Die Gastfreundschaft auf dem Balkan hat überrascht

STETTFURT ⋅ Lui Eigenmann und Stephanie Rickenbacher reisen in einem Camper quer durch Europa. Sie wollen alle 47 Länder bereisen. Aktuell machen sie Pause in der Schweiz.
21. Oktober 2017, 05:20
Christian Ruh

Im Januar starteten die Stettfurter Lui Eigenmann und Stephanie Rickenbacher ihre Reise. Heute, neun Monate später, haben sie den gesamten Balkan und Südosteuropa bereist. Nebenbei füttern sie ihren Blog «comewithus2.com» mit Artikeln.

Herr Eigenmann, Frau Rickenbacher, wie sind Sie auf die Idee einer Europareise gekommen?

Stephanie Rickenbacher: Wir sind bereits 2012 zusammen auf Weltreise gegangen. Danach arbeiteten wir beide wieder, jedoch hatte uns dann wieder die Reiselust gepackt. Also haben wir gespart, um eine Reise quer durch ganz Europa zu machen.

Ist Ihnen etwas auf der Reise besonders in Erinnerung geblieben?

Lui Eigenmann: Der Balkan. In der Schweiz hört man immer viel Negatives. Aber wir haben dort in den letzten Monaten so viel Gastfreundschaft erlebt. Es ist sehr schön und auch sicher – wahrscheinlich sicherer als momentan beispielsweise in Frankreich. Es ist definitiv anders, als man sich es vielleicht vorstellt. Das war eine grosse Überraschung.

Warum schreiben Sie einen Blog? Stephanie Rickenbacher: Wir haben auch bei der Weltreise schon einen Blog für unsere Freunde und Verwandten geführt. Diesmal wollten wir die Berichterstattung über unsere Abenteuer noch ein wenig professioneller aufziehen. Die Einnahmen des Blogs geben uns gemeinsam mit unserer Partnerschaft mit Sponsorings die Möglichkeit, unsere Reise noch auszubauen.

Wie viele verfolgen im Durchschnitt Ihren Blog?

Stephanie Rickenbacher: Monatlich lesen ihn zwischen 5500 und 6000 Personen. Zusätzlich laden wir auf Youtube dreimal pro Woche ein Video hoch, dort haben wir 4000 Abonnenten.

Was ist als Nächstes geplant?

Lui Eigenmann: Unsere Europareise wird noch die nächsten anderthalb bis zwei Jahre dauern. Als nächstes gehen wir über die Wintermonate in den Süden, an Weihnachten werden wir dann wahrscheinlich in Spanien sein.

Und nachdem Sie die Europatour beendet haben?

Stephanie Rickenbacher: Wir haben vor, dann die Reise noch einmal aufzubereiten, zum Beispiel mit Vorträgen. Vielleicht schreiben wir auch ein Buch. Andere Reisen, durch alle Kantone der Schweiz oder nach Asien zum Beispiel, wären auch möglich.

Christian Ruh

christian.ruh@thurgauerzeitung.ch


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