Ein so grosses Angebot wie nie zuvor

KREUZLINGEN ⋅ Gestern Nachmittag wurde die Immozionale Thurgau vor viel Publikum eröffnet. Die Immobilien- und Baumesse lockt mit 50 Ausstellern und zahlreichen Fachvorträgen.
11. März 2017, 05:38

Die Aussteller und die geladenen Gäste aus Politik und Wirtschaft waren bei der Eröffnung der Immozionale im Dreispitz Kreuzlingen zuerst noch unter sich. Sie wurden begrüsst von Messeleiterin Renate Giger, die stolz verkündete, dass das Angebot an Immobilien dieses Jahr so umfangreich sei wie noch nie. Die Aussteller würden für geballte Qualität stehen. Abgedeckt werden klassisches Immobilien- Know-how, die Bereiche Bauen und Wohnen sowie Umbau und Renovationen. Die diesjährige Sonderschau widmet sich dem Thema Feuer und Flamme. Und als neue Attraktion wurde die Svit-Lounge, der Treffpunkt des Schweizerischen Verbandes für Immobilienwirtschaft, präsentiert.

Die Zinsen können auch wieder steigen

Im Anschluss übergab Renate Giger das Wort an den Referenten des Nachmittags, Donato Scognamiglio. Der CEO der IAZI AG, einem Beratungsunternehmen im Immobilienbereich in Zürich, beleuchtete in Kürze die Chancen und Risiken des Schweizer Immobilienmarktes auf äusserst unterhaltsame Weise. Gleich zu Beginn machte er deutlich, dass man immer mit dem Unmöglichen rechnen muss. Er nutzte dazu einen Einspieler des 6:1-Sieges des FC Barcelona im Champions League Spiel gegen Paris. Genauso wie das Fussballwunder habe man auch den Brexit oder die Wahl Trumps nicht für möglich gehalten. Und genau so sei es doch mit den Zinsen. Niemand glaube daran, dass diese wieder steigen können. Ak­tuell gelte, wer Geld habe, werde bestraft. «Wir haben Negativzinsen – früher hätte man dazu stehlen gesagt.» Weil das Geld momentan nichts wert ist, werde gerne in Immobilien investiert. Doch Scognamiglio mahnt zur Vorsicht. Wer mangels Alternativen Anlageobjekte kaufe, der könne auch grosse Verluste einfahren. Tiefe Preise, beziehungsweise eine Marktkorrektur, gebe es im Moment im Luxussegment und im Bereich von Ferienwohnungen. Ansonsten seien die Preise oft noch zu hoch. Ein kleines Einfamilienhaus koste in Zürich schnell über zwei Millionen Franken. Solche Objekte könne sich kaum mehr einer leisten. In der Ostschweiz sei die Lage allerdings komfortabel, und es könnten noch «Schnäppchen» gemacht werden.

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@ thurgauerzeitung.ch

Informationen

Die Messe ist heute von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


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