Ein Trio buhlt um den Vorsitz

MÜNCHWILEN ⋅ Der Entscheid steht: Amtsinhaber Thomas Wyser tritt im zweiten Wahlgang für das Schulpräsidium nochmals an. Dabei setzt er auf die Karte Kontinuität.
19. April 2017, 05:17
Olaf Kühne

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch

Nun ist das Trio komplett: Im zweiten Wahlgang für das Münch­wiler Schulpräsidium vom 21. Mai haben die Stimmbürger die Wahl zwischen drei Kandidaten.

Gleich zu dritt waren sie im ersten Wahlgang vom 12. Februar angetreten, um eine zweite Legislatur von Amtsinhaber Thomas Wyser (CVP) zu verhindern: die beiden Freisinnigen Hanspeter Wehrle und Lukas Weinhappl sowie GLP-Gemeinderat Manfred Filliger.

Während Weinhappl – mit dem besten Wahlresultat im Rücken – noch am damaligen Wahlsonntag bekanntgab, wieder antreten zu wollen, hielten sich die anderen drei Kandidaten lange Zeit bedeckt.

Nach drei Wochen nahm sich dann der langjährige Kantonsrat und einstige Schulpräsident Wehrle aus dem Rennen. Der «frische Wind der Jugend» habe gegenüber der «Erfahrung der älteren Generation» knapp die Nase vorn gehabt, begründete der 67-Jährige seinen Entscheid. Zudem gelte es, ein «unnötiges Hickhack» zu vermeiden.

Weitere drei Wochen später vermeldete Filliger, trotz des schlechtesten Resultates im ersten Wahlgang, am 21. Mai nochmals zu kandidieren: Er wolle Münchwilen eine «echte Wahlmöglichkeit» bieten.

Allenfalls nur zwei Bisherige in der Behörde

«Nach reiflicher Überlegung», wie Thomas Wyser in seiner über Ostern verschickten Medienmitteilung schreibt, will es nun auch der Amtsinhaber nochmals wissen. «Dies erwarten die knapp 200 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, die mich gewählt haben», ist Wyser überzeugt. Vor allem aber betont er, dass die Schulbehörde auf Kontinuität angewiesen ist. Tatsächlich wurden am 12. Februar mit Marlen Cerrone und Tatjana Meillaud gleich zwei Neue in das fünfköpfige Gremium gewählt, zudem wirken die beiden Bisherigen, Pia D’Angelo und Daniel Lüthi, auch erst seit 2015 mit.

Dabei gelte es, präzisiert Wyser auf Anfrage unserer Zeitung, wichtige Projekte weiterzuführen. So unter anderem die Einführung des Lehrplanes 21 – vor allem aber die Schulraumplanung. «Der Platzbedarf steigt», sagt Wyser, «und wird angesichts der Bautätigkeit in der Gemeinde weiter steigen.» Insbesondere im Schulzentrum Oberhofen stünden Bauprojekte an, für welche es, dies habe die Vergangenheit gezeigt, nebst Know-how einen grossen Arbeitsaufwand seitens der Schulbehörde brauche. «Wird zusätzlich auch das Präsidium neu besetzt, kann es für die Behörde schwierig werden, die anstehenden Geschäfte zu bewältigen.»


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