Geburtstagskind ist gut in Schuss

BÜRGLEN ⋅ Am Samstag feierte der Armbrustschützenverein mit einem Festakt sein 125-jähriges Bestehen. Unter den Gratulanten befand sich neben vielen anderen auch Grossratspräsidentin Heidi Grau.
19. Juni 2017, 06:45
Monika Wick

Monika Wick

weinfelden@thurgauerzeitung.ch

Die Bürgler Armbrustschützen sind in Feierlaune. Zum 125-jährigen Bestehen ihres Vereins stellten sie ein Schützenfest auf die Beine, bei dem es an nichts fehlte. Neben den sechs Stichwettkämpfen, an denen sich 400 Schützen aus der ganzen Schweiz beteiligten, und einem Bierabend folgte am Samstagabend ein weiterer Höhepunkt. Zusammen mit Persönlichkeiten aus Politik und anderen Funktionären liessen sie das Geburtstagskind im Rahmen eines würdigen Festaktes hochleben.

Den Auftakt des Festaktes gestaltete die Musikgesellschaft Bürglen unter der Leitung von Franz Inauen, die unter anderem Frank Sinatras «My Way» zum Besten gab. Der Weg, den der Armbrustschützenverein in den vergangenen 125 Jahren zurückgelegt hat, wurde dann auch in den Reden der zahlreichen Gratulanten thematisiert. Bürglens Gemeindepräsident Erich Baumann erinnerte daran, dass der Verein 1892 für Knaben zwischen 11 und 13 Jahren gegründet wurde. «Anfangs standen den Kindern zwei Armbrüste und zwei Dutzend Pfeile zur Verfügung», erklärte er.

Über ein Dutzend Jahrzehnte

In der Zwischenzeit habe sich das Armbrustschiessen in einen hochtechnischen Sport entwickelt, führte Erich Baumann weiter aus. Trotz der erfolgreichen Vergangenheit riet Erich Baumann dazu, die Zukunft nicht aus den Augen zu lassen. «Eine Zukunft ist nur möglich, wenn heute Jugendförderung betrieben wird», erklärte er. Als weitere Festrednerin wandte sich Grossratspräsidentin Heidi Grau mit einer humorvollen Rede an die rund 120 Gäste. «Im Grossen Rat schiessen wir Gottseidank höchstens einmal verbal aufeinander», sagte sie lachend. Heidi Grau bemerkte im Weiteren, dass die Geselligkeit, die im Bürgler Armbrustschützenverein seit mehr als zwölf Jahrzehnten gepflegt und gelebt wird, in Zeiten zunehmender Digitalisierung an Bedeutung gewinnen wird. «Wir alle brauchen solche Gefässe, wo wir uns von Mensch zu Mensch austauschen, unterstützen und auch beweisen können», sagte sie. Als weitere Festredner fungierten Iwan Eberhart, Präsident des Armbrustschützenvereins Bürglen, Gaby Nägeli, Präsidentin des Eidgenössischen Armbrustschützenverbandes, Roland Ravelli, Präsident des Thurgauer Armbrustschützenverbandes, sowie Manfred Schweiss vom Armbrustschützenverein Sulgen, der stellvertretend für alle befreundeten Vereine Gratulationen aussprach.


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