Büffle statt bädele

WISSEN ⋅ Weinfelden wird in den Sommerferien zur Bildungshauptstadt der Schweiz. 2000 Teilnehmer erwarten die Organisatoren zu den diesjährigen Lehrerfortbildungskursen. Die Kurse sind auch für die Nichtlehrer zugänglich.
23. Januar 2018, 07:03
Cordelia Galli Bohren

Cordelia Galli Bohren

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

Der pensionierte Märstetter Lehrer Werner Lenzin ist Projektleiter der Lehrerfortbildungskurse (swch.ch), die vom 9. bis 20. Juli in Weinfelden stattfinden. Mit einer Projektgruppe hat er in bereits zehn Sitzungen die Kurse vorbereitet.

Werner Lenzin, schon 1995 und 2009 fanden die Lehrerfortbildungskurse im Thurgau statt. Weshalb schon wieder?

Vor vier Jahren hat mich der Verein «Schule und Weiterbildung Schweiz» angefragt, ob der Thurgau wieder bereit wäre für die Durchführung der alljährlichen Weiterbildungskurse. Der Grund für dieses erneute Anklopfen ist plausibel: Lehrpersonen aus dem Kanton Thurgau sind Stammkunden von Schule und Weiterbildung Schweiz (SWCH). Unser Kanton gehört mit über 200 Teilnehmenden jedes Jahr zu den Kantonen mit der grössten Beteiligung. Bei Gemeindepräsident Max Vögeli und den Verantwortlichen der beiden Schulgemeinden stiess ich mit der Anfrage zur Durchführung in Weinfelden dann auf offene Ohren.

Was bringt dieser Grossanlass den Weinfeldern?

Dieser Weiterbildungsanlass ist ein überregionaler Sympathieträger und beinhaltet für ein regionales Zentrum, wie es Weinfelden im Herzen des Thurgaus ist, auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen. Wir rechnen mit über 2000 Teilnehmenden und 200 Kursleitenden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie auch Kursleitende, sind Meinungsmacher in Sachen Bildung. Die zusätzlichen Frequenzen bringen Weinfelden einen Mehrumsatz hinsichtlich Verpflegung, Übernachtungen und Anlässen und sorgen für einen steigenden Bekanntheitsgrad. Dank dem Rahmenprogramm steigen in den Folgejahren erfahrungsgemäss auch die Schulreisen an den Kursort. Ich erachte es als grosse Chance, im zweiten Jahr der Einführung des «Lehrplans Volksschule Thurgau» ein solch breites Kursprogramm in nächster Nähe zu haben.

Wer kann denn an den Kursen und am Rahmenprogramm teilnehmen?

Grundsätzlich richten sich die Kurse an Lehrpersonen vom Kindergarten bis zur Mittelschule aus der ganzen Schweiz. Allerdings können sich auch interessierte Personen aus der Bevölkerung für einen der 194 Kurse anmelden. Auch zur Teilnahme an den Rahmenveranstaltungen ist die Bevölkerung eingeladen.

Wo finden die Kurse und die Rahmenprogramme statt?

Der Grossteil der Kurse wird im Berufsbildungszentrum stattfinden. Dort bietet sich in der Mensa auch die Möglichkeit für die Pausen- und Mittagsverpflegung an. In den dortigen Turnhallen planen wir auch die Lehrmittelausstellung Magistra. Wenn nötig werden weitere Kursangebote in den Schulhäusern der Primar- und Sekundarschule Weinfelden durchgeführt. Somit wird Weinfelden zum Kursort der kurzen Wege. Das Hauptzentrum liegt direkt neben dem Bahnhof. Auf dem Marktplatz, wo auch die Eröffnungsfeier stattfinden wird, installieren wir einen Infostand, dazu kommt ein Lehrerinnen- und Lehrertreff «Bistro Austausch» im Haffterkeller. Auch einen kurseigenen Zeltplatz installieren wir neben der Badi.

Wer bezahlt den Grossanlass?

Die Durchführung der Weiterbildungskurse wird vom Kanton aus dem Lotteriefonds unterstützt. Schule und Weiterbildung Schweiz beteiligt sich ebenfalls und vereinbart sind auch verschiedene Sponsorenbeiträge. Die Weinfelder Schulen stellen sämtliche Kursräume und die Einrichtung zur Verfügung und der Kanton die Gebäude des Gewerblichen Bildungszentrums. Die Gemeinde Weinfelden hat sich bereit erklärt, die geforderten Infrastruktur- und Personalressourcen zu stellen und die Eröffnungsfeier zu organisieren.


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