SVP unterstützt Schönholzer

Die SVP Thurgau unterstützt Walter Schönholzer als Kandidat für den Regierungsrat. Auch die Bisherigen empfiehlt die Partei zur Wahl.
28. November 2015, 02:50
HUGO BERGER

SALENSTEIN. Hat die Bevölkerung der Gemeinde Kradolf-Schönenberg bald einen zweiten Regierungsrat? Wenn es nach der SVP-Thurgau geht schon. Diese beschloss am Donnerstag an der Delegiertenversammlung in der Mehrzweckhalle in Salenstein, Walter Schönholzer (FDP) zu unterstützen. In einer Fragerunde fühlten sie ihm und dem Mitbewerber, Kantonsrat Ueli Fisch (GLP), auf den Zahn.

Umgang mit Flüchtlingen

Er sei gut vernetzt, sein politischer Rucksack sei mit Erfahrungen gut gefüllt, argumentierte Schönholzer, Gemeindepräsident von Kradolf-Schönenberg, in der Vorstellungsrunde. Fisch hob hervor, als unabhängiger, umweltbewusster Unternehmer für eine nachhaltige Finanzpolitik einzustehen. Zur Frage, wie die Regierung mit dem Flüchtlingsstrom umgehen soll, gaben beide Kandidaten zu, hierfür kein Patentrezept parat zu haben. Nach Visionen und Rezepten gefragt, um Arbeitsplätze im Thurgau zu erhalten und neue zu generieren, zählte Schönholzer auf: Einkaufen vor Ort, Handwerker aus der Region berücksichtigen, tiefe Steuern sowie Ideen entwickeln und umsetzen. Fisch sprach sich dafür aus, gesetzliche Regelungen und Vorschriften zu reduzieren, um dem Unternehmer mehr Freiheit zu geben. Schliesslich stimmten 74 Delegierte für Schönholzer. Fisch erhielt gerade mal vier Stimmen. Nicht alle Versammlungsteilnehmer liessen sich indessen von den Argumenten der Kandidaten überzeugen. «Ihr seid mir mir nicht griffig und kantig genug», sagte Max Enderli aus Hagenwil. Auf Antrag eines Mitglieds konnten die Stimmberechtigten eine dritte Möglichkeit wählen, nämlich die Stimmfreigabe. Auf sie fielen 41 Stimmen. Er habe damit gerechnet und freue sich über das Resultat, sagte Schönholzer. Fisch meinte: «Ich wollte, dass der Bürger eine Wahl hat. Mir geht es jetzt nicht schlechter als vor der Versammlung.»

Sitzen fest im Sattel

Leichtes Spiel hatten es die beiden SVP-Regierungsräte Monika Knill und Jakob Stark. Sie wurden mit Applaus für eine weitere Amtsperiode nominiert. Sie liebe ihre Arbeit als Regierungsrätin, sagte Knill. «Man muss Nüsse knacken, darf aber auch manchmal genussvoll in einen Thurgauer Apfel beissen.» Für Lacher sorgte ihr in Reimform vorgetragener Wunsch an die Delegierten: «Gebt mir ein Zeichen, dann soll's im Februar wieder reichen.» Jakob Stark betonte: wichtig sei im Amt, dass man wisse, wo man daheim sei.

Mit grosser Mehrheit beschloss die Versammlung, die bisherigen Regierungsräte Carmen Haag (CVP) und Cornelia Komposch (SP) zu unterstützen.


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