Tagblatt Online, 25. August 2010 01:01:35
Heidi Grau tritt wieder an
Seit dem Jahr 2000 amtiert Heidi Grau als Gemeindeammann von Zihlschlacht-Sitterdorf. Zuvor war sie Gemeindeschreiberin. (Bild: Archivbild: Rita Kohn)
Heidi Grau möchte Gemeindeammann von Zihlschlacht-Sitterdorf bleiben. Sie widerruft ihre ursprüngliche Absicht, 2011 aufzuhören, und tritt stattdessen zur Wiederwahl an.
URS BÄNZIGER
ZIHLSCHLACHT-SITTERDORF. Die Reaktionen auf ihre Kandidatur für das Stadtammannamt in Amriswil seien ausschlaggebend gewesen, dass sie Gemeindeammann von Zihlschlacht-Sitterdorf bleiben wolle, sagt Heidi Grau. «Viele Leute meinten, dass sie es bedauern würden, wenn ich gewählt werde und Zihlschlacht-Sitterdorf verlasse.»
Dass sie die Amriswiler nicht als Stadtammann wählten, hat für Heidi Grau auch positive Seiten. «Ich kandidierte, weil mich die neue Aufgabe reizte.
Andererseits haben mir die Reaktionen aus der Bevölkerung von Zihlschlacht-Sitterdorf gezeigt, dass meine Arbeit geschätzt wird. Die Sympathiebekundung hat mir Trost gegeben und auch Mut gemacht.»
Aussage von früher
Dass sie längstens bis 2011 Gemeindeammann von Zihlschlacht-Sitterdorf sein werde, habe sie an einer Wählerversammlung im Jahr 2000 gesagt. «Seither holt mich diese Aussage immer wieder ein.
» Dass ihr diese Absicht und die Kandidatur in Amriswil übel genommen werden könnten, will Grau nicht beurteilen. «Nach den Wahlen werde ich es wissen.» Ein Superresultat habe sie bei den beiden Wiederwahlen ohnehin nicht erzielt. Das sei auf ihre «gradlinige, konsequente Politik» zurückzuführen, sagt Grau. «Kritiker hat man in diesem Amt immer. Vor allem in einer Gemeinde, in der sich die Leute nicht scheuen, ihre Meinung zu sagen. Doch ich durfte auch die Erfahrung machen, dass die Bevölkerung hinter mir und dem Gemeinderat steht.
»
Weitere Herausforderungen
Sie und ihr Mann fühlten sich in Zihlschlacht-Sitterdorf wohl. Es gebe keinen Grund, weshalb sie ihre Arbeit als Gemeindeammann nicht fortsetzen sollte. «Ich bin jetzt seit zehn Jahren im Amt und bin bereit, nochmals in die Hosen zu steigen», sagt die 52-Jährige. An Herausforderungen werde es nicht fehlen.
Heidi Grau: «Ich denke da an die Ansiedlung von neuem Gewerbe, den Bau eines Feuerwehrdepots mit Werkhof, den künftigen Umgang mit Flurstrassen sowie die weitere Nutzung der Klinik-Synergien.»
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