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Tagblatt Online, 02. Juli 2011 10:28:00

Schlaganfall-Patienten rund um die Uhr helfen

ZIHLSCHLACHT. Ein Symposium in der Helios Klinik Zihlschlacht befasste sich mit dem «Stroke unit»-Modell. Dieses sieht eine umfassende Versorgung von Schlaganfall-Patienten in speziellen Zentren vor.

ERWIN SCHÖNENBERGER

«Jede Minute zählt.» Dies gilt bei jedem Schlaganfall. Ebenso wichtig ist es auch, dass der Patient zu jeder Tages- und Nachtzeit optimal versorgt werden kann. Dies soll in der Schweiz künftig in acht «Stroke unit»-Zentren sichergestellt werden, die über ein Team verfügen, das 24 Stunden am Tag präsent ist.

Zusammenarbeit verbessern

In der Region Ostschweiz ist dies am Kantonsspital St. Gallen der Fall. Damit auch kleinere Spitäler eine kompetente Versorgung von Schlaganfall-Patienten garantieren können, soll die Zusammenarbeit mit den Zentren verbessert werden, wie das im Kanton St. Gallen bereits mit dem Spital Grabs umgesetzt worden ist.

Im Thurgau werden Schlaganfall-Patienten im Kantonsspital Münsterlingen versorgt. Wie Felix Müller, Leitender Arzt der dortigen Neurologie, erklärte, verfügt das Thurgauer Spital bereits jetzt über ein Team, das Schlaganfall-Patienten kompetent behandeln kann, und dieses Team soll noch weiter ausgebaut werden. Auch Marc Kohler, CEO der Spital Thurgau AG, bestätigte, dass die für diesen Ausbau nötigen Massnahmen initiiert sind und realisiert werden können.

Frage der Rentabilität

Dass eine Behandlung und die Rehabilitation kostenintensiv sind, ist unbestritten. Verschiedene Referenten betonten aber, dass sich diese Kosten längerfristig rechtfertigen würden, wenn man durch die Therapien erreichen könne, dass Schlaganfall-Patienten später teilweise wieder in ihren Beruf einsteigen könnten, anstatt in ein Pflegeheim eingewiesen werden zu müssen.

Die «Verminderung der Behinderung» bringe mehr Lebensqualität. Dies spreche allein schon für eine Rehabilitation, die bereits früh beginnen und später in einer Klinik wie in Zihlschlacht weitergeführt werden müsse.

«Wenn es für den Patienten rentiert, rentiert es vielleicht auch einmal ökonomisch», brachte es Kohler auf den Punkt. Anhand zweier Beispiele aus dem Zihlschlachter Klinikalltag wurde zum Schluss der Tagung aufgezeigt, wie die Rehabilitation auch bei sehr schwierigen Fällen Erfolge für das spätere Leben der Schlaganfall-Patienten bringen kann.





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