Kapitaler Erfolg für den HC Romanshorn

HANDBALL ⋅ Der Oberthurgauer 1.-Liga-Club nimmt dank des 25:24-Heimsiegs gegen Appenzell Kurs auf die Finalrunde. Das Ticket bereits in der Hand hat Kreuzlingen.
15. November 2017, 07:08

Schon die Startphase der 1.-Liga-Partie zwischen den beiden Tabellennachbarn Romanshorn und Appenzell war von der Abwehr geprägt. Und weil sich beide Angriffsreihen gleich schwer taten, sahen die Zuschauer in der Romanshorner Kantihalle bis zum 9:9 in der 25. Minute ein spannendes Spiel. Unmittelbar vor und nach der Pause zeigte sich der HCR dann von seiner schwächsten Seite und musste die Gäste auf 15:9 davonziehen lassen.

Dank einer Manndeckung gegen Appenzells Topskorer Waldburger und eines starken Annen im Tor konnten die Romanshorner den Sechstorerückstand wettmachen und zwölf Minuten vor Schluss ausgleichen. Die letzten Minuten waren an Spannung kaum mehr zu überbieten, wobei die Thurgauer die Vorteile immer leicht auf ihrer Seite hatten. Weil der letzte Appenzeller Wurf das Tor verfehlte, durfte sich Romanshorn am Ende über einen ebenso knappen wie wichtigen Sieg freuen: Mit drei Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger liegt die Finalrunde für den Tabellenvierten zum Greifen nah.

Bei Frauenfeld passt nichts zusammen

Die Finalrunde bereits planen kann der SC Frauenfeld – trotz der 23:26-Heimniederlage gegen Verfolger Fides St.Gallen. Zwar müssen die Kantonshauptstädter so wieder um Platz zwei bangen. Die Sicherung der Top 4 in den letzten fünf Runden sollte aber kein Problem darstellen. Obwohl: Gegen Fides passte spielerisch nichts zusammen. Mit dem knappen Resultat waren die Frauenfelder noch gut bedient. Viele technische Fehler prägten das Spiel des SCF. Dies vor allem, weil Fides mit einer offensiven Deckung agierte. Erst in der neunten Minute erzielten die Frauenfelder ihr erstes Tor. Auch in der Abwehr war das Bild nicht besser. Sieben Einzelkämpfer versuchten ein ganzes Handballfeld abzudecken.

Mit einem 41:25-Kantersieg beim Schlusslicht Vorderland qualifizierte sich Kreuzlingen vorzeitig für die 1.-Liga-Finalrunde, die Anfang Januar beginnt. Nach einer verhaltenen Startviertelstunde und einer knappen 7:6-Führung setzte sich der Leader bis zur Halbzeit kontinuierlich ab. Nebst Regisseur Valdon Dedaj (6 Tore) zeichneten der junge Sandro Bär (4) und Routinier Milan Kozak (4) hauptverantwortlich für die deutliche 21:11-Pausenführung. Bei Vorderland, das ohne seinen Goalgetter Raoul Schwinn antreten musste, waren die Hoffnungen damit bereits gestorben.

Beherzter Heimsieg von Arbons Rumpfteam

Im Direktduell der beiden Tabellenletzten setzte sich Arbon gegen die Pfader Neuhausen 30:29 (13:13) durch. Dies, obwohl HCA-Trainer Vulovic auf sämtliche Ergänzungsspieler wie auch auf die verletzten Leistungsträger Leandro Midea und Marc Strässle verzichten musste. Die junge Equipe, die sich auf Appert im Tor verlassen konnte, setzte sich am Ende dank ihres Kampfwillens durch. (müc/scf/mru/bap)


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