Strassen und Bürogebäude

THURGAU ⋅ Die Projekte der Schnellstrassen BTS und OLS werden 2018 fertig. Fürs neue Verwaltungsgebäude sind 100 Vorschläge da.
26. Januar 2017, 05:36
Werner Lenzin

Die Gemeinden werden sich laut der Thurgauer Baudirektorin Carmen Haag an eine neue Rolle in der Raumplanung gewöhnen müssen. Jetzt gelte nicht mehr «Wenn jemand einen Wunsch hat, zonen wir ein», sondern «Wo haben wir noch Bauland? Wie nutzen wir die Fläche optimal?».Um die Kulturlandschaft zu erhalten, setze sie auf Verdichtung, erklärte die CVP-Regierungsrätin an einem Empfang von 50 Mitgliedern der Thurgauer Sektion des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA).

Mit Blick auf die Realisierung der Schnellstrassen BTS und OLS wies Haag in der Säulenhalle des Frauenfelder Regierungsgebäudes darauf hin, dass nur bei einem Ja zum Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds (NAF) der Netzbeschluss in Kraft gesetzt wird und der Bund die BTS-Verbindung Arbon–Bonau übernimmt. Mit dem Abschluss der Projektierungsarbeiten für die BTS rechnet Haag bis Ende 2018. Das Vorprojekt für die OLS soll etwa Mitte 2018 stehen.

Weiter teilte Haag mit, dass für den Ergänzungsbau des Regierungsgebäudes 100 Projektvorschläge eingereicht worden sind. Ausschreibungen für Projektwettbewerbe für Turnhallen bei den Berufsschulen in Frauenfeld und Weinfelden stellte sie für 2017 in Aussicht.

Und was beschäftigt die Denkmalpflege? Kurz vor Weihnachten hat der Regierungsrat die Verordnung zum Schutz zur Pflege von Natur und Heimat geändert.

Von den Gemeinden wird ein Schutzentscheid erwartet

Neu wird von den Gemeinden ein Schutzentscheid erwartet für die Objekte «besonders wertvoll» und «wertvoll» und der Schutzstatus eines Objektes muss im Inventar ersichtlich sein. Bei «bemerkenswerten» Objekten steht die Stellung im Orts- und Stadtbild im Vordergrund.

Aktuell werden zehn Betriebs- und Gestaltungsprojekte des Strassenraums bearbeitet.

«Wir möchten die Bedürfnisse vom Schulkind bis zum Lastwagenfahrer bestmöglichst berücksichtigen und eine sichere Koexistenz erreichen», versicherte Haag. Sie forderte die Sia-Mitglieder auf, zu einer weiteren Steigerung der Baukultur im Thurgau beizutragen, den vorhandenen Platz optimal zu nutzen und sorgsam mit den Ressourcen umzugehen. «Planen Sie Energie-autarke Gebäude aus Schweizer Holz.»

Werner Lenzin

thurgau@thurgauerzeitung.ch


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