Ehemaliger «Flipper»-Dompteur demonstriert

LIPPERSWIL. Rund 200 Personen demonstrierten gestern vor dem Connyland gegen die Haltung von Delphinen. Unter ihnen war auch der Amerikaner Richard O'Barry. Er hatte einst die Delphine für die TV-Serie «Flipper» dressiert.

02. April 2012, 06:42
RAYA BADRAUN

Die Besucher, die am Sonntagmorgen auf den Parkplatz des Freizeitparks Connyland wollten, mussten an zahlreichen Plakaten und Menschen vorbei. «Free Flipper» stand da. «Kein Meer in Sicht» und «Ozean statt Gefängnis». Knapp 200 Personen, Schweizer und Deutsche, nahmen an der friedlichen Demonstration teil, die vom Wal- und Delphinschutz-Forum organisiert wurde. Sie forderten die Schliessung des Delphinariums und die Überführung der Tiere in von Menschen betreute offene Meereslagunen.

«Die Tiere werden hier als Sklaven gehalten, müssen Kunststücke vorführen, leben auf engem Raum und werden gar bei der Geburt gefilmt», sagte eine Thurgauerin, die anonym bleiben will. Markus Löpfe, ein Barbesitzer aus Bischofszell, kam mit einigen seiner Gäste. Es sei das Recht aller Lebewesen, dass sie sich in der Welt frei bewegen könnten. «Wenn wir unser ganzes Leben in einem Raum verbringen würden, würden wir auch hinaus wollen.»

Am Rande stand Richard O'Barry. Der heutige Aktivist, war früher Tierdompteur und dressierte die Tiere, die in der Fernsehserie «Flipper» eingesetzt wurden. Nachdem zwei Delphine starben, machte er einen Wandel durch. Er wurde Vegetarier, drehte einen Dokumentarfilm und schrieb Bücher. Für den Film «Die Bucht» erhielt er 2009 den Oscar in der Kategorie «Bester Dokumentarfilm». In Lipperswil schüttelte der Amerikaner gestern zahlreiche Hände, posierte neben Aktivisten und unterschrieb seine Bücher und DVDs. Er sei hier, um die Demonstranten zu unterstützen.


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