Köppel: «Ich bin einer der neugierigsten Menschen, die ich kenne»

Roger Köppel ist in der Online-Umfrage von Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz zum klügsten Kopf des Landes gewählt worden. Der «Weltwoche»-Chef über seinen Triumph, das intellektuelle Klima in der Schweiz und seinen Wikipedia-Eintrag.

Roger Köppel ist Besitzer, Verleger und Chefredaktor der «Weltwoche».

Roger Köppel ist Besitzer, Verleger und Chefredaktor der «Weltwoche».

Die grössten Intellektuellen der Schweiz?

Umfrage

Die Online-Umfrage wurde gestern auf Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz durchgeführt. Sie ist nicht repräsentativ. Die 20 Kandidaten wurden zudem von der Redaktion ausgewählt. Mitgemacht haben 4702 Personen.

Die Resultate der Umfrage
RangNameStimmen in %
1Roger Köppel18
2Roger de Weck16,5
3Jean Ziegler12,6
4Daniel Binswanger7,5
5Hans Küng6,8
6Rudolf Strahm6,4
7Peter von Matt4,8
8Beat Kappeler3,9
9Kurt Imhof3,3
10Philipp Sarasin3,0
11Bruno S. Frey3,0
12Adolf Muschg2,4

Herr Köppel, wer ist für Sie der grösste Intellektuelle der Schweiz?
Lebend oder tot? Wer ist der grösste Intellektuelle? Dürrenmatt, aber der lebt nicht mehr… (denkt nach) Sagen Sie es mir.

Sie sind es. Die Leser von Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz haben Sie mit 18 Prozent zum grössten Schweizer Intellektuellen gewählt. Wir gratulieren.
Tatsächlich? Hervorragend, vielen Dank, offensichtlich hat Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz kluge Leser (lacht).

Auf dem Podium werden Sie von Roger de Weck und Jean Ziegler flankiert, zwei prononciert kapitalismuskritischen Denkern. Ist Ihr Triumph ein Sieg des Liberalismus oder sind Sie einfach der letzte Mohikaner der Rechten?
Die Leser haben mir zwei Kritiker zur Seite gestellt, damit ich nicht übermütig werde (lacht). Ausserdem bin ich enttäuscht, dass ich nur so knapp vor Jean Ziegler liege! Ich glaube aber tatsächlich, dass es der «Weltwoche» gelingt, sich aus dem linkslastigen intellektuellen Einheitsbrei abzuheben. Vielleicht wurde das honoriert. Mich interessieren Ideen und Argumente. Ich bin einer der neugierigsten Menschen, die ich kenne. Schön, dass das honoriert wird.

Sie haben in der «Weltwoche» einmal geschrieben, dass es in der Schweiz eigentlich nur linke Intellektuelle gebe, während das Land immer konservativer wird.
Das ist tatsächlich so. Die «Weltwoche» ist ja die Plattform für ein intellektuelles Milieu, das sich nicht am Mainstream orientiert und Gegensteuer gibt, andere Meinungen und Fragestellungen nach vorne bringt, auch dort kritisch bleibt, wo alle anderen applaudieren. Ich habe das enge intellektuelle Klima oft am eigenen Leib gespürt, die Inquisitorengesichter in den Redaktionen, wenn Sie mal einen anderen Gedanken einbrachten. Da muss man einfach ausbrechen und für Frischluftzufuhr sorgen.

Am Gymi hätten die Pseudo-Intellektuellen Punk gehört, Sie dagegen Clapton, Deep Purple oder Cream, gaben Sie gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnetz zu Protokoll. Ihre Top 5 heute, 20 Jahre später?
Momentan «The Capitol Years» von Frank Sinatra, aus den 50ern und 60ern. Dann Quincy Jones und von Alfred Brendel Beethovens Klavierkonzerte. Den Rhythm’n’Blues von Eric Benet. Und Nils Landgren.

Glauben Sie, dass auf Ihrem Wikipedia-Artikel schon etwas von der Wahl steht?
Den habe ich schon lange nicht mehr gelesen, ich will mich ja nicht ständig aufregen (lacht). Sollte diese Umfrage tatsächlich notiert werden, da bin ich sicher, würde der Wikipedia-Wächterrat darauf achten, dass es einen schönen negativen Dreh bekommt. (Thurgauerzeitung.ch/Newsnetz)

Erstellt: 08.10.2009, 15:20 Uhr

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65 KOMMENTARE

Christian Mueller

08.10.2009, 18:26 Uhr

Man mag von Köppel halten was man will - Dumm ist er gewiss nicht.


Raphael Petit

08.10.2009, 17:19 Uhr

"Wenn du denkst du denkst, dann denkst du du denkst..." Zitat T.D. aus D.


Luis Rösler

08.10.2009, 17:17 Uhr

Ein intellektueller Rechter ist ein Oxymoron....


Herbert Schenker

08.10.2009, 15:54 Uhr

Jedes Land hat den "klügsten Kopf", den es verdient.


Lukas Rohrer

08.10.2009, 15:48 Uhr

Ich bin dafür die Wahl mit der Frage "Kennen sie ...... " zu wiederholen. Die Ranglsite dürfte in etwa gleich aussehen.


Markus Meury

08.10.2009, 15:15 Uhr

Es ist schon erstaunlich, dass Köppel noch immer als Intellektueller gilt. Seit Jahren verbreitet die Weltwoche die immer gleiche Propaganda der Neuen Rechten, mit süffigen Reportagen und unhinterfragten Prämissen und Ideologien. Erst bei genauerem Hinschauen oder Nachprüfen stellen sich "Fakten" als falsch oder als willkürlich zusammengesetzt heraus. Von Intellektuellen erwarte ich Anderes!


Hans Graf

08.10.2009, 15:09 Uhr

Die Auswahl war ja SEHR einseitig. Von ähnlich zweifelhafter Qualität war auch die Wahl der "beliebtesten Schweizerin des Jahres 2009" die wohl nur sie selber gefreut hat. Trotzdem, Herrn Köppels Geist ist freier und liberaler als der der übrigen Kandidaten zusammen und ich gratuliere ihm herzlich. Seine "Weltwoche" ist ein Genuss und eine Bereicherung für die main gestreamten Medien der Schweiz


Michel Gilgen

08.10.2009, 14:55 Uhr

Leserbriefschreiber Thomas Müller sollte auch in diese Liste genommen werden, weil sein Kommentar nun wirklich KLUG ist ... für mich pers. ist es immer wieder eine Freude Herrn Binswangers Beiträge zu lesen, weil er differenzieren kann, was mir bei Herrn Köppel oft fehlt. Toll fand ich seinen Spagat zwischen der Verhaftung von Polanski zu begrüssen und trotzdem über den Staat zu lästern ...


Pascal Dinichert

08.10.2009, 14:47 Uhr

@Major Davel; Sie sprechen mir aus dem Herzen! Leider bezeichnen sich die 68% Deutsch-CH'ler immer als Schweiz - mais il y en a plus que ca. Salutations de Lausanne


Micha Rieser

08.10.2009, 14:44 Uhr

Stelle zu einem Rechten ein paar Linke und der Rechte wird gewählt. Wen wundert das? Wenn man aber alle Linken zusammensummiert, dann steht der eine Rechte sehr abgeschlagen da. Wären nur Rechte und ein einziger Linker zur Auswahl gestanden, wäre das Bild anders schief herausgekommen. Wer also nun Köppel für diesen "Erfolg" gratuliert, zeigt denselben Realitätsverlust wie die Weltwoche selber.


Werner Obrecht

08.10.2009, 14:26 Uhr

Diese Umfrage ist Ausdruck des Medienpopullismus, indem ihre Anlage die Gewinner weitgehend festlegt, den Medienpopulisten Nr 1 in der Schweiz, Verleger R. Koeppel. Dass dieser die Anlage der Umfrage und ihr Ergebnis nicht mit einem Wort relativiert, sondern stattdessen in gewohnter Manier gleich noch einen draufhaut, ist wohl der untrüglichste Ausdruck seines Status als "Intellektueller".


Marc Chapeau

08.10.2009, 14:25 Uhr

Wer über Intelektuelle richtet, sollte zwischen Adjektiven und Nomen unterscheiden können, lieber Herr Bader.


tanner theo

08.10.2009, 14:23 Uhr

laut wikipedia sind akademiker nicht per se auch intellektuell. für den intellektuellen konstituierend sind das stör- potential und die legitimationsfähigkeiten. dies seien die massgebenden variablen eines mister intellect. roger köppel scheint wikipedia nicht zu mögen. das obwohl die wiki-werteskala seine wahl zum mister intellect definitorisch bestätigt.


Michael Nieland

08.10.2009, 14:17 Uhr

Als ich sah, dass der Weltwoche Mensch in dieser Umfrage vorkam, dachte mir, es ist rein ironisch gemeint und jetzt, dass ich sehe, dass diese Person auch die Umfrage gewonnen hat, sehe ich es bestaetigt. Es war einer der besten 1. April Witze des Jahres. Danke fue diese lustige Vorfall!


Major Davel

08.10.2009, 13:58 Uhr

Wie kann sich eine solche Umfrage "der klügste im GANZEN Land" nennen?? Entweder geht das Land lediglich von St.Gallen bis Bern oder die Romands und die Tessiner sind nicht ernennenswert, sprich ein Volk von Trotteln! Liebe Deutschschweizer, lernt bitte von der "deutschen Schweiz" zu reden, wenn ihr euch mit ihrer kleinen Welt befasst!


Thomas Müller

08.10.2009, 13:41 Uhr

Schleierhaft, wie Roger Köppel zum intellektuellen Menschen gekürt worden ist. Ebenso bleibt es das Geheimnis von Roger Köppel, weshalb er der neugierigste Mensch sein. Neugierde würde ja heissen, sich mit verschiedenen Facetten von Fragen auseinander zu setzen. Und genau das habe ich bei Herrn Köppel noch nie erlebt. Für ihn gilt nur die eigene Meinung als alleinselig machend. Fragen über Fragen.


Hanspeter Dolder

08.10.2009, 13:13 Uhr

Roger de Weck und Jean Ziegler mögen sicher Intellektuelle sein - aber de Weck wurde beispielsweise von der deutschen Zeitung wo er in Leitender Stellung tätig war, schnell nach Hause zurück geschickt. Dank seiner Herkunft wurde er dann beim mittelmässigen SF doch noch beschäftigt. De Weck und Ziegler wurden wurden nur dank ihrer reisserischen Kritiken bekannt, haben aber sonst nichts erreicht.


Michael Meyer

08.10.2009, 13:10 Uhr

Herr Köppel, ich gratuliere Ihnen. Und was für das Resultat noch mehr spricht; als frei denkender Mensch können Sie über das Abstimmungsresultat lachen. Sie haben also noch immer festen Boden unter den Füssen. Weiterhin viel Erfolg für Sie persönlich und viel Erfolg der Weltwoche.


Matthias Kalt

08.10.2009, 13:01 Uhr

Eine solche Wahl in unserer linkslastigen Medienlandschaft - es sollte den Medien"Machern" zu denken geben, wenn die Medien"User" so wählen ... aber das wäre dann wohl doch zuviel der Wunder.


Toni Gysin

08.10.2009, 13:00 Uhr

Ohne jemandem nahetreten zu wollen, derartige Umfragen sind nicht aussagekräftig. Man hatte nur die Möglichkeit, aus einem engen , von Journalisten definierten Kreis jemanden zu wählen. Das gleiche Vorgehen hat die Sendung Swiss Awards gewählt. Auch hier hatte das Publikum nur die Wahl aus einem vorbestimmten Personenkreis jemanden zum Schweizer / zur Schweizerin des Jahres zu wählen. Resultat = ?


Tim Roh

08.10.2009, 12:59 Uhr

Köppel ist ein ausgezeichneter Rhetoriker und mutiger Tabubrecher. Aber ein Intellektueller? Dafür ist er zu sehr überzeugt von seinen Überzeugungen. Intellektuelle beleuchten einen Sachverhalt distanzierter, mehr aus der Vogelperspektive.


Peter bader

08.10.2009, 12:57 Uhr

Die Mitglieder der SVP können nicht Intellektuell sein !


Werner Meier

08.10.2009, 12:56 Uhr

Verschont uns bitte mit solchen Umfragen. Und zieht daraus hoffentlich ja keine Folgerungen.


Thomas Dingeldein

08.10.2009, 12:48 Uhr

Gratulation, Roger Köppel, vielen Dank auch für die Weltwoche. Die Plätze 2 und 3 mache mir jedoch Angst. Herr de Weck ist ein Europäer und kein Schweizer, die für Herrn Ziegler Stimmenden haben wohl den Grad der Verwirrtheit mit Intellekt verwechselt


Michael Müller

08.10.2009, 12:46 Uhr

Mann sollte überprüfen ob diese Abstimmung nicht einer Attacke von Hackern zum Opfer gefallen ist. Roger Köppel, Jean Ziegler und Rudolf Strahm unter den Top 10? Roger Köppel kann ich ja noch verstehen, aber die anderen beiden Herrschaften....da fehlt eigentlich ja nur noch This Jenny ;-) Also da gibt's' doch wirklich ein paar klügere Kopfe in unserem Land.


Urs Bleiker

08.10.2009, 12:46 Uhr

Daniel Matter: "Mich interessiert mehr der Durchschnitts-IQ seiner Wähler, wird wohl eher eine zweistellige Zahl sein." Interessiert mich auch! Aber im Gegensatz zu Ihnen würde mich bei der Lektüre einer solchen Auswertung nicht gleich der Schlag treffen. Aber keine Angst, das bleibt Ihnen erspart. Die Auswertung würde nur in der Weltwoche veröffentlicht, und die werden Sie wohl kaum lesen.....


Kurt Hauser

08.10.2009, 12:45 Uhr

Gratulation Herr Köppel, sie wagen es, gegen den Strom (Mainstream) anzutreten, hat sich gelohnt!


Kurt Aegeri

08.10.2009, 12:45 Uhr

Ein wahrhaft intellektueller Kopf ist fähig, frei von Polit- und sonstigem Dünkel zu denken. Das ist Köppel nun einfach mal nicht. Diese Rangliste gibt mir doch sehr zu denken.


Stefan Scherer

08.10.2009, 12:35 Uhr

Es hat schon etwas für sich, dieser Roger Köppel ist neben Bundesrat Merz und den Bären im Dählhölzli wirklich einer der führenden Köpfe.


Gion Saram

08.10.2009, 12:32 Uhr

Was Roger Köppel von anderen Journalisten unterscheidet, ist das er in seiner Publikation auch divergierende Meinungen zu Wort kommen lässt. Die WOZ oder der Tagesanzeiger würden kaum eine wöchentliche Kolumne einer Figur wie Ulrich Schlüer oder Christoph Mörgeli zur Verfügung stellen.


Jan Holler

08.10.2009, 12:32 Uhr

Ob da wohl Blinde einen Einäugigen gewählt haben? Auf mich macht Köppel zwar einen intelligenten, aber nicht sehr intelligenten Eindruck. Viele seiner durchdacht wirkenden Aussagen sind doch recht oberflächlich, und zeugen von starkem ideologischen Hintergrund, der bei ihm oft verhindert, dass er sich mit der für kluge Voten nötigen Tiefe mit den Themen auseinander setzt.


marius christen

08.10.2009, 12:31 Uhr

weder die auswahl der intellektuellsten des landes zur bestimmung des intellektuellsten noch das wahlverfahren und überhaupt das durchführen einer solchen umfrage spricht für den intellekt der umfragesteller.


Meier Reto

08.10.2009, 12:31 Uhr

Wenn Zynismus und Selbstverliebtheit die Hauptkriterien für Intellekt sind, dann ist Roger Köppel fürwahr ein intellekturelles Schwergewicht. Nimmt man andere Kriterien, wie Sachverstand und gedankliche Brillanz, dann passt er eher nach Meilde. Ich vermute ohnehin, dass die Wahl nur dadurch zustande kam, dass die Sekretärinnen der Weltwoche den ganzen Tag für ihren Chef stimmen mussten.


Theo Frei

08.10.2009, 12:29 Uhr

Köppel, De Weck und Ziegler als eidgenössische Spitzenintellektuelle? "Guet Nacht am Sächsi" kann man da für unsere arme Schweiz nur sagen. Offensichtlich gilt bei den Abstimmenden Maulheldentum und Provokation jedweder Couleur als Zeichen von Intellekt. Da fehlt in der Liste ja bloss noch Michelle Hunziker ...


Markus Isenreich

08.10.2009, 12:23 Uhr

Gratulation! Die WELTWOCHE lesen: Ist interessant, aufschlussreich viele AHA-Erlebnisse sind garantiert.


karl stöcklin

08.10.2009, 12:18 Uhr

herr köppel ist einer der zur meinungsvielfalt beiträgt. ich selber finde diese ganze linksrechtsschema eine lachhafte nummer aus dem letzten jahrhundert . schlimmer finde ich wenn der staat meint er muss uns vor andersdenkende schützen (siehe minerettenintiative) und so mich als bürger unmündig erklärt , dazu brauchts köppels die ihre warnglocken stark rütteln .


Salzmann Stefan

08.10.2009, 12:17 Uhr

Ich habe auch abgestimmt, nicht für Köppel! Ich habe aber erwartet, für mehrer Personen stimmen zu können bis ich gemerkt habe, dass man nur einmal stimmen kann. Köppel stand schlicht ganz oben auf der liste und wurde daher bestimmt überdurchschnittlich gewählt. Ansonsten müsste sich der Tagi echte sorgen betreffend seinen Lesern machen...


Micha Rieser

08.10.2009, 12:16 Uhr

Als einer dieser Wikipedia-Wächter kann ich garantieren, dass diese Umfrage bereits wegen fehlender "enzyklopädischer Relevanz" völlig unerwähnt bleibt.


Hans P. Grimm

08.10.2009, 12:16 Uhr

R.Köppel hat es verdient! Mit seiner Weltwoche nimmt er Themen auf die von der übrigen Presse schlicht ignoriert werden. Ich lese seine Zeitung gerne. Gut haben wir ihn, so können die Exekutiven die Steuergelder nicht so hemmungslos zum Fenster rauswerfen. Insbesondere die Stadtzürcher haben seiner Zeitung einiges zu verdanken!


Norman Beusch

08.10.2009, 12:11 Uhr

Demokratie braucht die linken und die rechten Akteure, aber nicht die ewigen Lästerer und Passiven. Ich bin Weltwoche Abonnent und finde die Artikel der Weltwoche im Thema richtig gewählt; manchmal vielleicht auch etwas nervig... aber sie bringen die Information durch, wo andere Medien die importierte "poilitical correctness" unsere Diskussionfreiheit einschränken lassen. Weiter etwa so!


Alfredo Garcia

08.10.2009, 12:06 Uhr

Das Gezeter um vermeintliche Grossintellektuelle aus der Schöngeistbranche nervt.


Urs Engler

08.10.2009, 12:06 Uhr

Eine Bemerkung zur Umfrage generell: Wird der "klugste Kopf" vorwiegend unter Journalisten gesucht, weil man dann nur unter den vermeintlich ohnehin schon Klugen suchen muss? Nicht alle Leser können dieser Vorselektion folgen...


Heidi Gut

08.10.2009, 12:03 Uhr

wenn der köppel roger mehr oder weniger der einzige rechtskonservative "intellektuelle" auf der liste ist und so wohl die stimmen aller rechtskonservativen abstimmer auf sich vereinigt, folgt dann daraus wirklich, dass er der klügste (oder nur schon der beliebteste) kopf der schweiz ist... mmmh...


Francesco Iberg

08.10.2009, 12:02 Uhr

"Die Online-Umfrage wurde gestern auf bazonline.ch/Newsnetz durchgeführt. Sie ist NICHT REPRÄSENTATIV." Zum Glück...


Peter Oberholzer

08.10.2009, 12:02 Uhr

Ich denke, die Rangliste entspricht so ziemlich der Präsenz der Kandidaten in den Schweizer Medien (darin inbegriffen auch TV-Präsenz) und hat erst in 2. Linie mit der intellektuellen Leistungskraft zu tun. Diese müsste man evtl. in einem neutralen Vergleichstest messen.. Utopisch - und unnötig ich weiss ;-)


Daniel Keller

08.10.2009, 11:59 Uhr

Ein Parteiprogramm medial zu vertreten ist Köppels aktueller Job. Dabei wird mit einfachen Antithesen und raffinierter Rabulistik Aufmerksmakeit erregt, mit Fakten und Wahrheit wird kreativ und relativ umgegangen. Das soll intellektuell sein?


Daniel Matter

08.10.2009, 11:58 Uhr

Was ist denn hier los? Zum klügsten Kopf wird man gewählt? Und ich dachte immer, dass wir aufgeklärt sind - ? Nicht, dass ich den Köppel für dumm halte, aber mit Masterminds in einer Reihe? Und erst noch zuoberst? Wadenbeissen hat doch nichts mit Intellekt zu tun, eher mit Komplexen. Mich interessiert mehr der Durchschnitts-IQ seiner Wähler, wird wohl eher eine zweistellige Zahl sein.


Rüdiger Kraus

08.10.2009, 11:57 Uhr

Immer wieder amüsant,wie RKs Gegner seine Zeitung als nur Rechts bezeichnen.Schreibt doch ein ehem. SP-Präsi (Bodenmann) wöchentlich seine Kolumne darin, als auch die Galionsfigur der Linken (MCR).Und unbedeutend ist und war die Weltwoche noch nie...Neider-Bünzlis halt


markus müller

08.10.2009, 11:56 Uhr

wahnsinnig repräsentativ so eine online-umfrage...


Oliver Amberg

08.10.2009, 11:56 Uhr

Für mich ist R.K. mehr Provocateur als Intellektueller. Sicher ein heller Kopf. Aber leider so sehr von sich überzeugt, dass es fast schon weh tut. Ein Machtmensch der sich gerne als Kämpfer für die einzige richtige - seine - Wahrheit in Szene setzt und sich wahrscheinlich oft schelmisch über die Brände freut die er und WW legen.


Adrian Jencik

08.10.2009, 11:54 Uhr

Für Ihn spricht seine Offenheit und Volksnähe - gegen Ihn spricht seine Selbstverliebtheit und an Rabulisitk grenzenden Argumentationen.


Thomas Maurer

08.10.2009, 11:53 Uhr

Intellektuell OK? Wenn man SVP Fan ist, dann ist wohl alles gut was das SVP-Sprachrohr Weltwoche liefert aber es ist eben auch wie die SVP, poltern, schreien, niedermachen. Lösungen zu bringen und diese aktiv zu verfolgen war noch nie die Stärke der SVP somit ist aus meiner Sicht auch das politsische Gepoltere der Weltwoche sehr einseitig und wenig objektiv. Da passt mir die NZZ schon viel besser.


Toni Schuster

08.10.2009, 11:52 Uhr

Herr Köppel vertritt mit seiner Weltwoche einen klassischen Thesen-Journalismus: Eine These, ein paar (passende) Fakten oder subjektive Meinungen dazu, fertig ist der Artikel. Ein seriöser Journalismus integriert auch die entgegengesetzten Fakten und versucht, eine Synthese herauszuarbeiten. Sonst verharrt sowohl links als auch rechts ständig in den gleichen Schützengräben.


Rolf Schlumpf

08.10.2009, 11:51 Uhr

Köppel ist nur das rechte Pendant zur linken *Intelligenzia*, also auch nur ein Meinungsäusserer basierend auf seiner politischen Einstellung. Für mich als Intellektueller untauglich... Ich fordere mehr Querdenker, damit sich wieder mal was bewegt in diesem Land!...


Max Affolter

08.10.2009, 11:49 Uhr

Der Typ hat Humor und vor allem Leidenschaft. Das ist einfach schön, leidenschaftlich für wahr erkannte Ueberzeugungen zu verfechten, auch wenn man im ersten Moment damit gegen den Strom schwimmt; für solche Menschen kann jede Gesellschaft sich nur bedanken.


Frank Pfau

08.10.2009, 11:47 Uhr

Herr Köppel ist primär Unternehmer, dass er auch ein wenig denken kann, scheint ja unbestritten. Doch wo bleibt die intellektuelle Leistung, wenn man als Herausgeber einer unbedeutenden Nischenzeitung einem rechten Zielpublikum gefallen will und entsprechend so schreibt???


fritz grunder

08.10.2009, 11:41 Uhr

Herr Köppel denkt zu fest ein Intellektueller zu sein, um ein Intellektueller zu sein.


hans maag

08.10.2009, 11:39 Uhr

Warum wurden nur Medienleute, Politiker, Schriftsteller und Wissenschafter aus weichen Disziplinen zur Wahl aufgestellt? Warum fehlten Forscher aus der Physik, Astronomie, warum fehlen Patrick Aebischer, Giovanni de Micheli und Michel Mayor auf der Liste?


Sonja Morgenthaler

08.10.2009, 11:32 Uhr

Bravo, Herr Köppel leistet vieles. Die Schweizer Szene ist einäugig ausgerichtet und das ist fatal. Herr Köppel ist ein Mann mit Verstand, Courage und spitzer Feder. Weiter so, ich schätze seine Arbeit sehr.


René Merten

08.10.2009, 11:31 Uhr

Roger Köppel gehört ein dickes Lob für seine pointiert geäusserte Meinung in der Weltwoche. Zum Glück gibt es noch einige wenige Journalisten, die verbreiteten Missbrauch im Sozialbereich thematisieren und auf die politischen Missstände hinweisen.


Sam Pirelli

08.10.2009, 11:29 Uhr

Ich finds ja etwas schwierig, den Herrn Köppel als Intellektuellen zu betrachten - dafür ist er viel zu sehr Wadenbeisser, der seinen Intellekt der Ideologie geopfert hat. Und als kleine Erinnerung (meinen Dank dem Autor, der das Stichwort aufbrachte): 2007 kam es zum Skandälchen, als ruchbar wurde, dass Köppel seinen eigenen Wikipedia-Eintrag laufend redigierte. Darin hält er Schweizer Rekord.


Erwin Marti

08.10.2009, 11:27 Uhr

Da ich für Roger Köppel gestimmt habe bin ich begeistert. Ich staune über die Schweizer, auch Weibliche. Als Beispiele, dass Küng doch recht gut liegt und Bischof Koch am Ende scheint mir typisch zu sein. Enttäuschung: Wie kann ein Bundesrat, notabene ein Schweizer, Köppel als Diskussionspartner ausschlagen. Es ist eine Schande!


risa fuchs

08.10.2009, 11:23 Uhr

Hervorragend Herr Köppel, ich gratuliere. Bin Abonnentin der Weltwoche und liebe viele der guten Artikel von Ihnen, Herr Mörgeli hat es mir auch angetan, trifft meistens den Nagel auf den Kopf. Risa Fuchs


Ronnie König

08.10.2009, 11:20 Uhr

Köppel ist in der Tat ein Intellektueller! Über die Grösse lässt sich aber diskutieren. Er ist relativ einseitig informiert und hat vor allem zu wenig praktische Erfahrung. Er kritisiert oft die Elfenbeinturm-Theoretiker, aber genau dort bewegt er sich selber. Daher ist seine Wahl nicht sehr glücklich. Immerhin kann er sich nun was einbilden. Lassen wir ihm die Freude und wenden uns dem Leben zu.


Michael Von Arx

08.10.2009, 11:16 Uhr

Es ist sehr zu begrüssen, dass Roger Köppel an "Ideen und Argumenten" interessiert ist. Leider bewegt er sich, wie viele Intellektuelle in der Schweiz, nach wie vor auf vorgefertigten Wegen. Ich wünschte mir von Herrn Köppel und anderen Denkern einen echten, deliberativen Diskurs!



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