Hallenbad mit Wellnesscharakter

OBERUZWIL ⋅ Das sanierte Hallenbad ist seit 27. November wieder in Betrieb. Insbesondere die Mosaik-Plättchen an den Wänden kommen bei den Besuchern gut an, wie ein Augenschein an Ort zeigt.
23. Dezember 2017, 05:20
Tim Frei

Tim Frei

tim.frei@wilerzeitung.ch

Über die Rutschbahn landet ein Kind im Schwimmbecken. Andere Kinder bevorzugen den Einstieg ins Wasser mit einem Sprung. Erwachsene ziehen derweil ihre Längen im sanierten Oberuzwiler Hallenbad. Ausserhalb des Beckens sitzen zwei junge Frauen. Sie sind damit beschäftigt, ihre Unterlagen nochmals durchzugehen, bevor sie Kindern Schwimmunterricht erteilen. Eine von ihnen ist Sina Lemmenmeier. «Mir gefallen die blauen Mosaikplättchen an den Wänden», sagt die Medizinstudentin aus Oberbüren.

Angenehme Atmosphäre dank blauen Plättchen

Auch andere Besucher sind angetan von den blauen Plättchen an den Wänden und am Boden. So eine Rentnerin aus Oberuzwil. Manchmal habe sie allerdings das Gefühl, sie würde auf dem Boden ausrutschen, sagt sie. Ein türkischer Mechaniker, der in Uzwil wohnt, hebt die Wirkung der Mosaikplättchen hervor: Diese würden dem Hallenbad einen frischen und modernen Charakter geben. Ausserdem betont er die positive Atmosphäre, vergleichbar mit jener in einem Wellnesscenter. «Diese Rückmeldung einer angenehmen Atmosphäre erhalten wir oft», sagt Hans Salzmann, langjähriger Bademeister des Freibads Oberuzwil. Bis Ende Jahr stellt er als interimistischer Bademeister den Betrieb im Hallenbad sicher. Im neuen Jahr wird dann der neue Chefbademeister Patrick Bärtschi seine Stelle antreten.

Für Salzmann ist es in seiner Laufbahn als Bademeister nicht das erste Mal, dass er sich mit einer neuen Badeanlage anfreunden muss. «Man muss sich auf jede Anlage neu einstellen, da jede seine Eigenheiten hat», sagt er. Bei dieser sei besonders, dass sie nur mit Quellwasser betrieben werde. Das sei aber auch eine Herausforderung: «Für die Zukunft ist es wichtig, dass die Anlage auch ans Netzwasser angehängt wird. Denn wenn die Quelle irgendwann zu wenig Wasser hat, haben wir ein Problem.» In der nahen Zukunft bestehe diese Gefahr allerdings nicht.

Nebst der neuen Rutschbahn fällt im sanierten Hallenbad eine Kletterwand auf, die über dem Schwimmbecken ragt. «Sie ist zwar schön und sicher cool für die Kinder, aber mit dem Überhang doch eher gefährlich», befürchtet Sina Lemmenmeier. Dies, weil unterhalb davon andere Besucher schwimmen würden. Der Bademeister beruhigt: «Die Kletterwand ist unter der Woche gesperrt – mit Ausnahme am Mittwochnachmittag von 13.30 bis 17.30 Uhr sowie am Wochenende.» Dem Fünftklässler Jonas Louis, der bei Sina Lemmenmeier Schwimmunterricht nimmt, gefällt die Kletterwand besonders. Die Rutschbahn dagegen weniger, da diese zu stark abbremse. «Ich mag es eher rassig», sagt der Schüler aus Oberuzwil.

Es brennt nicht mehr in den Augen

Im Hallenbad halten neue Quarzsandfilter kleine Schmutzpartikel zurück. Unerwünschte, gelöste Stoffe werden dadurch eliminiert. Das soll zu einer besseren Wasserqualität führen (Die «Wiler Zeitung» berichtete). Ist ein Unterschied bemerkbar? Während Sina Lemmenmeier die Frage verneint, haben Jonas Louis und der türkische Mechaniker eine Veränderung festgestellt. So berichtet der Primarschüler davon, dass es ihm nun nach kurzer Zeit im Wasser nicht mehr in den Augen brennen würde.


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