Thurgau lässt Punkt liegen

UNIHOCKEY ⋅ Der NLB-Club Floorball Thurgau startet mit zwei Heimsiegen ins neue Jahr und hält sich Verfolger Sarnen vom Leib. Überzeugend sind die beiden Auftritte aber nicht.
10. Januar 2018, 05:22
Simon Huber

Simon Huber

sport@thurgauerzeitung.ch

Zu Beginn des Jahres 2018 stand für Floorball Thurgau eine Doppelrunde auf dem Programm. Trotz einer durchzogenen Leistung standen am Ende gegen die beiden Tabellenletzten der NLB zwei Heimsiege zu Buche. Während March-Höfe Altendorf nach Anfangsschwierigkeiten doch noch deutlich mit 11:5 besiegt wurde, mussten die Thurgauer tags zuvor gegen Pfannenstiel Egg in die Verlängerung.

Der Aufsteiger aus dem Kanton Zürich hatte sich nach einem schwachen Saisonstart in den vergangenen Partien merklich gesteigert. Aufgrund dieser Tatsache und dem schwierigen Spiel aus der Hinrunde wussten die Thurgauer, dass ihnen ein schwieriges Spiel bevorstand.

Beerli erlöst sein Team in der Verlängerung

Der Tabellenzweite hatte zwar mehrheitlich den Ball, produzierte aber ungemein viele Eigenfehler. Zur ersten Drittelspause hiess es 1:1. Das gleiche Bild im zweiten Abschnitt: Thurgau hatte die besseren Möglichkeiten, beging aber noch immer viele Fehler. Ein Fehlpass führte zur überraschenden Führung für Pfannenstiel Egg. Thurgau konnte die Partie im Schlussdrittel zwar wieder ausgleichen, fand aber kein Rezept, um die erstaunlich stark aufspielenden Gäste auszuspielen. Die enttäuschende Vorstellung des Heimteams führte schliesslich in die Verlängerung.

Nach fünf Minuten in der Overtime war es dann Thurgaus Verteidiger Beerli, der das Spiel mit seinem Treffer zum 3:2 entschied. So gewann Thurgau trotz einer schwachen Leistung doch noch. Da Verfolger Ad Astra Sarnen in Freiburg gar verlor, baute Thurgau den Vorsprung auf den Dritten der NLB aus. Der eine Punkt für Pfannenstiel war zudem verdient.

Die ungewöhnlich fehleranfälligen Thurgauer hatten auch gegen die Red Devils March-Höfe Altendorf zunächst Mühe. Das Startdrittel ging gar 1:3 verloren.

Sechs Thurgauer Tore innerhalb von 15 Minuten

Trainer Lehtinen fand in der Pause aber die richtigen Worte und seine taktischen Anweisungen zeigten Wirkung. Innerhalb von wenigen Minuten ging Thurgau 4:3 in Führung. Noch einmal wendete sich das Blatt zum 4:5. Dann aber war das Heimteam endgültig wach. Mit sechs Toren innerhalb von 15 Minuten demonstrierten die Ostschweizer ihr ganzes Potenzial. Auf das 10:5 fanden die Schwyzer keine valable Antwort mehr.


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