Schluss mit gratis

FRAUENFELD ⋅ Die Parkplätze Talackerstrasse und Festhalle Rüegerholz sind ab morgen nicht mehr kostenlos. Ab Mitte Dezember gilt im Ergaten-Quartier ohne Einwohnerparkkarte eine Höchstdauer von zwei Stunden.
14. November 2017, 07:07
Stefan Hilzinger

Stefan Hilzinger

stefan.hilzinger@thurgauerzeitung.ch

Die Hinweisschilder sind gestellt, die Parkuhren betriebsbereit: Ab morgen Mittwoch gilt auf allen zentrumsnahen, grossen Parkplätzen das gleiche Bezahl­regime. Neu müssen Parkierende an der Talackerstrasse hinter der Badi und vor der Festhütte Rüegerholz Münz zusammenklauben und den behördlich verordneten Obolus entrichten. Die Stunde kostet 80 Rappen, die Parkdauer ist auf zwölf Stunden begrenzt (siehe Kasten und Karte).

Parallel dazu führt die Stadt im Ergaten-Quartier ein Zonenregime ein, wie es im Kurzdorf bereits seit vergangenem Jahr der Fall ist. Ab 1. Dezember gilt nun auch zwischen Stammerau- und östlicher Wannenfeldstrasse auf weissen Parkfeldern eine Höchstparkdauer von zwei Stunden. Mit Parkscheibe auf dem Armaturenbrett gilt dies montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr. Quartierbewohner haben neu die Möglichkeit, eine Anwohnerparkkarte zu lösen. Diese ist bei der Stadtverwaltung erhältlich, kostet 30 Franken pro Jahr und gilt für das darauf festgehaltene Kennzeichen.
 

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Noch keine Parkierungszone im Mühletobel

Damit setzt die Stadt im Grossen und Ganzen um, was sie im April angekündigt hat. Noch nicht umgesetzt ist die Parkierungszone Mühletobel. Hier ist ein Rekurs vor dem Thurgauer Verwaltungsgericht hängig, wie Stadtingenieur Thomas Müller sagt. Im Rahmen des Einwendungsfahren seien wenige Eingaben gemacht worden. Im eigentlichen öffen­tlichen Auflageverfahren sei schliesslich eine Einsprache eingegangen, die nun noch pendent ist. Wie schon im Kurzdorf geht es auch im Ergaten-Quartier und nach Vorstellung der Stadt später auch im Mühletobel darum, Pendler das Gratisparkieren auf Quartierstrassen zu erschweren. Denn immer stärker drängen Pendler mit ihren Fahrzeugen vom Zentrum in die Aussenquartiere, sogar in die versteckt liegende Mühletobelstrasse. «Mit dem Konzept reagiert die Stadt auf Beanstandungen der Quartierbevölkerung», sagt Thomas Müller. Wegen Fremdparkierern fehle es im Quartier an Parkplätze für Anwohner und Besucher, lautet die Kritik. Im Pilotversuch im Kurzdorf habe es sich gezeigt, dass dank neuem Regime Fremdparkierer verschwunden und der Suchverkehr zurückgegangen sei. Daher habe man sich entschieden, das Regime vorerst im Kurzdorf und später auch in anderen Quartieren einzuführen. Nebeneffekt für die Stadt: Die bewirtschafteten Parkplätze sind besser ausgelastet.

Eine Stunde weniger als zuerst geplant

Mit den Änderungen per Mitte November respektive Anfang Dezember setzt das Departement für Bau und Verkehr die zweite Etappe des Parkplatzkonzeptes von 2014 um. Laut einer Mitteilung von Ende vergangener Woche entsprächen die Massnahmen dem behördenverbindlichen Richtplan und dem darauf aufbauenden Konzept «Mobilität 2030». Die Parkraumbewirtschaftung soll demnach auch zu einer Stärkung des öffentlichen Verkehrs sowie des Velo- und Fussgängerverkehrs führen, heisst es da. Auf eine Stunde bewirtschaftete Parkzeit verzichtet die Stadt jedoch: Die bezahlpflichtige Zeit endet an der Talackerstrasse und im Rüegerholz schon um 18 Uhr und nicht wie zuerst geplant um 19 Uhr.
 

Montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr

Ab morgen Mittwoch, 15. November, gilt auf allen grossen Parkplätzen das gleiche Bezahlregime. Zum Oberen und Unteren Mätteli sowie dem Marktplatz gesellen sich neu auch der Parkplatz Talackerstrasse (hinter der Badi) und der Parkplatz bei der Festhalle Rüegerholz. Montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr kostet hier das Parkieren 80 Rappen pro Stunde respektive 8 Franken pro Tag. In der Nacht und übers Wochenende ist Parkieren nach wie vor kostenlos. Ähnliches gilt neu auch für die sechs Parkplätze entlang der Thundorferstrasse auf Höhe der Sekundarschule Reutenen, hier abends bis 19 Uhr. Auf dem Parkplatz bei der Minigolfanlage Rüegerholz gilt ab morgen eine Höchstdauer von drei Stunden (mit Parkscheibe). Parkieren bleibt hier kostenlos. (hil)


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