Das erste Mal der Präsidentin

SCHLATT. Gemeindepräsidentin Marianna Frei leitete ihre erste Gemeindeversammlung am Bechtelistag. Budget, Kredit und Einbürgerung gingen problemlos durch.

05. Januar 2016, 02:35
THOMAS GÜNTERT

Alles lief glatt. Die neue Schlatter Gemeindepräsidentin Marianna Frei begrüsste 150 Stimmberechtigte zur Budgetversammlung am 2. Januar. Anwesend war auch ihr Vorgänger Kurt Engel. Finanzreferentin Dominique Bossert präsentierte den Voranschlag mit Ausgaben von 5,1 Millionen Franken und einem Defizit von 286 000 Franken. Steigende Ausgaben im Sozialen, im öffentlichen Verkehr und bei der Raumordnung führen zum Mehraufwand, der etwa elf Steuerprozente beträgt. «Im sozialen Bereich können sich die vom September stammenden Budgetzahlen schnell ändern», sagte die Gemeindepräsidentin.

Das Defizit wird durch das Eigenkapital gedeckt, das knapp 1,2 Millionen beträgt. Der Steuerfuss bleibt bei 50 Prozent. Sollten sich die massgeblichen Faktoren nicht verändern, muss über eine Steuerfusserhöhung nachgedacht werden.

Wasserversorgung kostet Geld

Die Gemeindeversammlung hat einem Kredit von 80 000 Franken für eine Wasserleitung in der Kirchstrasse zugestimmt. Der neue Werkleiter Heinz Mathys rechnet mit weiteren Investitionen in der Wasserversorgung, da der Wasserverbrauch in Schlatt sehr hoch ist und die Leitungen teilweise über 100 Jahre alt sind. Der Werkreferent informierte, dass die Leitungen zur Abwasserreinigungsanlage Röthi bis zum Anschluss Feuerthalen fertiggestellt sind und 300 000 Franken kosteten. «Die Funktion der bestehenden Kläranlage muss bis zum letzten Tag aufrecht erhalten bleiben.»

Mathys stellte die Kostenrechnung der Photovoltaikanlage vor, die auf dem Gemeindehausdach geplant ist. Durch die PV-Anlage könnte man rund die Hälfte der anfallenden jährlichen Stromkosten einsparen. Wenn man die Nebenkosten mit einbezieht, würde sich die Anlage in 20 Jahren amortisieren. Mathys geht von einer Lebensdauer von bis zu 40 Jahren aus.

Drei Schlatter Neubürgerinnen

Die Gemeindeversammlung hat die kosovarischen Staatsbürgerinnen Liridona, Lirigzona und Nazmije Muzlijai mit jeweils zehn Gegenstimmen ins Gemeindebürgerrecht aufgenommen. Die drei Schwestern sind in Schlatt aufgewachsen.

Marianna Frei gab bekannt, dass im Februar die seismischen Messungen der Nagra im Weinland beginnen. Im Anschluss zeigte Pascal Witprächtiger Bilder der Gasballon-Weltmeisterschaft, die er letztes Jahr mit Kurt Frieden gewonnen hatte.


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