Jetzt ist die Umgebung dran

KEMMENTAL ⋅ Die Schulbürger bewilligen 750000 Franken für die Sanierung und Neugestaltung des Sport- und Pausenplatzes.
29. April 2017, 05:18
Kurt Peter

Behördenmitglied Pascal Furrer erläuterte den 45 Stimmberechtigten am Donnerstagabend die Vorlage. Durch den Bau der Mehrzweckhalle seien auch verschiedene Ansprüche an die Umgebung neu beurteilt worden, erklärte er. So sei die Beleuchtung in schlechtem Zustand, und der Pausenhof solle kinderfreundlicher gestaltet werden. Zudem gebe es eine neue Haltestelle für den Schulbus und eine Weg­erschliessung um die Anlage.

Neuer Unterbau für die Tartanbahn

«Der Pausenplatz erfährt eine Neugestaltung mit Attraktivitätssteigerung», erklärte der beauftragte Umgebungsplaner Paul Rutishauser. Der Eingangsbereich zur Mehrzweckhalle werde neu gestaltet, und es gebe eine Begrünung der Anlage. «Zudem wird die Beleuchtung angepasst, und der Innenhof soll auch Festivitäten zulassen.» Eine zeitgemässe und energieeffiziente Beleuchtung sei für den Sportplatz vorgesehen. Bei den Sanierungen der Tartanbahn und der Kugelstossanlagen handle es sich um nötige Massnahmen. An der Budgetversammlung vom Januar war die Schulbehörde von einem Kostendach von 550000 Franken ausgegangen. Daher wollte ein Stimmberechtigter wissen, wie die Differenz von 200000 Franken zu Stande komme. «Das war der Wunsch der Behörde, den wir nach genauer Prüfung des Projektes nicht erfüllen konnten», meinte Präsidentin Isabelle Wepfer. Paul Rutishauser ergänzte, dass der Unterbau und die Anschlüsse der Laufbahn entgegen ersten Annahmen neu gebaut werden müssten. Den nötigen Betrag für die Sanierung des Sportplatzes bezifferte er auf 350000 Franken. Die Stimmberechtigten sprachen sich bei 35 Ja- zu 4 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen für den Kredit aus.

Mehr Finanzausgleich als budgetiert

Zuvor hatte Schulpflegerin Katrin Burkart die Rechnung 2016 erläutert. Dass diese mit einem Gewinn von 600330 Franken abschliesse, sei für einmal nicht auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen. Den Hauptanteil am Gewinn trage der Finanzausgleich des Kantons. Budgetiert worden sei mit 313 Kindern, den Unterricht hätten 320 Kinder besucht. Zudem seien 200000 Franken weniger Steuereinnahmen zu verzeichnen gewesen. Das habe zu einer positiven Differenz von 348000 Franken geführt. Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt.

Zum Schluss informierte Architekt Romeo Martignoni über den Stand der Sanierung des Primarschulhauses Neuwilen. Das 1930 erbaute Schulhaus sei damals mit der für die Zeit modernsten Technik ausgestattet worden. «Nun aber ist es in die Jahre gekommen, und die Sanierung ist nötig.» Das Motto aber sei «Verzicht auf grössere Eingriffe wegen Unverhältnismässigkeiten». Brandschutz, neue elektrische Installationen, Fassade und Behindertengerechtigkeit seien die grossen Themen. Die sieben Wochen Bauzeit bis nach den Sommerferien bezeichnete er als besondere Herausforderung.

Kurt Peter

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch


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