Königin Regula, die Erste

ESCHLIKON ⋅ Zum ersten Mal hat die Gemeinde nebst ihrem Präsidenten auch eine Dorfkönigin. Regula Felix wurde am Neujahrsapéro die Krone verliehen. Ein Jahr lang darf die Wallenwilerin den Ehrentitel tragen.
10. Januar 2017, 06:17
Christoph Heer

Christoph Heer

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Sie werden sich für dieses Jahr wohl oder übel arrangieren müssen, Hans Mäder als Gemeindepräsident und die Wallenwilerin Regula Felix als neue Königin. Natürlich wird davon ausgegangen, dass die neue, erste und für die Zukunft einzige Königin bei Mäders Aufgaben nicht Einfluss nehmen wird. Trotzdem gehört sie nun für das ganze Jahr zum Stab derjenigen, die die Geschicke der Gemeinde leiten; hauptsächlich aber an Festivitäten.

Eschlikon feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen und das nicht mit einer einzigen Geburtstagsfeier, sondern mit etlichen Festivitäten über das ganze Jahr verteilt. Ein Höhepunkt wird sicher die Eröffnung der neuen Waldhütte im Stockenholz sein, hierfür wird es dann die ruhige Hand der Königin brauchen, wenn sie das Band zerschneiden wird.

Offizieller Auftakt der Jubiläumsfestivitäten

Königin Regula die Erste hat nach ihrer Wahl schon fleissig Pluspunkte gesammelt. Mit einer fast unglaublichen Ruhe nahm sie Platz auf ihrem Thron und beantwortete die Fragen von OK-Präsident Hansjörg Brunner. Er – ebenfalls als Wallenwiler – stellte gleich klar, dass er sich enorm freut, dass auch die Königin aus Wallenwil kommt. «So habe ich keinen weiten Anfahrtsweg, wenn wir zusammen etwas erarbeiten müssen, super.» Königin Regula selbst gab indes einige Geheimnisse ihres Lebens preis. Aussagen wie, dass Käseknöpfli ihre Lieblingsspeise ist, oder dass sie stets die aktuelle Hitparade rauf und runter hört, kamen beim Publikum gut an. Ihre Hobbys wird sie auch in ihrer Regentschaft ausüben, so wird man sie in naher Zukunft wohl weiterhin ohne Krone, aber mit Walking-Stöcken antreffen.

Der Eschliker Neujahrsapéro vom Sonntagabend galt als offizieller Auftakt zu den Feierlichkeiten «20 Jahre Gemeinde Eschlikon». Rund 300 Besucher wohnten dem Anlass bei, darunter zahlreiche Sportler, die geehrt wurden. Zur Königswahl waren alle in der Gemeinde wohnhaften und über zehnjährigen Personen zugelassen. Wichtig vor allem, dieses Amt, das mit einigen Aufgaben behaftet ist, auch ausüben zu wollen.

Ohne Freiwillige geht nichts

Königin Regula freut sich und ist topmotiviert. «Ich mache gerne bei Aktivitäten unserer Gemeinde mit.» Sie werde das Amt mit Demut und Ehre erfüllen und sei natürlich auch gespannt, was alles auf sie zukommen wird. Die Dorfkönigin strahlte übers ganze Gesicht, ihre goldene Krone hatte gegen diesen Goldglanz keine Chance.

Beim Neujahrsapéro, bei dem die Langfingerküche für kulinarische Höhenflüge sorgte, fehlte natürlich auch eine kurze Ansprache von Hans Mäder nicht. Dass sich eine funktionierende Gemeinde aus vielen Puzzleteilen zusammensetzt, ausgewiesene Fachkräfte von Nöten sind und ohne Freiwilligenarbeit nichts geht, erörterte er ebenso, wie er seinen Dank unter anderem an «sein» Verwaltungsteam aussprach.


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