17 Stunden unter dem Schnee überlebt

Ein junger Skifahrer im Wallis hat die Nacht auf heute verschüttet im Schnee überlebt. Die Rettungskräfte sprechen von einem «besonderen Ereignis».


Ein Waadtländer hat in der Region Evolène VS 17 Stunden unter einer 50 Zentimeter dicken Schneedecke überlebt. Der 21-Jährige war am Samstag ausserhalb der markierten Skipiste von einer Lawine verschüttet worden. Erst am Sonntag gelang es den Rettungskräften, ihn zu bergen.

Nach Angaben der Walliser Kantonspolizei vom Sonntag war der junge Mann am Samstag gegen 16.30 Uhr von seiner Familie als vermisst gemeldet worden. Bei einer sofort eingeleiteten Suchaktion wurde ausserhalb der markierten Piste ein Lawinenkegel festgestellt.

Nur eine leichte Unterkühlung

Eine Skispur führte in die Lawine und verlor sich in den Schneemassen. Die Suche musste aufgrund von Sicherheitsrisiken allerdings um 1.30 Uhr unterbrochen werden.

Bei Tagesanbruch überflog ein Helikopter der Air-Glacier die Lawine. Rettungskräfte registrierten Bewegungen auf dem Lawinenkegel und konnten den Vermissten in der Folge bergen. Bei vollem Bewusstsein und mit leichter Unterkühlung wurde er ins Spital geflogen.

Dass der junge Mann überlebt hat, sei ein «besonderes Ereignis», schreibt die Polizei. Gemäss ersten Erkenntnissen habe er dank einem kleinen Hohlraum überlebt, den er vor seinem Gesicht geformt hatte. Auf diese Weise kam er zu Frischluft. (oku/sda)

Erstellt: 07.02.2010, 16:31 Uhr

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