Tagblatt Online, 03. März 2011 08:03:00
Flohmarkt in neuen Händen
Unterstützung bei der Vorbereitung: Roman Senn und Susi Weymann (vorne) erhalten von Helene und René Senn Ratschläge. (Bild: Bild: Reto Martin)
KREUZLINGEN. Am Samstag beginnt die neue Saison des Kreuzlinger Dreispitz-Flohmarkts. In der Organisation hat es eine Änderung gegeben: Helene und René Senn haben nach zwölf Jahren die Leitung an Sohn Roman und Susi Weymann übergeben.
nicole d'Orazio
Gebrauchte Kleider, Schuhe, Haushaltswaren, Münzen oder Briefmarken: Am Samstag findet der erste Dreispitz-Flohmarkt dieses Jahres statt. Helene und René Senn werden diesen für einmal etwas ruhiger angehen können: Denn nach zwölf Jahren hat sich das Kreuzlinger Ehepaar aus familiären Gründen entschieden, die Leitung des Flohmarkts abzugeben. «Schweren Herzens haben wir diesen Entschluss gefasst. Denn der Flohmarkt ist zu unserem Hobby und unserer Leidenschaft geworden», sagt René Senn.
Sie hätten zwölf schöne Jahre erlebt, erzählt Helene Senn. «Wir haben viele tolle Leute kennengelernt, viele Stammkunden an uns binden und den Markt bekannter machen können.» Die Flohmärktler seien ein spezielles, aber sehr nettes Volk. «Probleme hatten wir eigentlich nie.» Der Job der Leitung sei ein sehr intensiver und zeitaufwendiger, was man von aussen oft nicht wahrnehme, sagt der 58-Jährige.
«Von den Wochenenden im Monat hatten wir an einem selber Flohmarkt, an zwei anderen waren wir meistens zwecks Werbezwecken an anderen Märkten unterwegs.» Nun hätten sie wieder etwas mehr Freizeit, sagt er mit einem Lächeln.
Mit eigenem Stand dabei sein
Mit etwas Wehmut schaue sie schon auf den Saisonstart, meint Helene Senn.
«Doch wir sind sehr froh, dass der Stadtrat unseren Sohn Roman und Susi Weymann als Nachfolger gewählt haben.» Sie und ihr Mann würden die beiden natürlich tatkräftig unterstützen, vor allem jetzt am Anfang. «Und später in diesem Jahr werde ich sicher mit einem eigenen Stand am Flohmarkt teilnehmen», sagt die 54-Jährige lachend. «Das wird sicher ein spezielles Erlebnis.
Roman Senn ist froh, auf die Hilfe seiner Eltern zählen zu können, kennt das Flohmarkt-Geschäft aber selbst sehr gut. «Ich habe in den letzten drei Jahren mitgeholfen und weiss, wie es läuft», sagt der 29-Jährige. «Als ich erfuhr, dass meine Eltern aufhören, war mir klar, dass ich weitermachen möchte.» Für eine Bewerbung hatte er sich entschieden, als er mit Susi Weymann eine Partnerin fand. «Denn alleine wollte ich es nicht machen.»
Unter Leute kommen
Weymann kennt Roman Senn aus der Feuerwehr und stimmte einer Zusammenarbeit zu. Denn auch sie wollte sich auf die Ausschreibung melden, aber auch nicht alleine. «Ich bin eine treue Besucherin des Flohmarkts und war auch schon als Ausstellerin dabei. Es reizte mich, neben meiner Familie wieder einer festen Tätigkeit nachzugehen und unter Leute zu kommen», beschreibt die 36-Jährige ihre Motivation. Langsam, aber sicher sei sie nervös, gibt Weymann lachend zu.
«Ich kann das Ganze noch nicht so richtig einschätzen und bin froh, dass uns Helene und René Senn zur Seite stehen.»
Für Samstag haben sich bereits gegen 70 Aussteller angemeldet. «Die guten Wetterprognosen haben sicher dazu beigetragen. Damit dürfen wir für den Anfang zufrieden sein», meint Roman Senn. In den Folgemonaten erwarten die neuen Leiter aber deutlich mehr Aussteller: Im Mai sind bereits die meisten der 130 Stände besetzt. «Das kommt gut.»
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