Tagblatt Online, 18. August 2010 01:01:17
Rege Bautätigkeit steht bevor
Viel Platz für Eigenheime: Der Beginn der Erschliessungsarbeiten ist auf Februar 2011 geplant. (Bild: Bild: Nana do Carmo)
Mit der Überbauung Ifang werden in Sitterdorf 18 Einfamilien- und fünf Mehrfamilienhäuser mit rund 40 Wohnungen entstehen. Für die Entwicklung der Gemeinde sei dies ein Riesenschub, sagt Frau Gemeindeammann Heidi Grau.
Urs Bänziger
Sitterdorf. Endlich gehe auch in Sitterdorf etwas, freut sich Heidi Grau. Gegenüber der Behörde sei immer wieder der Vorwurf laut geworden, dass sich die Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf einseitig entwickle und dass nur in Zihlschlacht gebaut werde. Dafür könne der Gemeinderat jedoch nichts, sondern das hänge von der Bereitschaft der Eigentümer ab, ihr Bauland zu verkaufen, betont das Gemeindeoberhaupt. Mit der Erschliessung des Gebietes Ifang steht jetzt auch Sitterdorf eine grosse Bautätigkeit bevor.
«Ein Riesenschub für Sitterdorf und für die ganze Gemeinde», so Grau. Mit der Ortsplanungsrevision 2004 sei die Nutzung des Baugebietes Ifang eingeleitet worden. «Was dann folgte, waren langwierige Verhandlungen mit 16 Landbesitzern.» Nachdem alle Eigentümer bereit seien, ihr Land für neue Wohnbauten freizugeben, könne die Erschliessung in die Wege geleitet werden.
Wohnungsbau willkommen
Das ganze Baugebiet Ifang umfasst rund 11 Hektaren Land. Um es optimal nutzen zu können, hätten rund 2 Hektaren umgeschichtet werden müssen. Landstreifen zwischen den Eigentümern auszutauschen, sei eine Sisyphusarbeit gewesen, sagt Heidi Grau. Nach den Landumlegungen stehen rund 12 000 Quadratmeter für Einfamilienhäuser zur Verfügung. «Darauf können 18 neue Eigenheime gebaut werden.
» 7500 Quadratmeter Bauland sollen für Eigentums- und Mietwohnungen genutzt werden. Wie Grau sagt, ist der Bau von fünf Mehrfamilienhäusern geplant. «Dadurch entstehen in Sitterdorf rund 40 neue Wohnungen.»
Ein Architekturbüro ist daran, ein Bauprojekt auszuarbeiten. «Der Gemeinderat begrüsst das Vorhaben. Es ist gut, wenn in der Gemeinde auch Wohnungen erstellt werden.
So haben ältere Bewohner, die ihre Einfamilienhäuser aufgeben wollen, die Möglichkeit, an ihrem Wohnort zu bleiben, und zudem können auch Leute zu uns ziehen, die kein Eigenheim wollen.» Die Gemeindebehörde rechnet damit, dass die Überbauung Ifang die Einwohnerzahl weiter steigern wird. «Ein gemässigtes Wachstum, denn es wird dauern, bis das Gebiet vollständig überbaut ist», so Heidi Grau.
Erschliessung ab Februar
Im Zug der Erschliessung wird neben den Werkleitungen eine neue Quartierstrasse, die als Sackgasse endet, sowie ein Verbindungsweg zwischen der Ifang- und der Wiesenstrasse erstellt. «Der Verbindungsweg ist nur für Velofahrer und Fussgänger zugänglich. Der Gemeinderat will in den Wohnquartieren keine Durchfahrten», betont Heidi Grau. Sie geht davon aus, dass Ende Oktober das Erschliessungsprojekt öffentlich aufgelegt werden kann. Der Beginn der Erschliessungsarbeiten ist auf Februar 2011 geplant. Ab August nächsten Jahres steht der Boden für die Hochbauten bereit.
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