Der Gewinner heisst «Pirouette»

WILEN ⋅ Im Dorfzentrum soll bis im Jahr 2020 eine neue Einfachturnhalle stehen. Das Siegerprojekt ist bestimmt und noch bis am Samstag ausgestellt. Am 26. März bestimmt die Schulgemeindeversammlung über einen Projektierungskredit.
11. Januar 2018, 05:20
Simon Dudle

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

«Die bestehende Turnhalle bei der Primarschule ist zu klein und komplett überaltert. Sie entspricht nicht mehr den gängigen Normen». Aus den Aussagen von Roland Hofer, in der Primarschulbehörde für das Ressort Infrastruktur verantwortlich, ist herauszuhören, dass Handlungsbedarf besteht. Die Stimmbürger haben Ende März des Vorjahres einen Betrag von 120000 Franken zur Durchführung eines Projektwettbewerbs gesprochen.

Dieser ist mittlerweile abgeschlossen. Aus den acht Architekturbüros, welche ein Projekt eingereicht haben, ging die Firma Hutterzoller aus St. Gallen. Die Turnhalle nennt sich «Pirouette», schliesst an den Erweiterungsbau der Primarschule an und kommt somit einige Meter neben der bestehenden Halle zu liegen. Sie wird 28 Meter lang, 16 Meter breit und sieben Meter hoch. «Das sind die grösstmöglichen Masse einer Einfachturnhalle», sagt Hofer. Laut den Projektverfassern wird mit dieser Halle das Schulareal «fertiggestellt». Der oberirdische Teil wurde auf ein Minimum reduziert und versucht das nördliche Wohnquartier ortsbaulich abzuschliessen. «Es entstehen kurze Wege zwischen Pausenareal und der Halle», sagt Sabine Hutter von Hutterzoller. Der Eingang führt zu einer Galerie, von welcher man in die Halle hinunterblicken kann. Die Anbindung an den Erweiterungsbau wird schwellenlos und somit behindertengerecht sein. Die Hülle wird im Minergie-Standard errichtet werden.

Höhe des Kredits noch nicht genannt

Läuft alles reibungslos, soll ab dem Schuljahr 2020/2021 in der neuen Turnhalle Sport betrieben werden können. Bis aber die Bagger auffahren, sind noch einige Zwischenschritte nötig. Als Erstes wird an der Schulgemeindeversammlung vom 26. März ein Projektierungskredit beantragt. Dieser wird benötigt, damit das Projekt verfeinert werden und Baureife erlangen kann. Wie hoch dieser Kredit sein wird, steht rechtzeitig vor der Versammlung fest und wird Teil der entsprechenden Botschaft sein. Wird dieser Kredit genehmigt, folgt voraussichtlich vor den Herbstferien dieses Jahres eine ausserordentliche Schulgemeindeversammlung, an welcher über den Baukredit abgestimmt wird. Wie hoch dieser sein wird, möchte Roland Hofer noch nicht sagen, da das Projekt noch nicht abschliessend ausgearbeitet ist. In der Botschaft der Versammlung 2017 ist beim Stichwort Investitionsplanung aber festgehalten, dass für die Erstellung einer neuen Turnhalle Investitionskosten von 2,8 Millionen Franken vorgesehen sind und hälftig in den Jahren 2018 und 2019 anfallen.

Alte Halle wird zur Aula

Wird der Baukredit genehmigt, wird das Baugesuch noch öffentlich aufgelegt. Gehen keine Einsprachen ein, könnte der Baubeginn im Sommer 2019 erfolgen. Ist die Turnhalle erst einmal gebaut, stehen weitere Arbeiten an. Die alte Turnhalle soll zu einer Aula umfunktioniert werden. Eine solche gibt es im Primarschulhaus nämlich nicht. Einzig ein Mehrzweckraum im Erweiterungsbau steht zur Verfügung. Danach soll auch das Primar- und Türmlischulhaus saniert werden, um schliesslich eine Randzeitenbetreuung einführen zu können. Gemäss Botschaft des vergangenen Jahres ist hierfür im Jahr 2020 ein Projektwettbewerb veranschlagt, welcher mit rund 300000 Franken zu Buche schlagen dürfte. Für die Sanierung der alten Turnhalle sowie des Primar- und Türmlischulhauses wird mit Kosten von rund 3,5 Millionen Franken gerechnet.

Das alles ist aber noch Zukunftsmusik. Vorerst können heute Donnerstag und morgen Freitag zwischen 17 Uhr und 19 Uhr im Mehrzweckraum des Erweiterungsbaus die Pläne der neuen Turnhalle betrachtet werden. Auch die sieben unterlegenen Projekte sind ausgestellt. Diese Ausstellung ist auch am Samstag von 10 bis 12 Uhr offen.


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