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Tagblatt Online, 11. Mai 2010 01:04:03

Im August steht die Antenne

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Neue Mobilfunkantenne. (Bild: Bild: Nana Do Carmo)

Der Mobilfunkanlage von Swisscom und Sunrise am Dorfrand von Zihlschlacht steht nichts mehr im Weg. Die Einsprecher haben auf einen Rekurs verzichtet.

URS BÄNZIGER

ZIHLSCHLACHT. Der Gemeinderat von Zihlschlacht-Sitterdorf hat der gemeinsamen Mobilfunkanlage von Swisscom und Sunrise die Baubewilligung erteilt. Nachdem die Rekursfrist ungenutzt verstrichen ist und das kantonale Amt für Raumplanung grünes Licht gegeben hat, stehen der Realisierung keine Hindernisse mehr im Weg. Der Bau der Antenne am Dorfrand von Zihlschlacht sei technisch und vor allem in Bezug auf den Ortsbildschutz eine optimale Lösung, sagt Gemeindeammann Heidi Grau.

«Der Standort ausserhalb der Bauzone, im Felsenholz, stellt für die Bewohner die geringste mögliche Belastung dar und direkt am Waldrand ist der Antennenmast gut versteckt.»

Standort ausserhalb des Dorfes

Nachdem der ursprünglich geplante Bau der Antenne an der Wilenstrasse auf Widerstand gestossen sei, habe es der Gemeinderat als seine Aufgabe angesehen, nach einem anderen Standort ausserhalb des Dorfs zu suchen. Wie Heidi Grau sagt, werden Swisscom und Sunrise in Kürze mit dem Bau des Antennenmastes beginnen.

Im August soll die Anlage in Betrieb genommen werden. Wenn der Nachweis der Standortgebundenheit erbracht werde, könnten Mobilfunkanlagen auch ausserhalb der Bauzone erstellt werden, sagt Matthias Gredig vom Amt für Raumplanung. In Zihlschlacht sei dies der Fall durch den hohen Ortsbildschutz, anderseits wäre am Standort an der Wilenstrasse die Antenne sehr nahe am Flugbetrieb vom Flugplatz Sitterdorf gewesen.

Grenzwerte kein Problem

Gredig war anfänglich skeptisch wegen der 40 Meter Höhe des Antennenmastes. Doch nach einem Augenschein hat er sich überzeugen lassen. Der Landschaftsschutz sei gewährleistet, weil sich die Antenne am Waldrand einer Hanglage befinde und nicht über die Baumkronen hinausrage. «Am Standort Felsenholz ist der Mast keine unzumutbare Beeinträchtigung des Landschaftsbildes.» Zudem stellten die Grenzwerte ausserhalb der Bauzone überhaupt kein Problem dar.

Ihm fehlten die Argumente, um die Sache weiterzuziehen, sagt Peter Müller. Sein Wohnhaus befindet sich direkt unterhalb des Standorts der Mobilfunkanlage. Müller ist einer der vier Einsprecher. «Nachdem der Kanton keine Einwände hat, würde ein Rekurs nichts bringen.» Seine Bedenken sind geblieben. «Niemand kann mir garantieren, dass die Strahlungen nicht schädlich sind.»

Zweifel bleiben auch Peter Schumacher, dem Leiter des Wohnheims Sonnenrain. Auch er hat auf einen Rekurs verzichtet. «Es fehlen konkrete Nachweise über die Schädlichkeit von Strahlungen. Doch unsere Heimbewohner sind Menschen mit Hirnverletzungen. Es ist medizinisch erwiesen, dass sie auf Elektrizität empfindlich reagieren.» Ein Trost ist es für Schumacher, dass mit dem Bau der neuen Mobilfunkanlage die Swisscom-Antenne, die jetzt auf dem Klinikareal steht, abgebrochen wird.





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