagd zu begleiten.
Und – waren Sie dort?
Nein. Ich war fest entschlossen dorthin zu fliegen, um die Arbeit der Sturmjäger zu dokumentieren. Die Produktionskosten wären aber für einen mehrwöchigen Dreh in den Staaten zu hoch ausgefallen. Eine Kulturförderung oder Sponsoren hatte ich ebenfalls nicht in Aussicht. Ich war nahe dran, dieses Projekt aufzugeben. Anfang 2008 stiess ich aber auf den Schweizer Sturmjäger Christian Matthys. Als ich sah, wie er mit seinem Mini Cooper quer durch die Schweiz Gewitterzellen hinterherfuhr, dachte ich mir: «Das ist meine Story!» Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, dass es eine «Stormchasing»-Szene in der Schweiz gibt.
Wo haben Sie denn das Filmemachen gelernt? An einer Filmschule?
Nein, ich habe nie eine Filmschule besucht. Das Filmemachen lernte ich auf einem sehr unkonventionellen Weg. Ich drehte schon als 14-Jähriger mit Freunden Actionfilme in der Nachbarschaft. Ich verschlang im Kino einen Film nach dem anderen und studierte sie. Nach meiner Lehre als Maler hatte ich das Glück, die richtigen Personen in der Film- und TV-Branche zu treffen, und konnte dadurch einiges von ihnen lernen. Das meiste davon habe ich mir aber selbst beigebracht.
Was sind Ihre nächsten Filmprojekte?
Zurzeit schwirren mir drei Ideen durch den Kopf, zwei Spielfilme und ein Dokumentarfilm. Vor allem die Spielfilme sind sehr ambitionierte Projekte. Im Moment überlege ich mir, was ich davon zuerst realisieren möchte. (ThurgauerZeitung)
Erstellt: 23.09.2009, 16:57 Uhr









